Morgen Zinsentscheidung in den USA – was Sie langfristig wissen sollten!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Fed, die US-Zentralbank kann und wird morgen die Zinsen in den USA wohl weiter anheben. Dies kann sich auch auf andere Finanzmarktbereiche auswirken. Typischerweise müssen Sie damit rechnen, dass Gold oder der Bitcoin bei einer Anhebung etwas verlieren werden: Die Märkte bewerten dann den Dollar als stärker.

Eventuell werden dann auch Aktien in Mitleidenschaft gezogen, wenn die Stimmung überkocht. Nur sind dies alles keine Argumente, um dauerhaft diese sogenannten Assets zu verdammen. Die Schulden im Westen, in den USA und in der EU, sind auch auf Staatsseite sehr hoch. Die Zinsen werden also nicht mehr so schnell sinken, wie es vielleicht zahlreiche Anleger gerne hätten. Aber auch das wird an den Börsen mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht lange für Sorgenfalten sorgen.

Aktien in Altersvorsorgedepots. Die erste Wahl

Altersvorsorgedepots, wie sie ab dem 1. Januar 2027 gefördert werden, sind die erste Wahl für diesen Zweck. Sie können zwar auch ETFs auf Rentenpapiere (Anleihen mit festem Zinsversprechen landen in diesen ETFs) kaufen. Langfristige Untersuchungen von Gerd Kommer (bspw.) zeigen jedoch, dass die Rendite in etwa um die Hälfte geringer sein wird als bei Aktien. Gehen Sie grob von einem Verhältnis von 4/8 aus.

Der Effekt: Wenn Sie 8 % Rendite schaffen, wird sich das Vermögen rechnerisch nach 9 Jahren verdoppeln (bezogen auf die Einzahlung und die Haltedauer von jeweils 9 Jahren) sowie in 18 Jahren vervierfachen. Wer 27 Jahre warten kann, wird dann eine Verachtfachung erleben.

Renten, also Anleihen in diesem Fall, werden bei 4 % Rendite in etwa 18 Jahre bis zur Verdopplung benötigen, wenn das andere Depot sich schon vervierfacht hat. Deshalb: Wenn morgen die Zinsen steigen sollten und wenn gleichzeitig die Aktienmärkte etwas leiden: Beim Thema Altersvorsorgedepot sind Aktien ab Januar das richtige Mittel der Wahl.