Laut britischem Geheimdienst: Russen streiten über militärische Haarschnitte

Unruhe beim russischem Militär? Zumindest nach einem Bericht des britischen Geheimdienstes gibt es inzwischen Streit um „nicht-standardmäßige Haarschnitte“ – und damit letztlich um die Disziplin in der Truppe. Allerdings scheint es schwierig, die Lage „von außen“ zu beurteilen. Die Meldung wegen der Haarschnitte machte in zahlreichen Medien in Deutschland bereits die Runde.  U.a. wird auch zitiert, dass Beamte in der Volksrepublik Donezk diese Maßnahmen als „Farce“ bezeichnet haben sollen. Diese würden sogar den „Prozess der Vernichtung des Feindes behindern“, so die Meldungen.

Sind die neuen Disziplinierungsmaßnahmen nur eine Farce?

„Im russischen Militär gibt es nach Angaben des britischen Militärgeheimdienst Streit um Frisuren. General Waleri Gerassimow, Russlands Generalstabschef und neu ernannter Kommandant in der Ukraine, wolle die Disziplin der eingesetzten Truppen verbessern, heißt es im täglichen Lagebericht aus London.

Seit er das Kommando übernommen habe, hätten seine Beamten versucht, gegen nicht vorschriftsmäßige Uniformen, Reisen in Zivilfahrzeugen, die Verwendung von Mobiltelefonen und nicht standardmäßige Haarschnitte vorzugehen. Die Maßnahmen stoßen laut des Geheimdienstberichts innerhalb der russischen Truppen auf große Skepsis und teilweise auch auf Spott. Beamte in der Volksrepublik Donezk bezeichneten die Maßnahmen als „Farce“, die „den Prozess der Vernichtung des Feindes behindern“ würden. Die russische Truppe leidet nach Angaben der Briten weiterhin unter Blockaden und verzeichnet schwere Verluste. Zuletzt hatte es aber auch Berichte aus anderen Quellen gegeben, dass Russland durchaus militärische Erfolge erzielt. Von Außen ist die tatsächliche Lage unabhängig kaum zu beurteilen.“

Bericht mit Material der dts Nachrichtenagentur

Foto: Diese Firsur ist erlaubt: Russischer Militärsprecher bei täglichem Lagebericht, über dts Nachrichtenagentur