Wusste Israel etwas über 9/11?

Auch nach 15.5 Jahren ist das Thema 9/11 noch längst nicht abgeschlossen, geschweige denn vergessen.

Erst kürzlich hat ein Gericht in New York ein Urteil gegen den Iran verhängt, weil „Iran sich nicht gegen die Vorwürfe verteidigt hat“ und somit zu einer Geldstrafe über 10.5 Milliarden US-Dollar verklagt wurde. Dieses Urteil an sich ist schon lächerlich, aber die Begründung ist einfach nur noch grotesk. Während also Iran zu einer Milliardenklage verklagt wurde, die vermutlich als Vorwand von Neocons und Kriegstreiber benutzt wird um weitere Sanktionen zu verlangen, halten sich dieselben äusserst bedeckt wenn es um die Rolle von Saudi Arabien oder auch Israel geht.

Wer sich selbst ein bisschen über dieses Thema informieren möchte, der wird auf hunderte Internetseiten und Gemeinschaften treffen, die sich alle zumindest in einem Punkt einig sind: es war nicht so wie es die offizielle Darstellung gerne hätte. Alles weitere ist natürlich Gegenstand von Spekulationen, solange die geheimen Dokumente der Geheimdienste und der Untersuchungskommission unter Verschluss bleiben.

Was mich aber selbst überrascht und seitdem nie gänzlich in Ruhe gelassen hat, ist das, was ich vor ein paar Jahren auf der FBI-Seite unter Osama bin Laden zum Thema Terroranschläge von New York und Washington gefunden habe: nämlich gar nichts. Selbst wenn man heute (Stand 21.03.16) die FBI-Seite besucht, findet man lediglich den Hinweis, dass Osama bin Laden „verstorben“ ist. Es kann sich also nicht um einen internen Fehler handeln, der sich irgendwie über einen gewissen Zeitraum unbemerkt eingeschlichen hat.

Wovon ich spreche, ist die Tatsache, dass der Mann, der angeblich diese Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington geplant haben soll, vom FBI nie deswegen gesucht wurde. Bin Laden wurde offiziell wegen seiner Rolle bei den Simultananschlägen vom 7. August 1998 in Dar es Salaam/Tanzania und Nairobi/Kenia gesucht. Aber nicht wegen 9/11. Wie kann das sein?

Laut Auskunft auf eine entsprechende Anfrage im Jahr 2006, in welcher Rex Tomb, zu diesem Zeitpunkt zuständiger Mann für die Öffentlichkeitsarbeit beim FBI, das Offensichtliche aussprach:

„Der Grund weshalb 9/11 nicht auf Usama bin Laden`s Most Wanted Seite erscheint, ist der, dass das FBI keine harten Beweise hat, um Bin Laden mit 9/11 in Verbindung zu bringen.“

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: das FBI hatte selbst 5 Jahre nach 9/11 keine „harten Beweise“, um den Mann mit den Anschlägen in Verbindung zu bringen, den man beschuldigt hat und der als Grund genannt wurde, in den Krieg gegen Afghanistan und Irak zu ziehen!

Dafür hat das FBI eine andere Sensation untersucht und wurde dabei allem Anschein nach von „ganz oben“ daran gehindert, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Es geht dabei um die Frage, welche Rolle Israel bei diesen Anschlägen gespielt hat, beziehungsweise wieviel der israelische Geheimdienst Mossad im Vorfeld darüber gewusst hat.

Die Polizei in New Jersey verhaftete  am Tag der Anschläge fünf israelische Staatsbürger, nachdem sie einen Hinweis erhalten hatte, drei Männer würden auf dem Dach eines Vans mit Freude den Einsturz der zwei Türme des World Trade Centers filmen. Nach 40 Tagen in Einzelhaft handelten die Regierungen der USA und Israels einen Deal aus und die inhaftierten Israelis wurden des Landes verwiesen. Das FBI beendete ihre Untersuchung mit der fragwürdigen Erklärung, dass die „fünf Israelis höchstwahrscheinlich keine Vorkenntnis über die WTC-Anschläge hatte“.

Obwohl alle inhaftierten Personen während der Untersuchung immer wieder betonten, sie wären keine Mossad Agenten, tauchten laut FBI-Bericht zwei der Inhaftierten (Namen wurden gestrichen) auf einer Liste von ausländischen Agenten des National Intelligence Database auf. Das legt den Schluss nahe, dass es sich dabei um Mossad Agenten gehandelt hat.

Auch die Frage weshalb sie in den USA wären und weshalb sie die einstürzenden Türme gefilmt haben, beantworteten die fünf Israelis abweichend. Aber als sie sicher nach Israel zurückgekehrt sind, gaben drei von ihnen ein Interview bei einem TV-Sender, wo Oded Ellner zugab,  „Zweck“ der Reise sei die „Dokumentation des Zwischenfalls“ gewesen.

Ist es daher nicht interessant, dass sich der Richter in New York nicht um solche Ungereimtheiten gekümmert hat, die die „Alliierten“ Saudi Arabien und Israel betraf, sondern ein Land verklagt hat, das erst gerade wieder versucht mit Amerika einigermassen ins Reine zu kommen?