Der globale Schuldenrausch: Risiken steigen

Die Schulden steigen weltweit immer stärker und letztlich auch schneller. Die Zentralbanken steuern derzeit noch nicht dagegen, wie auch Gabor Steingart in seinem jüngsten Gastkommentar auf Focus feststellte. Demnach würden die Zentralbanken an der Politik der „Geldflutung“ festhalten und damit sogar das Risiko eines Crashs vergrößern.

Droht der Crash?

Die entscheidende Frage an den Märkten und auch für die Gesellschaft ist mittlerweile mit der Inflation gekoppelt. Steigt die Inflationsrate weiter? Die Notenbanken scheinen davon auszugehen. Jüngste Äußerungen jedenfalls haben gezeigt, dass bis zum Frühjahr mit einer höheren Inflation gerechnet würde, heißt es.

Die Direktorin der EZB, die für diese Fragen zuständig sei, Isabel Schnabel, stellt nach Meinung von Steingart derzeit sogar „Weltrekorde im Zurückrudern“ auf. Normalerweise müssten die Zentralbanken jetzt die Geldflut beenden und die Liquidität verknappen – dies wäre damit verbunden, dass weniger und nicht mehr Kredite ausgegeben werden.

Tatsächlich gegeben die FED in den USA aktuell pro Monat 120 Milliarden Dollar in den Markt, die EZB zwischen 60 und 70 Milliarden Euro dazu. Ankündigungen, diese Programme zu beenden, seien aktuell noch vage.

Das Risiko steige nun immer weiter an. Die Staaten können sich so günstig verschulden wie noch nie – und genau dies geschehe. Die weltweite Verschuldung beläuft sich mittlerweile auf 300 Billionen Dollar. Dies sind 40 Billionen mehr als 2020. Dabei seien die Schuldenquoten mittlerweile so hoch wie nie seit dem zweiten Weltkrieg.

Damit hätten auch zunehmend Spekulanten den Weg an die Finanzmärkte gefunden. Schließlich würden vor allem auch die Technologie-Unternehmen wie Apple oder Tesla davon immens profitieren. Mit anderen Worten: Wir sehen eine Blase – die den gesamten Finanzmarkt und damit auch die privaten Vermögen betrifft. Konkret ist es auch Ihr Vermögen, das hier auf dem Spiel steht. Jede Art von Sparvermögen kann auf „stille“ Weise enteignet werden.