in Politik

Neulich gab Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer der Reden vor den Kammern des britischen Parlaments eine denkwürdige Erklärung ab, siehe Spiegel:

Deutliche Worte von der Bundeskanzlerin: Europa stehe der Ukraine bei, “wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu schützen”, sagte Angela Merkel am Donnerstag in einer Rede in London.

Ein harmloser Satz – wenn er nicht in einem Kontext erschienen wäre, der ihn zu einer versteckten Kriegserklärung an Russland machen würde. Wer hätte das gedacht: zum Jahrestag des ersten Weltkrieges – den damals niemand für möglich gehalten hat – steht die Welt am Rande eines neuen Krieges. Geht nur noch ein wenig fehl, liegen europäische Männer sich wieder in Schützengräben gegenüber.

Wir kennen die Geschichte: „gute“ Oppositionelle gegen „böse“ Diktatoren, Politik verwandelt sich in unserer Zeit regelmäßig in kleine Märchenstunden, in denen es um den Kampf hehrer Ritter gegen böse Drachen geht, einen Kampf, zu dem niemand „Nein“ sagen kann. Vorbei die Zeiten, in denen man noch wusste, dass „gut“ und „böse“ sehr relative Werte sind, weil Geschichte vor allem von Siegern geschrieben wird.

Was glauben Sie, wie die Geschichtsbücher über das Dritte Reich geschrieben hätten, wenn die den Krieg zu einem friedlichen Ende geführt hätten? Da wäre von „notwendigen Sozialreformen“ die Rede gewesen, von einem „legitimen Zurechtstutzen der Auswüchse der Demokratie und des Sozialstaates“, von einer Entlastung der Volkswirtschaft von „Kosten auf zwei Beinen“, „Parasiten“ und „Schmarotzern“ – wir kennen solche Sprüche aus den Nachrichten des 21. Jahrhunderts.

Und die Juden?

Würden mit keinem Wort erwähnt werden, wetten?

Ein Beispiel

Innerhalb weniger Jahrhunderte löschten Siedler aus Europa die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents nahezu vollkommen aus, 500 Nationen wurden vollständig vernichtet, ihre Medizinmänner gezielt getötet, ihre Heimat geraubt, ihre Goldschätze geplündert und weggeschafft. Man verseuchte ihre Lager mit Decken von Pestkranken – der erste Krieg mit biologischen Massenvernichtungswaffen wurde durch Briten in den USA geführt, später kippte man den überlebenden, dahinvegetierenden Stämmen Atommüll in die Wasserquellen – verglichen damit war der gewählte ukrainische Präsident Janukowitsch ein armes Waisenkind.

Hören wir von diesen Gräueltaten noch etwas? Sie setzen sich bis auf den heutigen Tag fort, doch es interessiert niemanden.

Die USA haben den Krieg gewonnen – also schreiben sie die Geschichte.

Nur noch schattenhaft ist in Erinnerung, dass diese Kultur der Räuberei auch die Sklaverei in einem äußerst exzessiven Ausmaß betrieben hat. Mindestens 10 Millionen Afrikaner sind ihr zum Opfer gefallen. Was haben wir aber geschichtlich in Erinnerung?

„Abraham Lincoln hat die Sklaven befreit!“

Schauen wir aber mal genauer hin, wird auch dieser Triumph der Menschlichkeit schal. In Wirklichkeit wurde nur die Verwertbarkeit von Menschen gesteigert. Für den Plantagenbesitzer waren Sklaven Eigentum, Besitz, um den man sich auch im Alter kümmern musste. Zudem lebte man mit diesen Menschen auf engstem Raum zusammen … so etwas verbindet sogar Feinde. Der Fabrikbesitzer jedoch mietete diese Sklaven für eine kurze Zeit und schmiß sie fort („Entlassung“ ist das schöne Wort dafür), wenn sie nicht mehr die geforderten Gewinne für ihn erwirtschafteten: das war insgesamt kostengünstiger.

Wofür kämpften eigentlich die armen Weißen aus den Südstaaten? Für die Sklaverei?

Nicht ganz. Sie kämpften nicht für etwas, sondern gegen etwas: gegen die Kultur der Banken und Eisenbahnen. Heute nennen wir das Banken und Globalisierung – und haben ebenfalls Probleme damit, denn die Behandlung der arbeitenden Schicht der Bevölkerung durch die absahnende Schicht hat sich nicht sonderlich verbessert.

Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang einen Mann vorstellen, den Sie wahrscheinlich nicht kennen: Kasernen und Panzer sind nach ihm benannt, er ist ein Held der US-Armee – und Erfinder der „verbrannten Erde“, die er zuerst gegen „weiße“ in den Südstaaten angewandt hatte … und deshalb sehr gefürchtet war: General Phillip Sheridan! Wikipedia beschreibt seine Arbeit treffend:

In seinem Einsatz gegen indianische Völker ließ er die Grundlage ihrer Existenzweise, die Büffelherden, systematisch vernichten und Dörfer niederbrennen. Er war u.a. verantwortlich für den Überfall auf das Indianerdorf am Washita am 27. November 1868, bei dem die schlafenden Indianer überfallen und 100 Cheyenne zusammen mit Frauen und Kindern getötet wurden.

Ein Held, oder? Eine Kaserne auf deutschem Boden wurde nach ihm benannt – nach einem Massenmörder: die Sheridan-Kaserne bei Augsburg. Passend, dass in der Halle 116 dieser Kaserne ursprünglich ein Außenlager von Dachau existierte, welches der Firma Messerschmidt Zwangsarbeiter lieferte.

Die Kultur, die den Massen- und Kindermörder Sheridan feiert, ist heute Leitkultur des europäischen Raumes, kein einziges Wort der Kritik wird laut – im Gegenteil: die NSA-Affäre hat gezeigt, dass unsere Politiker bereit sind, sich vollständig unterzuordnen – der Antrittsbesuch des Frank-Walter Steinmeier in Washington ist geprägt von dieser demütigen, devoten Haltung (siehe Spiegel).

Diese Kultur hat sich seit 1868 auch nicht groß geändert

Nehmen wir ein weiteres Beispiel: den Zweiten Weltkrieg. Wir kennen die Geschichte der Sieger: „böser“ Hitler gegen „gute“ Welt. Nun – der Herr Hitler hat sich nun – wie manch andere Psychopathen der Weltgeschichte – viel Mühe gegeben, wirklich böse zu erscheinen: in Punkto Massenmord stand er den USA in nichts nach, ebensowenig in Punkto Sklaverei. Seine Indianer waren Juden, seine Neger raubte er als Zwangsarbeiter in ganz Europa zusammen. Zudem verfeinerte er die Vernichtungsmethoden der westlichen Welt und führte die industrielle Massenvernichtung von politischen Gegnern  und unliebsamen Zeitgenossen ein, setzte somit einen wichtigen Impuls für den zukünftigen Verlauf der Menschheitsgeschichte, die wir uns zu Zeiten der Aufklärung noch ganz anders vorgestellt hatten.

Wir dachten damals – als in Amerika noch Neger und Indianer in Massen vernichtet wurden – dass die Demokratie uns ewigen Frieden bringen würde … aber dem war nicht so. Der erste Weltkrieg war noch als Unfall verbucht worden, als der letzte Krieg, der jemals geführt werden wird, 25 Jahre später kam der nächste, der noch größer war. In jenem Krieg kam es zu denkwürdigen Erscheinungen, die nie diskutiert wurden, weil die Sieger keinen Wert darauf legten.

Der Zweite Weltkrieg war – ganz im Sinne Sheridans – ein Krieg der verbrannten Erde gegen die Zivilbevölkerung. Sicher, Hitler hatte Guernica und Coventry bombadiert, aber – bitte schön – das war HITLER. Der „böse“. Von dem erwartet man so etwas. Warum aber haben es die bestehenden Demokratien in Großbritannien und den USA ihm nachgemacht? Zeichnet es uns nicht gerade aus, das wir „anders“ sind – und keine Psychopathen in Führungspositionen dulden? Wie ist es zu erklären, dass der böse Hitler auf den Einsatz biologischer und chemischer Massenvernichtungswaffen verzichtet hat, während die „guten“ Demokratien kein Problem mit dem Einsatz von Brand- und Atombomben gegen Zivilisten hatten?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz entscheidend für unsere Zukunft, denn wir stehen im Jahre 2014 wieder vor dem Abgrund eines Krieges. Wie 1914 hat Europa eine lange, friedliche Phase hinter sich, wie 1914 dachte man, dass die Bestie Krieg endlich besiegt worden wäre … jedenfalls in Europa. Gut: 1914 hatte man noch Monarchie und Aristokratie, eine Schicht von Menschen, die sehr viel Wirtschaftsmacht in den Händen hielten, mit denen sie jederzeit enormen Druck auf die dann hungernde Bevölkerung ausüben konnten, sie konnten jederzeit jedermann von der Nahrungsmittelversorgung abschneiden und ihn zu mit Gewalt zum Gehorsam zwingen – deshalb haben wir diese Form der Gesellschaftsordnung ja auch abgeschafft.

1939 waren es Demokratien, die den Krieg erklärten. Aus guten Gründen, die ich gar nicht in Zweifel ziehen möchte – mich wundern nur die Methoden, die – was die Kriegsführung betraf – sich nicht von denen des Diktators unterschieden (mal abgesehen von dem Einsatz von Atombomben gegen Zivilisten). Ebensowenig wird diskutiert, dass der Krieg ein Vernichtungskrieg war – anders, als bei kriegerischen Auseinandersetzungen bis dahin üblich, wäre eine Kapitulation nicht akzeptiert worden. Mag sein, dass die außergewöhnliche Bestialität eines Hitler solche Maßnahmen rechtfertigt – aber der sinnlose Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung verunsichert da zusehends – auch weil er sich aktuell als sich weltweit ausweitender Drohnenkrieg fortzusetzen scheint.

Was beunruhigt, ist: die wilde Jagd der verbrannten Erde des Philliph Sheridan scheint noch nicht zu Ende zu sein. Im Gegenteil – sie überzieht inzwischen den ganzen Globus mit Krieg.

Hatten wir nicht auf endlosen Frieden gehofft, als endlich der kalte Krieg vorüber war? Was gab es da auch noch zu bekämpfen: die Kommunisten waren fort, Russland wurde friedliche Demokratie, vorbei die Bedrohung durch die riesigen Panzermassen der Roten Armee, vorbei die Bedrohung durch eine Gesellschaftsform, die unbegrenztes Privateigentum nicht sonderlich schätzt und auch der Allmacht der Privatwirtschaft skeptisch gegenüberstand: es gab wirklich keinen Grund mehr, da noch an Krieg zu denken.

Und trotzdem kann es sein, dass noch im März die Prophezeiungen von Wahrsagern Realität werden und ein weiterer großer europäischer Krieg ausgefochten wird … weil der Geist von Phillip Sheridan immer noch durch die Welt zieht und „Russen“ ebenso wie „Neger“ und „Indianer“ vernichtet gehören – oder „Islamisten“. Ja: ich habe nicht vergessen, dass – nach offizieller Lesart – Osama bin Laden durch ein Killerkommando der J-Soc im Ausland hingerichtet wurde. Demokratien zeichnen sich eigentlich dadurch aus, dass selbst Massenmördern faire Gerichtsprozesse gewährt werden. Die Meinung von Angela Merkel dazu hat der Stern für die Nachwelt erhalten:

„Ich bin heute ersteinmal hier, um zu sagen: Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.

Demokratien nehmen auch Rücksicht auf ihre Gegner und wissen, dass man Menschen nicht mit dem Rücken an die Wand drückt … allein schon, weil die dann unberechenbar werden. Man weiß auch genau, was man Russland gerade antut, siehe Spiegel:

Es geht längst nicht nur um ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und auch nicht nur um die Zukunft eines von Korruptionsvorwürfen umwitterten Präsidenten. Es geht um Geopolitik, darum, welche Machtzentren in Europa und dem eurasischen Raum dominieren.

Ausdrücklich weist das Online-Magazin auf den ehemaligen russischen Ministerpräsidenten Jegor Gaidar hin, der 2008 in einem „Hintergrundgespräch“ angedeutet hat, wann Russland mit dem Rücken zur Wand stehen wird:

Wer die Ukraine in die Nato führen wolle wie der damalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko, übersehe, dass Russland damit im Ernstfall nicht mehr verteidigungsfähig sei. Man solle, so der Rat des erfahrenen Politikers, davon lieber die Finger lassen.

In diese Situation – nach dem Russland seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt hat – garantiert Angela Merkel die „Freiheit“ der Ukraine … was bedeutet, dass man die legitimen Interessen Russlands ignorant beiseite schiebt.

Richten wir unser Augenmerk auf seltsame Randerscheinungen der aktuellen Eskalation, in der die deutsche Bundeskanzlerin so weit vorgewagt hat, dass man – mit nur wenig Mühe – neue Panzerschlachten um Kursk erahnen kann.

Deutsche Journalisten haben in erster Linie beobachtet, dass die Truppen Janukowitschs mit Gummigeschossen arbeiteten, während die „Rebellen“ scharf schossen (siehe Nachrichtenspiegel), die Toten von Kiew zeigten auch Schusswunden von Jagdwaffen (siehe Neopresse), es gibt eine für Demokratien erstaunlich kritiklose Allianz mit offen agierenden faschistischen Kräften in der Ukraine (siehe Neopresse) während die Medien erstaunlich einseitig berichten (siehe Neopresse) – nach einer Schablone, die wir schon aus dem Irak, aus Grenada, aus Somalia, dem Jemen, dem Iran, Pakistan oder Afghanistan kennen und die uns auch Prozesse in Tunesien, Ägypten, Lybien und Syrien erklären sollte … was eben zu jenem Paradoxon führte, das Korrespondenten zwar selber erlebten, wie die Opposition gezielt scharf schoß und die brutale Berkut mit Gummigeschossen antwortete, aber in ihren Artikeln nur die tödlichen Schüsse der Scharfschützen der Regierung angriff.

Denke wir uns für einen kurzen Moment ein anderes Szenario. Nehmen wir einfach mal an, nächste Woche stürmen hunderttausend bezahlte Demonstranten Berlin, ein paar hundert Bewaffnete aus dem politisch rechtsextremen Spektrum erobern Kanzleramt und Bundestag: würde uns wirklich interessieren, für welche Ziele sie das tun? Würden wir – als Demokratie – dies wirklich so einfach hinnehmen … und auch nur mit Wasserwerfern arbeiten?

Ich erinnere an einen Zwischenfall während der Blockupy-Demos in Frankfurt …. und einen kleinen Dialog zwischen Bürgern und Polizei, veröffentlicht in der Frankfurter Rundschau:

Ob der Polizist denn Angst vor ihm habe, will der junge Mann wissen. „Nein, wenn Sie mich angreifen, erschieße ich Sie“, blafft der Beamte. „Eine Kugel zwischen die Augen, und gut is‘.“

Deutschland 2013 – eine Demokratie, „Freund und Helfer“ im Dialog mit dem Bürger. Da auch wir Siegergeschichte auswendig lernen, beurteilen wir diesen kleinen Moment anders als jene in der Ukraine.

Dort geht es immerhin um die engültige Auslöschung der „roten Gefahr“ – darin sind die Cowboys Meister.

Es wird langsam Zeit, dass wir uns ganz gezielt darüber Gedanken machen, was in unseren „Demokratien“ eigentlich falsch läuft.

Kann es sein, dass dies nur der Aufkleber auf unserem Gesellschaftspaket ist – wir aber im Inneren noch etwas ganz anderes als gestaltende Kraft wirken haben … etwas, über das man so wenig spricht wie über die weiter laufenden Völkermorde an den Indianern, Negern und Islamisten?

Die Antwort auf diese Frage scheint nicht unwichtig – möglicherweise befinden wir uns wieder am Vorabend eines großartigen Völkerschlachtens, zu dem Angela Merkel jetzt in London schon mal eine Beistandserklärung für die teilweise extrem rechtsradikalen „Revolutionäre“ abgegeben hat.

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Kommentar

33 Kommentare

  1. Die gleichen Verbrechersyndikate die seit Generationen die Völker aufeinander hetzen, sind dabei , ein neues globales Inferno zu organisieren. Wer behauptet der Westen hat das Monopol auf Demokratie und Meinungsfreiheit irrt gewaltig. Wenn Sie ein unbedeutender Penner sind dann dürfen Sie auf jeden Platz ihre Meinung kundtun. Sind Sie aber dabei, gleichgesinnte Bürger zu organisieren um Volkbefragungen durchzusetzen, ungebremste Zuwanderung, bedenklicher Nahrungskontaminierung mit gefährlichen Zusatzstoffen zu verhindern, dann werden Sie schnell die Arroganz der Macht zu spüren bekommen. Die betrügerische Hochfinanz hat keine Hemmungen sich mit Extremisten zu verbünden um mit Bürgerkriegen und auch größeren Kriegen die Welt neu zu ordnen.

  2. Wir Bürger in Deutschland dürfen weder abstimmen ob wir in der USrael dominierten Nato verbleiben und wie lange noch US Truppen in der BRD stationiert werden. Wir Bürger in Deutschland müssen eine Zuwanderung erdulden von Menschen die ihre Heimat siehe Syrien verloren haben nachdem USrael brutale Bürgerkriege entfesselt hat. Unsere Sozialsysteme werden torpediert durch Massenzuwanderung von Armutsflüchtlingen auch aus EU Länder wo die einheimischen Oligarchen und die global agierende israelitisch geprägte Hochfinanz schon Kahlschlag betrieben hat. Soros, Shelton Adelson und auch Karstadt,,Retter“ Bergruen sind typische Vertreter die Regierungen unterwandern, erpressen und je nach Bedarf austauschen.

  3. Die Maidan Bewegung wäre für Russland kein Problem wenn die Ukrainer ihre Politiker durch faire Wahlen austauschen. Wenn der Sohn des Ex Präsidenten durch privatisiertes Kohle Exportmonopol ca. 830 Millionen Dollar ergaunert hat ,dann muss er genau wie die ukrainisch folkloristisch frisierte Gas Prinzessin Julia Timoschenko bestraft werden. Doch die Ukrainer werden garantiert nicht abstimmen dürfen ob EU und Nato ihr Land total annektiert und zum Frontstaat kontra Russland ausbaut. Wer die Baustellen der EU kennt muss schon sein Land hassen um mit Bürgerkrieg das Terrain vorzubereiten für Monsantos, Massenarbeitslosigkeit und Kriegs vorbereitende Vasallen Dienste.

    • Ja – schon seltsam. Volksbefragungen zum Thema Nato und EU sind nicht vorgesehen … das macht eine kleine Gruppe um den „Banker“ Jazenjuk ganz allein. Sie moblilisieren ja auch ganz allein die Armee … ohne das Volk zu fragen. Was aber vom Volk verlangt wird, sind schon jetzt „harte Einschnitte“ … bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 260 Euro. Was will man den Menschen dort eigentlich noch nehmen?

        • @Mario Schweitzer: sicher, darum ging es. Die Enthüllungen um die Neonaziclique, die als ukrainische Regierung fast einen Weltkrieg vom Zaun gebrochen hätten, werden ja immer dramatischer. Aber: der Spruch ist gut. Der wäre mir fast entgangen. Danke.

  4. Einige ukrainische Nationalisten sind die größten Idioten die nicht erkennen, das ihr russisches slawisches Brudervolk niemals ein Interesse hat die Ukrainer zu unterjochen. Das ist eine große Tragödie das die Slawen es nie verstanden haben ihre Interessen zu bündeln und ob Polen, Serben ,Bulgaren ,Ukrainer und auch die Russen wurden oft von ausländischen Mächten infiltriert und bekriegten sich sogar wie 1919-1921 im Polnisch Ukrainischen Krieg. Wenn die Ukrainer erkennen das die EU kein Wohlfahrtsamt und die Nato keine harmlose Pfadfindertruppe ist, dann dürfte es zu spät sein. Es lebe die freie Ukraine ohne Nato und das großartige Russland . Usrael soll an seinen eigenen Problemen verrotten und nicht die ganze Welt in den Abgrund reißen.

  5. Die Frage, wie die heutige Geschichtsschreibung aussehen würde, wäre der letzte Krieg anders ausgegangen ist zweifellos prickelnd. Dem Himmel sei Dank, dass uns eine solch falsche Geschichtsschreibung erspart blieb und nach 45 die Wahrheit gesagt wurde.

    Vermutlich war es die so imponierend unbestechliche Logik des Sokrates, welcher die Existenz der damaligen Götterwelt widerlegte und dafür hingerichtet wurde, die Kant dazu brachte eben diese Logik als Schlüssel für den Ausgang zu definieren.

    • Noch ein Wort zum militärischen Aspekt.

      Ruft man sich den bereits in Polen stationierten US-Raketenschild ins Gedächtins, der lt. Obama nicht gegen Rußland gerichtet ist und auch nicht das Mächtegleichgewicht im Bereich (Atom-) Raketentechnik gefährlich verschiebt, so muß man sich auch fragen, welche Bedeutung ein Vorschieben der Raketenbasen tief in die Ukraine in der Zukunft hat.

      Liefert dieses Vorschieben Erfolgsaussichten für einen Erstschlag, der in Washington Versuchungen weckt?

      Pistole an Rußlands Stirn? Kuba rückwärts?

      In dem Fall ist mit Putins Einmarsch in der Ukraine zu rechnen. Putin soll gut schach spielen. Nur ein schlechter Spieler läßt sich in die Ecke drängen.

      Die Nato will dieses offenbar riskieren…

        • Eine Achse Frankreich, Deutschland, Rußland hat das anglikanische Imperium von jeher zu verhindern gesucht. Die Stärke dieser Achse wäre einmalig und hätte nichts vergleichbares – nicht mal die USA käme daran. Weder technologisch noch wirtschaftlich.

          Hätte der Zar sich nicht auf die Verschwörung eingelassen – unsere Welt sähe heute wahrscheinlich völlig anders aus. Politisch wie technologisch.

          • @Richard: na, wir wollen doch nicht von Verschwörungen reden. Ich jedenfalls nicht – ich lebe in Deutschland, hier darf man darüber nicht reden, da bleibt die Welt noch Scheibe. Die Achse Frankreich-Deutschland-Russland wäre interessant … und könnte vielleicht mehr Frieden in die Welt bringen, als derzeit vorhanden ist.

    • Nun – ganz wiederlegt hat Sokrates die Götterwelt nicht – wenn man Plato folgt. Und Kant braucht seine Götter …sonst funktioniert die Moral nicht ganz so gut. Aber: mehr Sokrates und Kant täte der internationalen Politik momentan sehr gut, will ich meinen.

    • Richard, sind sie sicher das nach 45 die Wahrheit verbreitet wurde.

      Ich bin mir sicher, es wurde gelogen. Wer hat Hitler an die Macht geputscht? Das deutsche Volk hat ihn nicht gewählt.

        • @Richard: nun – Sieger bezahlen einen hohen Preis dafür, ihre Wahrheit sagen zu dürfen. Verlierer zahlen einen hohen Preis dafür, sie sich anhören zu dürfen. Darum mag ich Philosophie: die weiß, dass es keine Wahrheit gibt – das schießen und töten lohnt sich also eigentlich gar nicht. Vielleicht merkt man das ja mal.

          • Die Existenz der objektiven Wahrheit vermute ich als gegeben – andernfalls wäre der Begriff „Philosoph“ eine Antimonie.

            Allein erkennen können wir sie nicht….

  6. Es gab zu meiner Schulzeit eine Karikatur in einem Geschichtsbuch wo sinngemäß die Risikobereitschaft der Wallstreet Ganoven symbolisch dargestellt wurde. Ab 300 Prozent Gewinnerwartung scheut das ,,Kapital“ kein Risiko und Verbrechen auch bei Strafe des eigenen Unterganges. Auch wenn ich das Leben liebe und mir die jüngeren unschuldigen Generationen leid tun. Wenn Russland gezwungen wird atomar zu kontern, dann werde ich mit meinem letzten Atemzug USrael verfluchen und wünsche das diese perversen durchgeknallten ,,Eliten“ hochverstrahlt langsam verrecken. Ein Flug zum Mars hat sich dann vermutlich erledigt, weil unser Planet ähnlich attraktiv und bewohnbar ist.

    • @Ulrich Strakow: sicher, dass das eine Karikatur war – und nicht ein Ausbildungshandbuch für Investementbanker? Immerhin zeigt die aktuelle weitgehend verschwiegene Krise, dass nach diesen Vorstellungen gehandelt wurde…

  7. „Trotz Demokratie“!?!?

    Ich würde eher sagen gerade „WEGEN der Demokratie“.

    Zumindest wegen dem Zustand, der uns allen als Demokratie verkauft wird und den die USA mit Drohnen, Raketen und Gewalt ohne Rücksicht auf Verluste in der ganzen Welt verbreiten will. Ganz demokratisch akzeptiert natürlich.

    Wirtschafts- und Lobbyisten Diktatur trifft das schon eher.

  8. Das amerikansiche Verständnis von Demokratie war schon immer auf die Erefüllung der Interessen des Kaptials gerichtet,a uc wenn Militär dabei eingesetzt werden muss.
    Die amerikansiche Vorgehensweise in Europa weckt fatale Erinnerungen an die Politik Hitlers und wenn man die Zusammensetzung des detuschen Bundestages nach 1945 betrachtet ist es logisch warum es auch hier so weitergeht.

    • Hier würde mich interessieren, was es denn da zu entdecken gäbe: wie war er denn aufgestellt, der Bundestag? Die Pläne für die wirtschaftliche Kontrolle der Bundesrepublik durch eine kleine Elite wurde schon von Ludwig Ehrhard ausgearbeitet, als das Volk noch an den Endsieg glaubte. Insofern ist unser Kapitalismus auch ein Erbe des „Führers“.

  9. Rußland hat, wie auch 99 Prozent dieser Staaten – was einen Zufall ausschließen dürfte – eine private Zentralbank mit den gleichen handvoll Besitzer, die die Länder als Firmen betreiben. Die Politiker sind damit abhängig Beschäftigte der Zentralbanken und gleichzeitig meistens in einer oder mehreren Geheimorganisationen (z.B. Freimaurer, Ritter von Malta, Ritter von Columbus etc.). Dort findet von der Gehirnwäsche bis zur geistigen Trennung von der Bevölkerung und die Elitisierung statt. Die geschäftsführenden Politiker der Länder führen gerade ein Theater auf. Eine Firma (Ukraine) wird an mehrere Interessenten verteilt. Das ist alles. Dazu wird ein Theaterstück aufgeführt, daß die Schauspieler (Politiker) auch nur teilweise kennen.

    • Dann bliebe nur noch die Frage: wie bringen wir die Kenntnis dieser Machtstrukturen glaubhaft unters Volk, so dass die es bei der nächsten Wahl berücksichtigen können. Das diese Machtapparate fort müssen, steht außerfrage: die sind gerade dabei, uns einen Weltkrieg zu bescheren.

      • Jedes System stirbt an den inneren Widersprüchen, egal wie perfekt es gebaut ist. Wahlen sind doch Theater, wie kann es in Ländern mit privaten Zentralbanken Demokratie geben? Das ist eine schmale Schicht des Scheins, um nicht als monopolare Diktatur zu erscheinen. Monopolare Diktaturen haben, ohne die Erfindung äußerer Feinde eine geringe Lebensdauer – maximal 40 Jahre.
        In Staaten, in denen der Staat sein eigens Geld – auch aus dem Nichts schafft – und gegen Leistungen tauscht, würde es keine Steuern geben. Steuern sind immer der Tribut an die herrschenden Plünderer.