in Wirtschaft

https://www.youtube.com/watch?v=rF5tt_MSBKQ

Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nun schon lange in den Medien in der Diskussion über Schiedsgerichte und Chlorhühnchen, sind nun weitere Details über die Prozesse hinter den verschlossenen Verhandlungstüren ans Tageslicht gekommen.

Wie der Guardian berichtet, hat die EU von einem geplanten Gesetzentwurf abgelassen, der die Nutzung von Pestizide regulieren bzw. eindämmen sollte. Auf Druck der USA im Kontext der TTIP-Verhandlungen ist dieser Gesetzentwurf nun bis mindestens 2016 vom Tisch. Erst vor kurzem ist bekannt geworden, dass Bestandteile von Düngemitteln zellschädigend sind und unter Verdacht sind, dass Krebsrisiko dramatisch zu erhöhen. Daraufhin haben sich einige Staaten dafür ausgesprochen, dass von Monsanto hergestellte RoundUp zu verbannen.

Der Gesetzesentwurf der EU hatte das Ziel 31 Pestizide zu verbannen. Nach dem Besuch einer Delegation der US-Handelskammer im Juni 2013 wurde dieser allerdings mit der Begründung zurückgezogen, dass das Gesetz den Handel und der Wirtschaft schaden würde. Dies ist ein weiteres Beispiel, bei dem EU-Standards im Kontext des TTIP aufgeweicht werden. Die gesundheitlichen Kosten für Krankheiten die mit Bestandteilen der Pestizide in Verbindung gebracht werden, werden Gesundheitskosten von geschätzten 150 Milliarden Euro zur Folge haben.

Währenddessen werden auch die offiziell propagierten Chancen des Abkommens immer weiter zurückgedreht. In den vergangenen Wochen mussten bereits der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA), die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Europäische Kommission Falschinformationen zu TTIP korrigieren. foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode: “TTIP-Befürworter stellen die möglichen Chancen des Abkommens systematisch viel zu groß dar und verschweigen die Risiken. Diese beispiellose Desinformationskampagne hat die ganze Diskussion über TTIP bereits so weit manipuliert, dass sogar Medien und der Bundestagspräsident den Falschinformationen Glauben schenken oder sie ungeprüft übernehmen. Ohne eine aufrichtige, transparente Debatte schadet TTIP der Demokratie schon vor dem Vertragsabschluss.”

Quellen:

http://ecowatch.com/2014/03/27/brazil-ban-monsanto-herbicide-toxic/
http://www.theguardian.com/environment/2015/may/22/eu-dropped-pesticide-laws-due-to-us-pressure-over-ttip-documents-reveal

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34 Kommentare

  1. Der grundlegede Fehler, der noch vor dem Skandal des Zurückweichens der EU vor Monsanto und Bayer liegt, ist, dass die Industrie nicht gezwungen wurde, vor dem Einsatz dieses heute unzweifelhaft als schädlich erkannten Pestizids seine Unbedenklichkeit zu beweisen.

    Wir sind doch nur die Versuchskaninchen der Wirtschaft! Aber die Schäden müssen wir erleiden und für die Kosten müssen wir aufkommen.

    All das wird erst besser, wenn das Volk in der Sache entscheiden kann!

  2. trotzdem ! WO IST DER BAYERN REGIERUNG GEBLIEBEN? SIE HABEN SO VIEL DEN BAUER VERSPROCHEN!!!! SIE HABEN SIE VERRATEN!!!!!!!ES KOMM ALLES NEGATIVES AUF SIE!!!!!!

      • Nicht nur in Russland so: Trollhaus. das Internet wird von den Mächtigen kontrolliert und unterwandert. Richtige und ebenso wichtige Meinungsäußerungen werden in einer Flut von Müll versteckt und in Frage gestellt – Methoden der Zersetzung, Unterwanderung, Aufweichung…

  3. So als top verdiener, wirtschaftsboss, politiker etc. kann man sich ja die durchaus teureren und unbedenklichen lebensmittel ja locker leisten. Das Krebserzeugende mit gift bespritzte getreide kriegen dann die kleinen wehr(t)losen geringverdiener. Am besten schafft man dann noch die gesetzliche krankenversicherung ab damit die die kosten der spätfolgen selber tragen müssen.

    Ich habs so satt.

  4. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich koche über vor Wut. Dieses Gift hat auf keinem Acker der Welt etwas zu suchen.

    Wie können die Menschen nur so sehr an Profit denken? Dazu fällt mir nur eins ein:

    „When all the trees are cut down,
    When all the animals are dead
    When all the waters are poisobed
    When all the air is unsafe to breath
    Only then will you dicover…
    YOU CANNOT EAT MONEY!“

    http://collectivelyconscious.net/wp-content/uploads/2014/10/when-all-the-trees-are-cut-down-when-all-the-animals-are-dead-when-all-the-air-is-unsafe-to-breathe.jpg

  5. In einigen Beträgen, meist auf ARTE und Phoenix wurde beleuchtet, dass u.a. die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) häufig problematische Produkte durchgewunken hatte: Postenwechsel aus globalen Firmen, Lobbyarbeit… machen sich bezahlt.
    Einige Schlagzeilen: Pestizide und Bienen; EFSA hat grünes Licht für den Anbau von gentechnisch veränderter Soja in Europa gegeben;
    „Das deutsche Huhn ist auf keinen Fall gesünder als das US-Chlorhuhn. Ganz im Gegenteil: …feststellen, dass wir ein massives Keimproblem auf deutschem Geflügel haben“, sagte Ellerbroek.
    Ein gewisser Marchand, geistreicher Mann, sagte: „Man riskiert den Appetit zu verlieren, wenn man sieht, wie es in der Administration, der Justiz und der Küche zugeht…

  6. „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
    Siegmar Gabriel ein Enkel von Karl Marx, oder nur Bonze?

  7. Und genauso schafft sich die (nicht gewählte) EU ab! Dabei ist nachgewiesen das Glyphosat krank macht! Wir sehen Notschlachtungen in den Viehbetrieben und Bauern die zunehmend mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen haben da die Futtermittel mit Roundup bzw. Glyphosat vergiftet sind. Wir sehen Superweeds die ganze Landstriche in Süd und Nordamerika veröden und aufgegeben werden müssen. Die Verantwortlichen gehören wegen Genozid vor Gericht gestellt, passender weise in Nürnberg!

    • Eine unvollständige Aufzählung: BSE-Rinderwahnsinn, „McDonald’s verkauft Gammelfleisch in China“, Antibiotika in Hühnchen und Keime auf dem Geflügel; „in Behördenkantinen wurde mit Fäkal-Bakterien verseuchtes Fleisch sichergestellt – ein Großteil der Lieferung könnte bereits verzehrt worden sein“… die nehmen bis hin zu Geld alles; „Bio-Eier aus der Legebatterie“; „die weltgrößte Lebensmittelfirma Nestlé entdeckt in zwei Nudelprodukten Pferde-DNA“… es geht um Profit.
      „Wo alle an alles das Geld als Maßstab anlegen, wird kaum jemals eine gerechte und glückliche Politik möglich sein.“ [Thomas Moore]
      Man riskiert Ekel, sähe man, wie Politik, Gerechtigkeit und das eigene Abendessen zustande kommen. [Nicolas Chamfort]

  8. Weil die Menschen die Willkürpolitik satt haben, und sie für alle Schäden aufkommen müssen, gibt es jetzt im Juni sogar schon ein Volksbegehren das den EU Austritt fordert. Überrascht bin ich darüber nicht mehr.

    • Wo gibt es denn ein Begehren wegen des EU-Austritts, ich habe nichts davon gehört? Es wäre Zeit, wenn wir uns von der devoten Politik im Interesse der globalen Konzerne und des Großen Bruders-USA befreien könnten.
      Es müsste nun doch jedem klar sein, dass sich viele als „Volksvertreter“ anpreisen und auch in Brüssel/Strasbourg vom System unter M. Schulz gekauft werden: Macht macht korrupt und absolute Macht, macht absolut korrupt. Es fängt mit kleinen Gefälligkeiten an, Affären in Vorzimmern… evtl. von Konzernen platziert, über Bildungsreisen, bis hin zu Geld. Die Sorgen der kleinen Leute interessieren nicht mehr, z.B. Pestizide. Als EU-Abgeordneter kann man sich schon sichere, ausgesuchte Lebensmittel, Annehmlichkeiten leisten..

  9. Nicht die EU gibt nach !
    Einzelne Menschen machen den Weg frei !
    Die Leute haben Namen !
    Sie haben eine Aufenhaltsaddresse !
    Und sie haben Familien ! Die halten sich irrgendwo auf dieser Erde auf !

  10. Die langfristige Strategie der Pharmaindustrie geht dann auch auf …jährliche Umsatzsteigerungen sichern ja auch Arbeitsplätze, Geld für Forschung und ihre Vorstände die sich nur von dem teuren organic ernähren…. Denn Die wissen was sie tun

  11. Die langfristige Strategie der Pharmaindustrie geht dann auch auf …jährliche Umsatzsteigerungen sichern ja auch Arbeitsplätze, Geld für Forschung und ihre Vorstände die sich nur von dem teuren organic ernähren…. Denn Die wissen was sie tun