Presseförderung durch den Staat: IVW-Zahlen alarmierend

Die Zahlen für Printmedien gehen alarmierend nach unten. Im Jahr 2009 haben Verlage insgesamt noch fast 24 Millionen Zeitungen täglich verkauft. Im Jahr 2019 erreichte die tägliche Auflage eine Anzahl von weniger als 15 Millionen. Die Umstellung auf das Digital-Geschäft jedoch ist noch nicht gelungen. Denn in den nun vorgesehenen fünf Jahren, so die Geschäftsführerin des Verlegerverabandes BDZV, Katrin Tischer, sollen die Verlage die Umstellung auf eine selbst tragende neue Form in der digitalen Welt finden. Allerdings möchte der Staat dem Scheitern lieber vorbeugen.

Staat macht abhängig

Der Staat nennt die Subvention „Förderung der Zustellung von Abonnementzeitungen und Anzeigenblättern“ und möchte 2020 dafür 40 Millionen Euro auszahlen. Eine ähnliche Form der Presseförderung nennt sich in Frankreich „Modernisierungsförderung“ und in Skandinavien bei Dänen und Schweden „Innovationsförderung“. Das wollte die Politik bei uns auch. Die Verlage haben allerdings darauf bestanden, die alten Printformate zu subventionieren, hier also per „Logistikförderung“.

Die Verlage meinen es ernst: Die Menschen wollten, so lesbar am Wahlverhalten in neuen Abonnementverträgen, den jeweiligen Print zu 90 % lieber, und das „morgens um 6.00 Uhr“. Interessant daran ist, dass die GroKo-SPD sich damit selbst beschenkt. Die SPD hat ein Tochterunternehmen namens DDVG, das wiederum an verschiedenen Verlagshäusern selbst beteiligt ist. Dies wiederum gibt zu denken. Der Staat subventioniert hier die Zusteller, die eigentlich von den Verlagen und deren Lesern sachgerecht bezahlt werden müssten. Statt wie einst per Stück werden Zusteller heute mit dem Mindestlohn entlohnt. Durch die Subventionen sparen sich die Verlage die Auszahlung nun teilweise – und damit auch die SPD, die in dieser Sache selbst in die Steuerkasse greifen darf. Zudem zahlen Steuerzahler damit auch indirekt in die Kassen der Zeitung, die hier Politik für die SPD macht. Ob die Steuerzahler dies wissen? Mehr Unabhängigkeit wäre wünschenswert – klicken Sie hier.

1 Kommentar zu "Presseförderung durch den Staat: IVW-Zahlen alarmierend"

  1. Ich will, dass alle Bio-Bäcker, Bio-Landwirte, Bio-Gärtner und Bio-Läden vom Staat gefördert werden. Denn gut und gesund essen ist (überlebens)wichtiger als Zeitunglesen oder Dschungelcamp und Politiker im Fernsehen ansehen.

    Wo im Grundgesetz steht geschrieben, dass Zeitungsmacher, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben und technisch wie inhaltlich am Markt vorbei produzieren, mehr Rechte und Forderungsansprüche haben, als mein Schumacher, mein Automechaniker oder mein Tante Emma-Laden?

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