Globale Erwärmung auf Mars, Pluto und Neptun – Wie ist das möglich?

Medienberichten zufolge hat die NASA herausgefunden, dass auch Mars, Pluto, Jupiter und Neptun seit etwa 14 Jahren einem Klimawandel unterliegen. So sollen die Eispolkappen des Mars geschmolzen und die globale Durchschnittstemperatur auf Pluto, Jupiter, Neptun und Triton (einer der Monde des Neptuns) gestiegen sein. Ist der Klimawandel dort etwa auch durch das anthropogene CO2 verursacht? Vielleicht gibt es ja eine magische Fernwirkung vom anthropogenen CO2 auf alle anderen Planeten unseres Sonnensystems…

Die Temperaturveränderungen auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems lassen nur einen Schluss zu, zu dem derjenige kommt, der sich fragt, was Erde, Mars, Pluto und Neptun gemeinsam haben – nämlich die Sonne! Heißt im Umkehrschluss: Die Sonne ist die wesentliche Ursache der Klimaveränderungen auf allen Planeten in ihrem System.

„Telepolis“ berichtete bereits 2008 von den Wissenschaftlern Bruce West (Chefwissenschaftler im „Mathematical and Information Science Directorate“ des US Army Research Office) und der Physikerin Nicoletta Scafetta von der Duke University. Die beiden haben den Artikel „Sun Blamed for Warming of Earth and Other Worlds“ (Die Sonne ist für die Erwärmung der Erde und anderer Welten verantwortlich) veröffentlicht. Sie sind der Überzeugung, dass die Sonnenaktivität für bis zu 70 Prozent der beobachteten Klimaerwärmung verantwortlich ist. Man habe deren Einfluss unterschätzt. Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass eine Abkühlung in den kommenden Jahren das Klima stabilisieren könnte. Damit würden die Folgen,  die vom IPCC vorhergesagt werden, nicht eintreten,.

2007 berichtete die „Welt“, dass US-Forscher des renommierten internationalen Wissenschaftsmagazins „Nature“ herausgefunden haben, dass der Mars sogar eine noch stärkere Klimaerwärmung mitmacht als die Erde. Allerdings befinden sich auf dem Mars keine Menschen, die die Erwärmung verursachen könnten. Bekanntlich gab es ja Zeiten, in denen es wesentlich wärmer auf der Erde war, als jetzt. Bis vor 34 Millionen Jahren war es sehr warm auf der Erde, es bildete sich gar kein Eis an den Polkappen. Es gab eine lang anhaltende, relativ stabile Wärmeperiode, die etwa eine Million Jahre anhielt. In der Antarktis war es so warm wie in den Tropen.

Die Eispolkappen begannen sich erst vor etwa 13 Millionen Jahren zu bilden. Die Vereisung von Grönland und Nordamerika setzte erst vor etwa drei Millionen Jahren ein, als ein schnellerer Wechsel zwischen Eiszeiten und Warmzeiten begann. Insgesamt war eine globale Tendenz zur Abkühlung erkennbar. Seit 1975 ist mutmaßlich wieder eine tendenzielle Erwärmung auf der Erde, jedoch auch auf anderen Planeten unseres Sonnensystems zu erkennen. Für viele Forscher und Menschen ist es nicht vorstellbar, dass die Sonnenaktivität überwiegend für die Veränderungen der globalen Temperaturen verantwortlich ist und nicht die anthropogenen CO2-Emissionen.

Satellitenmessungen wie beispielsweise von der Raumsonde Odyssee haben gezeigt, dass sich das ganze Sonnensystem erwärmt, nicht nur die Erde. Jay Pasachoff, Professor für Astronomie am Williams College, stellt fest, dass zum Beispiel Plutos globale Erwärmung auf eine Zunahme des Sonnenlichts zurückzuführen ist. Hinzukomme die elliptische Bahn sowie die Rotationsachse des Planeten.

Was für andere Planeten gilt, kann demnach auch auf die Erde angewendet werden. Denn auch die Rotationsachse der Erde verändert sich. Bei ihrer 26.000 Jahre dauernden Umkreisung (ebenfalls in Ellipsenform) um die Zentralsonne unserer Galaxie „taumelt“ die Erde wie ein Kreisel. D. h. die Rotationsachse verschiebt sich in 26.000 Jahren einmal um sich selbst (Präzession der Erde).

Die Inuit, ein indigenes Volk, welches in der Arktis, auf Grönland in Sibirien und in Alaska lebt, macht seit Jahren auf die Veränderungen des Sonnenstands auf der Erde aufmerksam. Die Inuit bemerkten bereits vor Jahren, dass sich die Erdachse verändert haben muss. Auch Forscher sind zu diesem Ergebnis gekommen. Geophysiker des „Jet Propulsion Laboratory“ der NASA im kalifornischen Pasadena beschrieben ein einer Studie, die im Fachjournal „Science Advances“ erschien, dass die Abweichung von der bisherigen Erdrotation sehr deutlich sei. Ihre Daten gewannen die Forscher mit Hilfe der Nasa-Erderkundungsmission „Grace“, deren zwei Satelliten die Erde in rund 300 Kilometern Höhe umkreisen. Wir beschäftigen uns an dieser Stelle weiter mit dem Thema – klicken Sie hier.