in Umwelt

Bayer erschreckt derzeit die Aktionäre und die Finanzwelt. Der Aktienkurs ist massiv nach unten gerutscht. Die Aussichten gelten gerade unter Analysten aus der Aktienwelt als nicht besonders rosig. Das Unternehmen möchte nun 12.000 Stellen weltweit abbauen. Das sind in etwa 10 % der Stellen, die der Konzern weltweit überhaupt hat. In Deutschland trifft es überproportional viele Menschen. Der Konzern beschrieb, dass ein Großteil auf das Pflanzenschutzgeschäft entfalle. Monsanto lässt grüßen.

Bayer verschluckt sich an Monsanto….

Bayer hatte viel Geld für „Monsanto“ bezahlt. Der US-Hersteller des sogenannten Schutzmittels „Glyphosat“ ist in die Schlagzeilen geraten, weil inzwischen ein Gericht einem krebskranken Kläger eine Millionen-Summe als Entschädigung zugesprochen hatte. Der Fall könnte tatsächlich zu einem „Fall“ von Bayer führen. Die Auswirkungen hat ein Schwesterportal ausführlich beschrieben.

Der Konzern könnte „fallen“.

„Ein Gericht in Kalifornien hat den Agrochemie-Konzern Monsanto zu einer Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Watergate.tv berichtete. Der Krebspatient und ehemaliger Hausmeister Dewayne Johnson war an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Als solcher hatte er viel mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup zu tun, das den Stoff Glyphosat enthält. Johnson hatte Monsanto verklagt, weil der Agrochemie-Konzern die Krebsrisiken des Inhaltsstoffes Glyphosat verschleierte.

Monsanto, das nun zu dem deutschen Pharmakonzern Bayer gehört, kündigte bereits an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Egal wie das Urteil beim Berufungsgericht ausgehen wird – klar ist, dass es nun weitere Klagen hageln wird. Schon jetzt soll es tausende weitere Klagen gegen den Konzern geben. Die Rede ist von bis zu 5.000 Klagen. Durch die Übernahme von Monsanto könnte sich das deutsche Unternehmen Bayer größere Schwierigkeiten eingehandelt haben.

Das Gerichtsurteil könnte nun erheblichen Einfluss auf viele weitere Klagen haben, die ähnlich gelagert sind. Johnson wurde von der Kanzlei Baum, Hedlung, Aristei & Goldman PC vertreten. Die Kanzlei vertritt ebenfalls viele der weiteren Kläger gegen Monsanto. Robert Kennedy Junior war als ebenfalls als Klägeranwalt vertreten. Kennedy Jr. hatte zahlreiche Hintergrundinformationen bezüglich der Vertuschungspraktiken von Monsanto herausgefunden. In einem Bericht stellte Kennedy Jr. dar, wie Monsanto Experten, die die Unbedenklichkeit von Roundup untersuchten, dafür bezahlte, die Krebsrisiken zu verharmlosen und gar zu verheimlichen.

Vermeintlich unabhängige Wissenschaftler schrieben Gutachten über die angebliche Unbedenklichkeit von Glyphosat. 2015 war die Internationale Krebsforschungsagentur IARC zu dem Ergebnis gekommen, dass Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einzustufen ist. Dadurch geriet Monsantos Roundup-Markt sowie die Reputation des Konzerns in Gefahr. Ein weiterer Gutachter musste her und geschmiert werden, damit er gegen die Studien der IARC aussagte. Ein unabhängiger Toxikologe und Gutachter wurde von Monsanto entlassen, nachdem er herausfand, dass Glyphosat sogar zu genetischen Veränderungen führen kann. Seine Ergebnisse wurden selbstredend nie veröffentlicht. Bis jetzt.

Durch das Gerichtsurteil kamen viele neue Details über den jahrelangen Betrug Monsantos heraus. Bayer dürfte sich bald einer riesigen Flut von Klagen ausgesetzt sehen. Der Widerstand gegen Chemikalien in der Landwirtschaft wird sicherlich erneut steigen. Was besorgte Bürger rund um den Globus schon lange vermuteten, bestätigt sich nun. Hoffen wir, dass Monsanto/Bayer noch sehr viele Gerichtsverhandlungen wegen Glyphosat verlieren wird.“

Insektensterben: Immer noch wird geleugnet….

Dass die Insekten „massenhaft“ verschwinden, ist inzwischen kein wissenschaftliches Insider-Wissen mehr, sondern in den vergangenen 1,2 Jahren fast zum Allgemeingut geworden. Nun gibt es kritische Stimmen, die behaupten, auch hier werde Panik geschürt. Dem wiederum entgegen Befürworter dieser These, dass sich dies im Alltag belegen lässt. Die Redaktion schließt sich der subjektiven Beobachtung schlicht an. Wer hat sich noch nicht darüber gewundert, dass die Autoscheiben faktisch frei von Insekten sind, die im Sommer und Herbst in früheren Jahren stets die Scheiben geradezu vollklebten?

Das Insektensterben thematisiert jetzt auch „Spektrum.de“ und verweist auf einen regelrechten Zusammenbruch der Insektenbestände. Es fehlte am Geld und am Willen der Politiker, um überhaupt das Artensterben zu reduzieren. Spektrum.de zitiert dafür einen Artikel der „New York Times“, die von einer „Insektenapokalypse“ spricht.

Studie angegriffen….

Die erste bekanntere Studie, eine „Krefelder Studie“, wurde wegen der Messverfahren statistisch noch angegriffen. Der Studie jedoch folgten weitere Studien, die sich mit den schon vorhandenen „Datenreihen“ auseinandersetzten.

So sind Käfer und Nachtfalter in „Naturreservaten“ um 72 % bzw. 54 % reduziert worden, so die NYT. In Schottland wurde in einer „Langzeitstudie“ von 1980 bis 2002 ein „Rückgang an Fluginsekten“ um den Faktor von mehr als 60 % festgestellt. In Puerto Rico haben Forscher festgestellt, dass die „Insektenbiomasse“ im tropischen Regenwald in den zurückliegenden 40 bis 50 Jahren „auf ein Viertel bis ein Sechzigstel“ früherer Bestände gesunken sind. In Kalifornien beschreibt der „Entomologe Arthur Shapiro“, wie die Schmetterlingsbestände sowohl der Art wie auch der Anzahl nach zurückgehen.

Auch in Australien werden ähnliche Beobachtungen gemacht. Zudem sollen weltweit 67 % der „Wirbellosenpopulationen“ verschwunden sein. All dies sind nur Beobachtungen und Studien, die je für sich angezweifelt werden könnten.

Nur: es gibt keine Gegenstudien, die uns bekannt sind. Das Insektensterben ist Realität. Und es wird uns mit hoher Sicherheit stärker treffen als der „Klimawandel“.

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