in Umwelt

Die Diskussion um die Umwelt wird intensiver. Die Demonstrationen gegen den Klimawandel nehmen kein Ende – und dennoch fehlt nach Meinung von Kritikern ein wesentlicher Punkt. Der Fleischkonsum in der Gesellschaft, gerade in Deutschland, ist zu groß. Fleisch erfordert, dass wir Vieh aufziehen, es ahlten und dann füttern. Dies kostet Land, dies kostet Wasser und Nahrungsmittel in größerem Umfang, als Pflanzen benötigten. Deshalb schädigt es unsere Umwelt, heißt es, wenn Fleisch immer stärker nachgefragt wird. Die Ökosysteme insgesamt litten unter dem immensen Verbrauch. Da vor allem Wald als wichtig bei der Bindung von CO-2- erachtet wird, ist die folgende Zerstörung des Waldes eine weitere nachteilige Folge des Fleischkonsums.

Wir dokumentieren einen Bericht, den wir an anderer Stelle verfasst haben.

„Bei der Produktion von Fleisch wird zehnmal mehr Wasser verbraucht als bei der Produktion von Pflanzen. Für die Produktion von 1 Kilo Rindfleisch werden über 15.000 Liter Wasser benötigt. Für die Produktion einer Fleischkalorie werden 30 Getreidekalorien benötigt. Global gibt es rund 150 Milliarden Stück Vieh aber „nur“ 7,2 Milliarden Menschen. Das bedeutete: Das Vieh verursacht einen viel größeren und direkten negativen ökologischen Fußabdruck, als der Mensch. Die Viehzucht verbraucht ein Drittel des in der Landwirtschaft verwendeten Wassers und über 40 Prozent des Getreides auf der Erde. Für die Viehproduktion werden 30 Prozent aller natürlichen Flächen genutzt, die ursprünglich wilde Tiere beherbergten. Die Fleischproduktion ist damit außerdem ein großer Verursacher des global weit fortgeschrittenen Artensterbens.

Amerikaner haben nach den Luxemburgern den höchsten Fleisch-Pro-Kopf-Verbrauch. Die Europäer haben ein Jahrhundert gebraucht, um Fleisch zu jeder Mahlzeit zu essen. Auch in Asien ist dieser Trend zu beobachten. Angesichts der steigenden Bevölkerung in den USA ist der dortige Fleischkonsum bereits jetzt ein großes Problem. Dort beträgt der durchschnittliche Fleischverbrauch pro Jahr über 125 Kilo pro Person und Jahr. In Indien beträgt der jährliche Fleischverbrauch pro Person gerade einmal rund 3 Kilo pro Person. Sollte der Fleischkonsum weiter steigen und die Menschheit nicht endlich umdenken, wären die Folgen für die Umwelt katastrophal.

Die Prognosen sind bereits jetzt besorgniserregend. Um der aktuellen Nachfrage nachkommen zu können, wird das Vieh für die Fleischproduktion vermehrt mit Getreide, anstatt mit Gras gefüttert, damit die Tiere schneller wachsen. Die gesteigerte Getreideproduktion wiederum hat negative Folgen auf die natürlichen Ressourcen und auf die Umwelt, da unter anderem häufig genmanipuliertes Getreide, das mit Pestiziden – zumeist Glyphosat – behandelt wurde, angebaut wird. Dem Vieh werden große Menschen an Antibiotika verabreicht, denn die Massentierhaltung verursacht viele Krankheiten.

Durch die Massentierhaltung wird zudem das Grundwasser massiv verschmutzt. Die Milliarden Tonnen Gülle, die dabei entstehen, sind mit Nitraten und Arzneimittelstückständen belastet. Den größten Anteil an der Nitratbelastung des Grundwassers hat die Landwirtschaft. Nitrat kann im menschlichen Körper zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden. Arzneimittelrückstände wie Antibiotika gelangen ebenfalls ins Grund- und damit ins Trinkwasser und somit in den menschlichen Körper, wo gefährliche Resistenzen gegen Keime erzeugt werden können.

Obwohl die Folgen des Fleischkonsums für die Umwelt und die Gesundheit dokumentiert sind, findet das Thema, vor allem in der Klima- und Umweltdiskussion, kaum Beachtung. Wenn auf der Erde kein Getreide mehr für Viehfutter oder Biokraftstoffe hergestellt würde, könnten jüngsten Studien zufolge 4 Milliarden Menschen zusätzlich – pflanzlich – ernährt werden. Das ist mehr als die Anzahl, bei der sich die Erdbevölkerung voraussichtlich stabilisiert.

Nicht jeder muss deswegen Vegetarier werden. Doch eine teilweise Umstellung der Ernährungsgewohnheiten könnte weitreichende, positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Umstellung auf eine überwiegend pflanzliche ausgewogene Ernährung und einen kleinen Anteil fleischlicher Nahrung würde dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen und die Umwelt zu schonen. Mehr noch, die Umwelt könnte sich wieder erholen und das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten würde erheblich reduziert. Demgegenüber ist die Debatte um den Klimawandel in Deutschland regelrecht hysterisch – mit zahlreichen falschen Argumenten, wie Sie hier lesen.“

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Kommentar

  1. wunderbar, was aber noch gar nicht ausgesprochen wurde und das eigentliche Problem ist, der Mensch atmet und dieses umweltschädigende Verhalten beeinträchtigt die Natur erheblich, der Mensche verursacht auch unendlich viel Gülle die die Umwelt schädigen und ein erhebliches Problem für die Menschen darstellt. Allein durch ein gesetzliches Verbot des Essens und ein Verbot des Atmens wäre die Umwelt um vieles entlastet, da muss man ansetzen.

    Am Rande gesagt: Ich Esse was ich will, ich fahre ein Auto das gern mal 10 Liter Diesel schluckt und mir ist das alles Scheiss egal und das Geschwätze über zu viele Tiere und CO2 ist so sinnlos wie den Menschen erklären zu wollen, dass wir die Fusion in der Sonne bremsen sollen

  2. Ein Mensch, der klar denken kann, versteht sehr wohl, dass Vieh Wasser braucht. Aber bleibt das Wasser im Vieh? Mitnichten. Wasser ist auf der Erde in einem natürlichen Kreislauf, wenn dieser nicht durch den Wetterkrieg/Klimaverschiebung gestört wird. Die einzige Schweinerei, die man beklagen muss, ist die industrielle Tierhaltung und die Propaganda, mit der den Deutschen nur noch die edlen Teile des Fleisches wie Filets und Roastbeef eingebläut werden. Das Schweine nach Spanien zum Schlachten geschafft werden, dort sich in spanischen Schinken verwandeln, das alles was man in Europa nicht mehr verticken kann, nach Afrika geschickt wird, um dort als Gammelfleisch den afrikanischen Markt zu zerstören. Um das ganze dann aufrechtzuerhalten, Regenwälder gerodet werden, um Futter in Monokulturen genverändert mit Glyphosat behandelt, angebaut wird; der Abfall, die Gülle in Deutschland verbleibt und die Böden zerstört. Dabei ist zu beachten, dass auch die Regenwaldrodung den Wasserkreislauf zerstört. Der Mensch ist ein Allesfresser aus seiner Urgeschichte heraus, er braucht also vor allem volles Korn, Hülsenfrüchte und was er früher in der Steinzeit zu sich genommen hat, Hirse und andere solche Getreidearten, aber auch Fleisch um eine gesunde Ernährung zu garantieren. Er braucht aber keine Antibiotika, kein Dioxin und der ganze andere Dreck, der heutzutage ins Essen gerät. Darüber sollten sich die Deutschen Gedanken machen und die Kinder wieder am Freitag in die Schule zwingen um dort mit einem vernünftigen Lehrplan die Wahrheit zu erfahren. Wie kann das geschafft werden? Mit einer volksherrschaftlichen Verfassung.

  3. Einige Passagen des Artikels sind schlüssig. Aber der Großteil ist reine Angstmacherei.
    Sicherlich essen wir zuviel Fleisch. Es ist nicht zwingend notwendig, dass täglich eine Portion Fleisch auf den Tisch kommt.
    Ich esse seit über 60 Jahren sehr wenig Fleisch, kaum Wurst, dafür aber Käse, viel Gemüse, so man das heutige wässrige geschmacklose Zeug noch als solches bezeichnen kann, viel Vollkornprodukte. Niemals habe ich andere Menschen aufgefordert mein Essverhalten zu übernehmen. Wenn ich früher Salat gegessen habe, sagte man mir scherzhaft, dass ich den Tieren alles wegfresse.
    Also jeder sollte mit seiner Fasson glücklich werden. Aber wenn ich ab Anfang Mai bis Ende Oktober so in die Werbeblätter der Geschäfte schaue, dann sehe ich Grillen, Grillen und nochmals Grillen. Neuerdings sind auch „Steaks“ aus Tofu im Angebot. Wenn ich ein „Fleischverweigerer“ bin, warum benenne ich dann das, was ich eigentlich nicht mag, nach dem verhassten Stück Fleisch? Genauso sieht es mit „Wurst“ aus, die aus Sojapampe hergestellt wird.
    Ebenfalls sollte man das Essverhalten der Menschen in Indien oder Afrika nicht mit dem Europas vergleichen. Die würden, wenn sie es sich leisten könnten auch lieber ein Stück Fleisch essen, als ständig irgendwelche Sojaprodukte, die sie sich kaum leisten können.
    Es sollte also jeder das essen, was ihm Spaß macht und nicht dem ganzen Veggy-Trend hinterherlaufen, der in ein paar Jahren vorbei ist, und man dann nur noch Algen und Insekten isst. Guten Appetit.