in Wirtschaft

Informationen zufolge, die dem „Spiegel“ vorliegen sollen, will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner künftig staatliche Lebensmittelkontrollen reduzieren. Dies soll auch Fleischbetriebe betreffen, die allerdings der höchsten Risikoklasse zugeordnet sind. Will Frau Klöckner bereits den Weg für die Einführung des TTIP-Nachfolge-Freihandelsabkommens ebnen?

Es scheint so, denn wenn staatliche Lebensmittelinspekteure künftig seltener zu Pflichtbesuchen ausrücken müssen, wird der Verbraucher, gerade sensible Fleischprodukte betreffend, fahrlässig in Gefahr gebracht. Staatliche Lebensmittelkontrollen sind aber ein Hindernis für internationale Großkonzerne, die Fuß in Deutschland und Europa fassen wollen.

Die Verbraucherschutzorganisation „Foodwatch“ warnte jetzt vor einem erhöhten Risiko für Verbraucher, sollte die neue, laschere Regelung wie geplant im Dezember dieses Jahres umgesetzt werden. Denn dann müssten in Fleischbetrieben, die als Hochrisikoklasse gelten, anstatt täglich, nur noch „häufiger als monatlich“ Kontrollen stattfinden. Restaurants würden dann nur noch halbjährlich, anstatt wie bisher vierteljährlich, kontrolliert, so der Entwurf von Klöckner.

Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass die Lebensmittelüberwachung noch „wirksamer auf Problembetriebe“ fokussiert werden solle. Damit solle die Effizienz gesteigert werden, so die Begründung. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sieht allerdings das Gegenteil Realität werden. Dennoch bestreitet das Ministerium eine Verringerung der Kontrolldichte. Schon jetzt finden häufig aufgrund von Personalmangel viel zu wenige Kontrollen statt. Nicht einmal jeder zweite Betrieb, der mit Lebensmitteln zu tun hat, wird jährlich kontrolliert. Doch anstatt mehr Personal für schärfere und genauere Kontrollen einzustellen, sollen die Kontrollen sogar noch reduziert werden.

Selbst der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure sieht den Entwurf als „sehr kritisch“. Der Verband ist der Ansicht, dass es zu einer Reduzierung der Kontrollen nur dann kommen dürfe, wenn ein Unternehmen sich durch stets hervorragende Führung auszeichne und nicht, weil es „die Kassenlage der öffentlichen Hand erfordere“, so der Verband.

Obwohl bereits heute viel zu wenig kontrolliert wird, will Frau Klöckner, die sich für Glyphosat einsetzt, die Kontrollen noch verringern. Frau Klöckner setzt sich auch ansonsten immer für die Interessen der Agrarindustrie ein. Der Schutz der Verbraucher in Deutschland und Europa spielt da bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz offenbar keine Rolle. Selbst nach der jüngsten Veröffentlichung des UN-Berichts zum dramatischen Artensterben sieht Frau Klöckner offenbar noch immer keinen Handlungsbedarf, um Glyphosat und andere Pestizide endlich von unseren Feldern zu verbannen. Genug Gründe, um diese Ministerin mit ihren anderen Kabinettskollegen sowie der Kanzlerin endlich aus ihren Ämtern zu entlassen(MZNP).

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12 Kommentare

  1. Welche Kontrollen sollen den noch abgebaut werden. Es gibt defakto schon jetzt keine ernsthaften Lebensmittelkontrollen!! Was für ein Lacher!

    • Es wird Gift essen! Wie in Amiland.
      Und als Beilage ein chlorine Hühnchen das gefuttert wurde mit GM Mais und GM Korn mit Glyphosat übergossen.
      Und als Getränk ein herrliches Bierchen (inkl. Glyphosat).

      Nix Reinheitsgebot. Weg mit die gute berühmte Bierbrau-Tradition.

      Na dann prost Mahlzeit!

  2. Kontrolleure braucht kein Mensch, denn der Kunde kann ja entscheiden wa er ißt und ist die Qualität trotz intensiver Kontrollen so beschissen wie bei Hähnchen und Puten ( 56 % aller die im Regal liegenden haben antibiotikaresistente Keime und sind mit Wasser aufgespritzt ) kaufts der scheinheilige Verbraucher trotzdem. Wer kauft denn Bio oder beim Direktvermarkter bestimmt nicht die, die da jetzt aufschrein. Qualität kann man schmecken und dazu braucht man keinen Kontrolleur, der die Ware unnötig verteuert. Aber wenn man schon immer nur auf den preis schaut kauft man mit oder ohne Kontrollen richtigen Dreck.

    • Ich finde Ihre Antwort unmöglich , hier geht es um die Gesundheit aller Menschen. Bio heißt nicht immer gesund , das wurde nun ja schon oft debattiert. Es ist egal ob teuer , billig oder Bio wenn diese Kontrollen wegfallen werden auch in diesem Sektor schwarze Schafe geboren ;)

  3. Lebensmittelkontrollen bringen anscheinend nicht soviel ein (an Strafgeld), wieviel sie kosten.
    Anders als bei den Parkgebühren von Politessen…

    • Die Gesundheit ist den Regierenden sch.egal.
      Kratzen viele eher ab, verkürzen sich die Rentenjahre + den Krankenhäusern ist deren Konjunktur nicht in Frage gestellt

  4. Gefährdung von Verbrauchern und nicht von Menschen die Rede. Verbraucher ist ein Gegenstand, eine Sache. BGB 90 – Sachen im Sinne des Gesetzes sind nur körperliche Gegenstände.

  5. Wenn wir jetzt schon anfangen die Lebensmittelkontrollen abzubauen was kommt dann als nächstes ? Wenn unsere Gesundheit keine Rolle mehr spielt dann haben wir die falschen Leute in der Politik sitzen. Warum zu wenig Leute, wir haben so viele Arbeitslose die qualifiziert sind und für den Job gebraucht werden können, warum nicht diese Leute einsetzen? Geld kosten die dem Staat auch so. Den Politikern einfach 10% weniger Gehalt da hätte man schon ein Anfang aber nein der kleine Mann muss wieder büßen. Unmöglich und sowas nennt sich Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz , eine Farce !

    • Die ganze Eu Vision läuft nur auf ein Zuführen seiner Bürger den Finanzkartellen hinaus.
      Ernährung, Gesunderhaltung sind zum lästigen Stiefkind degradiert.

  6. weg mit der ganzen altpartei die schaden nur dem bürger die klöckner ist eh eine doofe kanallie hoffe nach der wahl sind die weg das kann es doch nicht sein keine lebensmittel kontrollen mehr da bekommt man ja angst überhaupt noch was einzukaufen die sind nicht mehr normal in der birne

  7. Es stellt sich doch nur die Frage: Wer wird von wem und wieviel manipuliert. In der Politik geht es häufig nur noch um Lobbyistenbefriedigung, stets zu Lasten des breiten Volkes. Egal wo man hinschaut. Wir leben halt in einer Zeit der Kapitaldikatur, allerdings, demokratisch. Wir dürfen frei wählen, welche der Politiker uns verhökern dürfen. Wenn ein Landwirtschaftsminister in allen Gremien vertreten sein darf, Bauernverband, Futtermittelverband, bei Subventionen mitentscheidet, Fleischverarbeitungsverband, Tierschutz, überall an vorderer Front die Fäden zieht, Interessen Für und Gegen gleichzeitig vertritt, wie nennt man das? Ach so, „Sponsoring“ ist nicht Korruption! Wenn einer soviele Posten vertritt, liegt´s wohl am Personalmangel?

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  • Ernährung Ministerium - Ketogene Ernährung 26. Mai 2019

    […] Gefährdung von Verbrauchern: Landwirtschaftsministerin will Lebensmittelkontrollen abbauen – Dennoch bestreitet das Ministerium eine Verringerung der Kontrolldichte. Schon jetzt finden häufig aufgrund von. […]

  • Gefährdung von Verbrauchern: Landwirtschaftsministerin will Lebensmittelkontrollen abbauen - Leserbriefe 26. Mai 2019

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