Das Altersvorsorge-Depot soll künftig die Vorsorge von Rentnern verbessern. Wer jetzt schon Rente bezieht und mindestens 67 Jahre alt ist, wird nichts beziehen. Die neue kapitalgedeckte Vorsorge bestreiten Sie, wenn Sie davon nicht betroffen sind, im Verbund mit dem Staat, der je nach Höhe der Einzahlung für ETFs zulegt. Steuern werden auf Gewinne erst fällig, wenn ab dem 68. Lebensjahr die Auszahlungsphase beginnt.
- Das ist tatsächlich ein Vorteil, weil diese Steuerstundung es ermöglicht, die andernfalls gezahlten Steuern quasi weiter zu investieren.
- Zudem sichert Sie diese Konstruktion etwas ab: Bei Verlusten – die sich niemand wünscht – werden Sie später den Staat daran beteiligen können, denn:
- Nach dem Günstigkeitsprinzip zahlen Sie entweder 25 % plus Soli-Steuern und ggf. Kirchensteuer ODER nach der Höhe der eigenen Einkommensteuer. Der Satz hängt vom Einkommen ab, in das die Auszahlungen aus dem AV-Depot direkt reinfließen. Produzieren Sie dort nur kleine Gewinne oder gar Verluste, mindest dies die Steuerlast insgesamt sicher weiter.
Demzufolge können Sie durch den Steuereffekt und einem normalen Verlauf damit rechnen, durchaus (bei langfristiger Anlage) 1 Prozentpunkt oder etwas mehr an Rendite zu erzielen.
Nicht rechnen sollten Sie allerdings damit, dass Sie auf jeden Fall mit Gewinn aus der Sache kommen. Denn: Garantien sind teuer, deshalb sollten Sie wo möglich auf Garantien verzichten. Sie tragen also das Verlustrisiko und die Gewinnchancen. Deshalb sind solche AV-Depots prinzipiell recht gut, aber mit Vorsicht zu kalkulieren. Sie sind nicht die Rettung für die Altersvorsorge, sondern mit etwas Glück eine sehr gute Ergänzung. Konkrete Beispiele nennen wir Ihnen in den kommenden Wochen dazu.