Kleinere Firmen: Pleiten erwartet

Das geänderte Insolvenzrecht sowie die Unterstützungsleistungen des Staates haben einem Bericht des „Spiegel“ nach den „pandemiebedingten Kahlschlag“ lediglich übertünchen können. Es sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Monaten „wohl viele kleinere Betriebe aufgeben“.

Institut für Wirtschaftsforschung skeptisch

Dem Bericht nach rechnet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit einem „Anstieg von Pleiten vor allem kleinerer Unternehmen“. Dabei seien besonders Unternehmen anfällig, bei denen bis zu zehn Beschäftigte unter Vertrag stünden sowie Selbstständige und Freiberufler.

Wegen der über Monate ausgesetzten Pflicht, Insolvenzantrag zu stellen, ist die Zahl der Firmenpleiten im Jahr 2020 auf ein Rekordtief gefallen. Bis dato herrscht in Berichten und Studien Uneinigkeit darüber, inwiefern die Pleitewelle jetzt losgehen könne, nachdem die Pflicht zum Antrag auf Insolvenz ab dem 1. Mai 2021 wieder auflebt.

„Die Anzahl insolventer Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern geht bis September 2020 deutlich zurück, während die Insolvenzanmeldungen Ende des Jahres wieder einen Anstieg erfahren“, so zitiert das Blatt den ZEW-Forscher Georg Licht. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl in den kommenden Monaten noch ansteigen werde.

Dies betreffe vor allem Firmen, die einen nur begrenzten Vorrat an Geld haben und / oder über geringe Sicherheiten verfügten, die für die Darlehensaufnahme wichtig sind. Die Branchen, die dies betrifft, sind indes die altbekannten Bereiche: Gastronomie, Tourismus, Bekleidung sowie Beherbergung.

Der Bericht zitiert auch die Justizministerin Christine Lambrecht von der SPD, die mit einem Anstieg der Firmeninsolvenzen rechne. Es wäre nur schwierig, über die Zahlen belastbare Prognosen zu erstellen. Auch künftig würden noch zahlreiche Finanzhilfen des Staates bereitstehen. Es spricht dennoch einiges dafür, dass die Zahl der Insolvenzen tatsächlich steigen wird.

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