in D/A/CH

Die Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender sind eine willkommene Gelegenheit, um Politik zu machen. Diesen Eindruck jedenfalls haben Beobachter, wenn und weil die jeweiligen Meinungsmacher jeweils fleißig werben. Eine neue Auswertung von „Focus“ zeigt, dass die Grünen-Spitze in den Talkshows am häufigsten zu Gast war. Erstaunlich?

Öffentlich-rechtliche Talkshows: Die Bühne

Die Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck sind nach dieser Zählung in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres jeweils fünf Mal in einer Talkshow dabei gewesen. Die Auswertung umfasst dabei die Shows von „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maybrit Illner“ sowie „Maischberger“.

Zuletzt traten sie sogar gemeinsam auf. Dahinter reihen sich zahlreiche Politiker mit jeweils vier Berufungen ein. Dies sind der US-Spezialist Norbert Röttgnen, der aktuell formale EU-Kommissions-Präsident-Kandidat Manfred Weber, Hubertus Heil als früherer Generalsekretär und aktueller Sozial- und Arbeitsminister der SPD, Kevin Kühnert oder auch Armin Laschet, der Unions-Ministerpräsident aus Nordrhein-Westfalen und Katrin Göring-Eckardt. Die war mal Frünen-Chefin und ist jetzt zumindest „noch“ Bundestags-Fraktions-Vorsitzende. Viel „grün“ also für eine relativ geringe Zustimmung bei den letzten Bundestagswahlen mit weniger als 10 % Stimmenanteil.

Dennoch führt die Union in einer anderen Kategorie: Welche Partei stellte die meisten Politiker, die berufen worden waren? Die CDU wäre 40mal vertreten gewesen. Die SPD hatte 33 Auftritte und die Grünen insgesamt 21. Die FDP kam auf 18 Berufungen, die „Linke“ auf 11. Die AfD wurde lediglich achtmal in den erlauchten Kreis berufen. Die CSU als Schwesterpartei der CDU ist mit 7 Auftritten Ranglistenletzter.

Die Kritik an dieser Auswahl richtet sich – aus der FDP etwa – an der Verteilung. Die öffentlich-rechtlichen Sender würden möglicherweise sogar den Rundfunkstaatsvertrag missachten, der eine ausgewogene Berichterstattung vorschreibt. Die ARD hat gegenüber „Focus“ indes erklären lassen, die Auswahl genüge journalistischen Kriterien. Darauf ging die Sendeanstalt dann allerdings nicht direkt ein.

Generell ist die Politik der Öffentlich-Rechtlichen fragwürdig – lesen Sie hier mehr.

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Kommentar

  1. Die Presse inclusive TV ist schon lange nicht mehr unabhaengig sondern gelenkt. Die „Showmaster“ halten nichts von Ausgewogenheit. Sogar die Claquere werden sorgsam ausgewaehlt. Ein ehemaliger Propagandaminister haette seine wahre Freude daran. Einigkeit herrscht nur bei den Zwangegebuehren fuer Radio und TV. Selbst Personen welche weder entsprechende Empfangsgeraete haben MUESSEN bezahlen und das zwangsweise. Warum kann man Radio und TV-Empfang nicht gerecht „abrechnen“. Das ginge ueber eine Prepaid-Karte. Wer sich nicht “ berieseln“ lassen will zahlt eben nicht. aber eben diese einfache Methode staende der bewussten Volksverdummung und Abzocke entgegen. Das wird nicht gewuenscht.

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  • Öffentlich-rechtliche Meinungsmache? Grün nach vorne….. - Leserbriefe 8. Juli 2019

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