Achtung, Frau Merkel, Herr Altmaier – wenn Sie Taxi fahren wollen, gibt’s vielleicht keines mehr

Die Pleitewelle kommt – dies ist der Tenor zahlreicher kritischer Berichte und Stellungnahmen durch Experten, die das Maßnahmenpaket in Deutschland schon seit geraumer Zeit kritisieren. Nun haben sich nach der Friseurkette Klier auch weitere Berufsstände in den Medien gemeldet. Die Sorgen scheinen wesentlich größer zu sein, als der Mainstream für gewöhnlich meldet. Dort wurde jüngst ein Funktionär zitiert, wonach es vielleicht gar nicht zur großen Insolvenzwelle komme.

Taxis: Keine Kunden

„Derzeit verlieren wir massenhaft Unternehmen, etliche Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz und damit ihre wirtschaftliche Existenz“, lässt der „Vorstand“ im Verbund mit dem Präsidium des „Bundesverbands Taxi und Mietwagen“ die Regierung in einem offenen Brief wissen.

Die Branche leide nun unter dem Lockdown massiv. Die Lage spitze sich zu. In Berlin sind den Angaben zufolge im laufenden Jahr schon über 1.000 Taxis abgemeldet worden – dauerhaft, so zitiert der „Spiegel“. Wenn es keine weiteren Hilfen mehr geben würde, dürften demnach bis zum Ende des kommenden Jahres in Deutschland 12.000 Unternehmen in die Insolvenz gehen. Dies wiederum betreffe dann 80.000 Arbeitsplätze.

Branchenweit gibt es gut 55.000 Unternehmen und ca. 250.000 Arbeitsplätze. Dieser Rechnung folgend würden also gut 20 % der Firmen aus der Branche in die Insolvenz gehen und sogar mehr als ein Viertel aller Arbeitsplätze verschwinden. Dies dürfte das Ergebnis der zahlreichen Reisebeschränkungen sowie der allgemeinen Wirtschaftskrise sein.

Die Regierung hat bis dato bis auf Unterstützungen, die seit Monaten in verschiedenen Programmen gezahlt werden, keine nennenswerten Beiträge zur Darstellung einer künftigen Volkswirtschaft vorgestellt. Zudem ist noch immer unklar, wer überhaupt die schon ausgezahlten Hilfen (der Bund selbst möchte 2021 noch einmal fast 180 Milliarden Euro Schulden aufnehmen) bezahlen wird. Der Verdacht: Dies trifft über Niedrigstzinsen jeden Haushalt – zudem sind einmalige Vermögensabgaben (unter anderen Namen wie etwa „Soli“) nicht ausgeschlossen.