in Naher Osten

Rami Hamdallah, Premierminister Palästinas, fordert die internationale Gemeinschaft auf, der Zerstörung von palästinensischem Eigentum sowie durch die EU finanzierter Hilfsprojekte in den besetzten Gebieten ein Ende zu setzen und internationales Recht zu achten.

Bei den israelischen Maßnahmen gegen humanitäre Projekte für Beduinen im sogenannten Areal C soll es sich um eine offene Vergeltung für EU-Richtlinien zur Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen handeln, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA mitteilt. Dafür müsse Israel verantwortlich gemacht werden, so Premier Hamdallah. Am Samstag demonstrierten in Ramallah hunderte Palästinenser für ein internationales Boykott gegen israelische Produkte.

Israelische Behörden beschleunigten in den ersten beiden Monaten des Jahres den Abriss palästinensischen Eigentums und palästinensischer Einrichtungen. Zuletzt haben Einheiten der israelischen Verwaltung in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar die einzige Grundschule der Abu a-Nuwar Beduinen abgerissen. Die Schule wurde von Frankreich finanziert und lag zwischen der Siedlung Ma`ale Adumim und Qedar. Nur wenige Tage zuvor wurden 32 Gebäude, darunter einige Wohnhäuser, in Begleitung von israelischen Soldaten in der Gemeinde Khirbet `Ein a-Rashash, bestehend aus 13 Familien, in Nablus zerstört.

Die israelische Menschenrechtsorganisation B´tselem schreibt, dass die Zerstörungen und Konfiszierungen die Fortsetzung einer im Januar 2016 gestarteten Kampagne der israelischen Behörden gegen palästinensische Gemeinden im Westjordanland ist. Seit Anfang des Jahres wurden 158 Gebäude zerstört, darunter 83 Wohnhäuser, und 352 Menschen, einschließlich 201 Minderjährige, ohne Dach über dem Kopf zurückgelassen, so B`tselem.

Wie WAFA berichtet, sollen bereits über 480 Palästinenser ihr Zuhause verloren haben, mehr als die Hälfte aller 2015 zwangsweise umgesiedelten Palästinenser.

Vertretungen der EU in Jerusalem und Ramallah haben ihr Bedauern über die Zerstörungen und Konfiszierungen von palästinensischem Eigentum in Areal C beteuert und fordern Israel auf, seinen Verpflichtungen gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nachzukommen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. So, jetzt mach ich mal für ein paar Zeilen zum Nazi, weil ich es wage Kritik an Politik Israels zu üben.
    Narrenfreiheit für Israel unterm Schutzmantel der USA.
    Ethnische Säuberung und Annektion palästinensischer Gebiete wird legitim, weil Kritik an Israel Nazitum ist.
    Wer erinnert sich nicht an die Diskusion um Günter Grass, als er es wagte die Politik des „Judenstaates“ zu kritisieren.
    In Israel ist Grass ein Obernazi mit Literatunobelpreis.
    Menschenrechtsverletzungen und das unterhalten eines Ghettos (Gazastreiífen) werden nicht legitimer nur weil der Täter die Regierung Israels ist,


  2. Im Warschauer Ghetto gab es auch Widerstandkämpfer gegen das NS-Regime. Warum sollte es jetzt anders sein. Die Palästinenser machen nichts anderes als sich gegen das zu wehren, was ihre Existenz bedroht. Würde ich übrigens auch tun.
    Das Netanjahuregime ist genauso ein Naziregime, wie es das von Hitler war.
    So, jetzt bin ich wieder Nichtnazi.

  3. Wir dürfen auf Grund unserer Geschichte keine diesbezüglichen Kommentare abgeben!! Aber Scheiß drauf wir sind doch eh alles Rechte. Vielleicht sind die Israelis kurz vor der Totalen Ausrottung und deshalb die Annektion der Palästinensergebiete. (Ironie off)

  4. so viel ich weiß hat Israel da auf besetzten Palästinenser-Gebiet gebaut vorwiegend für israelische Nutzung.
    Kann sein kann sein , dass da paar Palästina-Familien schon mit drinnen gewohnt haben, denn Israel ist ja eine klein wenig säkulare Gesellschaft, also wo Juden u. Muslime auf bissel Abstand zueinander gemeinsam Leben.

  5. wer die bösen kindermeuchler sind, ist doch hoffentlich scon jedem klar. und genau diese ratten müssen mit rattengift in ihre ursprungsländer zurück gedrängt werden. in de wären sie heutzutage keine gefahr, wie vergasung etc, ausgesetzt.

Webmentions

  • Kampagne zur Vertreibung der Palästinenser - Flo Osrainik 6. März 2016

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