in Wirtschaft

Die große Enteignung läuft, meinen Kritiker der Politik der EZB, der Europäischen Zentralbank EZB. Wie fast schon erwartet hat die EZB bei ihrer jüngsten Sitzung darauf verzichtet, die Zinsen anzuheben. Sie hält an ihrem „ultralockeren geldpolitischen Kurs“ fest, der letztlich das Geld – hier den Euro – entwertet.

Hauptzinssatz bei 0,00 %

Der sogenannte Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte liegt damit noch immer bei 0,00 %. Banken, die Geld bei der EZB lagern, müssen dafür Strafzinsen von 0,5 % berappen. Damit haben die Zinsen praktisch noch immer den Charakter von Negativzinsen für Bankkunden. Denn Geschäftsbanken gehen weiterhin dazu über, die Gebühren für private Kunden zu erhöhen.

Girokonten, die nichts kosten, sind in Deutschland etwa praktisch nicht mehr vorhanden. Das Ende der Zinssenkungen und der Gebührenerhöhungen ist noch immer nicht in Sicht. Die EZB erwartet aktuell dem eigenen Ausblick nach, dass die Leitzinsen auf dem derzeitigen Niveau bleiben würden, bis sichtbar werde, dass die Inflationsperspektiven in Richtung von 2 % gingen. 2 % Inflationsrate pro Jahr sind das erklärte geldpolitische Ziel der EZB.

Die jüngsten Beschlüsse hat die EZB damit ergänzt, dass sie im Rahmen ihrer „Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP)“ Geld in den Markt investiert, vornehmlich in Staats- und Unternehmensanleihen. Das Programm umfasst ein Volumen in Höhe von 1,35 Billionen € und verstößt nach Meinung von Kritikern gegen die Gründungsvereinbarungen der EU.

Das Programm selbst soll bis Ende Juni 2021 weiter laufen und ggf. verlängert werden. Das wird die EZB anhand der Entwicklung der Corona-Pandemie entscheiden, heißt es. Für private Haushalt entspricht das Programm im Kern einer Enteignung – eine Inflationierung wird folgen, Steuererhöhungen sind bereits angekündigt. Zu Ihrem Schutzprogramm klicken Sie hier.

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17 Kommentare

  1. Wer sich noch daran erinnern kann, versucht die japanische Notenbank seit Jahrzehnten Inflation im Land herbeizuführen. Ohne Ergebnis! Mich hatte es Anfang 2000 stark gewundert, dass nun die FED, und einige Jahre später auch die EZB, diesen gleichen japanischen Weg einschlagen. Wie die Jahre nun gezeigt haben, bleiben auch ihre Inflationsziele unerfüllte Träumereien. Sind die alle blöd? Nur weil irgendwann mal einer den Nobelpreis dafür bekommen hat, der angeblich glaubte die Inflation verstanden zu haben und diese her- und wegzaubern könne, je nach Wunsch der Politiker, halten die heutigen Notenbanker an dieser These wie verblödete Kiffer fest. Alle Inflationspäpste werden Unrecht behalten. Im Welt Kommunismus kann es keine Inflation geben

    • Inflation ist die Aufblähung der Geldmenge und diese ist exorbitant. Das, was allgemein unter Inflation verstanden wird, ist schon die Folge, nämlich die Preisinflation. Das Heimtückische und Verwirrende ist, dass sich die Inflation nicht sofort und auch nicht gleichmäßig in allen Preisen niederschlägt. Die großen Profiteure des neu geschaffenen „Geldes“ sind die Erstbezieher. Diese armen Schlucker kennen den wahren Wert des virtuellen Geldes – er liegt bei gleich null – und wandeln es daher in echte Werte (Immobilien, Aktien, Unternehmen, etc.) um. Die Preisinfaltion wirkte sich daher besonders in diesen Assets aus und blieb relativ moderat bei den Gütern. Das wird sich jetzt ändern und könnte auch – für viele überraschend hoch ausfallen.

      • Genau das bezweifele ich! Inflation entsteht nicht durch Geldflutung, wie es in den Lehrbüchern der Volkswirte steht, nur weil einer glaubte die Zusammenhänge der Inflation verstanden zu haben. Inflation ensteht m.E. genau dann, wenn Geld knapp wird und mehr Nachfrage nach Produkten entsteht als Angebot. Die Zinsen müssen rauf, damit wir endlich Inflation zu spüren bekommen. Man denke an die preistreibende Ölkrise der 70 ger Jahre. Ölhahn zu, … nicht genug für alle und schon steigt der Preis. Folglich auch alles was am Öl dran hängt. Et voilà, das ist Inflation! Alles wird teurer, weil alles transportiert werden muss (nur als Beispiel). Heute gibt es aber alles Waren im Überfluss, da viel zu viel Geld vorhanden ist. Folge? Keine Inflat.

        • Bisher hat die Geldflut noch nie Inflation erzeugt. Das steht auch in meinem Lehrbuch, mit einer Hoffnung geschmückt.
          Dahinter steckt eine Umverteilungsorgie und Verschmelzung kleiner Betriebe mit den Konzernen. Corporatismus.

          Die Realwirtschaft hemmt den Preisauftrieb. Man denke an die Kaufhaus- und Supermarktketten. Rewe, die zweitgrößte Supermarktkette in Deutschland, wirbt zur Zeit mit einer Pressenkung von 5000 Produkten.

          In die Ketten sind Sperren eingebaut. Der Anbieter muß sein Produkt zu dem Preis verkaufen, welchen ihm der Markt vorschreibt.

        • 2. Der Corporatismus ist ein Verschmelzungprozeß. Gegen die Supermärkte kann ein Einzelhändler nicht anstinken. Geht er hopps, füllt die Lücke der Supermarkt aus.

          Die Wirtschaftspolitik ist von Günter Rexrodt umgestellt worden von nachfrageorientiert auf angebotsorientiert. Dafür wurden Verbraucherschutzgesetze gelockert und die Konzerne bekamen Sonderrechte. Versuche mal jemand gegen die Telekom zu klagen. Das Richterurteil steht fest: anderfalls würde ein Präzedenzfall geschaffen. Und das will ja keiner.

          Der Corporatismus hat in die großen Wirtschaftszonen Einzug gehalten; er kann billiger produzieren, hält sich nicht mit Umweltschutz und Humanismus auf und alle anderen Staaten mußten sich danach richten.

        • Natürlich entsteht mit der Nullzinspolitik eine gewaltige Finanzblase. Aber die wird genutzt, um sich genau da einzukaufen, worauf der Staat seine Macht begründet, Energiekonzerne, Ländereien, Immobilien, Flughäfen, Infrastruktur, Häfen, .. So entsteht der Staat im Staate.

          EUR-Lex – l26041 – EN – EUR-Lex

          • Das hast Du sehr schön erklärt. Genau so ist es! Und am Ende steht der eine „Weltkonzern“, der alles herstellt, jeden beliefert und das Sagen hat.
            Eine Art Weltkommunismus, oder nenne es auch den Staat im Staat. Das ist letztendlich das Gleiche, global gesehen.
            Ich hoffe nur, dass immer mehr Leute dies erkennen, wie Trump, und ihn dabei unterstützen, um dieses Treiben aufzuweichen. Trump hat mischt ja schon mächtig auf! Einige flattern wie die aufgeregten Hühner herum.

        • Es ist überhaupt nicht so schwierig, Herr Grosse, wenn man den kleinen aber wesentlichen Unterschied zwischen Inflation und Preisinflation beachtet. Sobald die Geldmenge erhöht wird, ist die Inflation schon passiert. Die Geldmengenerhöhung ist wirtschaftlich nicht nur nicht notwendig sondern immer schädlich. Während jedoch die Erhöhung der Geldmenge kurzfristig positive Auswirkungen zeigt, werden die negativen Spätfolgen zunächst gar nicht beachtet. Durch den gewaltigen technologischen Fortschritt sowie durch interventionistische Maßnahmen einiger Konzerne konnte die Preisinflation (die Folge von Inflation) bis jetzt bei den Güterpreisen moderat gehalten werden.
          Entgegen den vielen Behauptungen wird es den Geldmanipulatoren nicht gelingen

  2. Jedes Kind kann das verstehen. Die Welt mit ihrem Finanzsystem ist wie ein Monopoly Spiel. Heute sind wir etwa da, wo ein Monopoly Spiel beginnt langweilig zu werden. Einer hat Geld wie Heu, und die anderen lassen anschreiben, oder die Bank schenkt ihnen einfach mal außer planmäßig und gegen die Spielregeln etwas Geld. Da landet eh wieder bei der nächsten Runde früher oder später bei den Reichen. Es wird schon über Grundrente, Grundeinkommen, Massenpleiten (wg. Corona), Zensur, usw. geredet und das geht immer weiter, bis jeder Welt Bürger sein Grundeinkommen erhält (ohne Arbeit!). Wer arbeitet bekommt etwas mehr. Die Welt hat Geld ohne Ende, „Schulden“ wird der Duden bald nicht mehr führen: kennt keiner mehr! Alle sind verblödet.

    • Zur Erinnerung an die Verantwortlichen der Bundesregierung und EZB und der Notenbanken:
      „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott.
      Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann Gnade euch Gott!“
      (Theodor Körner 1791 – 1813)

      • Ja, Wilhelm, wir sind das Volk und wollen Gerechtigkeit!
        Es ist kaum zu glauben, aber es gab einen österreichischen Herrscher, der die Gerechtigkeit als oberste Maxime erkannte:
        „Gerechtigkeit herrsche, und ginge die Welt darüber zugrunde.“ (Wahlspruch Kaiser Ferdinand I von Habsburg)