Cannabis die Wundermedizin?

Die vermeintlich so gefährliche Droge Cannabis wird als Heilmittel verwendet? Ist Hanf tatsächlich eine Wundermedizin gegen alles? Oder sind das nur Propagandamärchen der Legalisierungsbefürworter?

Die erste schriftliche Angabe über Cannabis in der Medizin geht auf ein 4.700 Jahre altes chinesisches Lehrbuch über Botanik und Heilkunst zurück.Ab dem 16. Jahrhundert fand Cannabis Eingang in die Kräuterbücher und wurde als Opiumersatz verschrieben.Im 19. Jahrhundert wurde es außerdem gegen Migräne, Neuralgie, Epilepsie-ähnliche Krämpfe, Schlafstörungen und anderes eingesetzt.

Marihuana war, bis es im Jahre 1898 Konkurrenz durch Aspirin bekam und es schließlich durch neue synthetischen Arzneimittel abgelöst wurde, in Amerika das am häufigsten benutzte Schmerzmittel. Wegen Dosierungsschwierigkeiten, paradoxen Wirkungen und der Entwicklung synthetischer Medikamente nahmen die Verschreibungen im 20. Jahrhundert ab, bis Cannabis ca. Mitte des 20. Jahrhunderts fast weltweit komplett verboten wurde. Heute ist die medizinische Anwendung von Cannabis in vielen Ländern (sogar einigen Bundesstaaten der USA) wieder erlaubt. In Österreich aber ist es immer noch praktisch unmöglich legal an Cannabis als Medikament heranzukommen!

„Dr. med. Franjo Grotenhermen, Hanf als Medizin:

Der größte Vorteil von Cannabis als Medikament ist seine ungewöhnliche Sicherheit. Das Verhältnis von tödlicher zu wirksamer Dosis beträgt nach Schätzungen anhand von Tierversuchsdaten bei oraler Aufnahme 20.000 zu 1, mindestens jedoch 1.000 zu 1.

Es gibt keinen zuverlässigen Hinweis für den Tod eines Menschen durch Marihuana-Konsum. Cannabis hat den Vorteil, keine physiologischen Funktionen zu stören oder Organe zu schädigen, wenn es in therapeutischer Dosierung eingenommen wird.“

Die Wahrheit ist : Ein Allheilmittel ist Cannabis natürlich nicht, es gibt heute aber sehr viele Anwendungsbereiche, wo Cannabis eine effektive und nebenwirkungsarme Medizin darstellt. Was aber einige Pharma Konzerne stören dürfte.