in Politik

Einen bemerkenswerten Beitrag zur Rechtfertigung der zahllosen EU-Projekte hat nun die grüne Politikerin Nina Locher geleistet. In Kurzform: Die „Autorin des Brexit-Blogs der Heinrich-Böll-Stiftung“ beschäftigt sich mit den Folgen des Brexit und sieht Frauenrechte in Gefahr. Dabei oder deswegen hätten Frauen für einen Verbleib der Briten in der EU gestimmt. Die EU konnte bis dato die Frauenrechte in Großbritannien retten.

Langform: EU ist ein Sicherheitsnetz gegen Diskriminierungen

Die Autorin sieht die EU als ein „Sicherheitsnetz gegen Diskriminierungen“. Daher müsse es nun darum „gehen, den Dialog mit dem britischen Parlament und den europäischen Gendernetzwerken zu stärken, um die Rechte für Gleichstellung in Großbritannien auch nach dem EU-Austritt zu sichern.“

Die Seite „sciencefiles.org“ hat sich den Argumenten gewidmet und der Autorin eklatante Rechenfehler nachgewiesen. Ob die EU hier die helfende Hand oder Organisation ist, um Frauenrechte in Großbritannien zu sichern, sei hier nicht diskutiert. Vielmehr geht es um ihre Behauptung, im Juni 2016 hätten 80 % der Frauen zwischen 18 und 24 Jahren für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt. Sie seien damit der „größte Anteil der Remain Wählerschaft“ gewesen.

Die Statistik beruht auf Umfragen, nicht auf amtlichen Auswertungen. Tatsächlich sind nach Schätzungen etwa 64 % der 15 bis 24jährigen Teilnehmer der Brexit-Wahl gewesen. Damit ist die Aussage von Nina Locher eigentlich schon widerlegt. Es haben aller Wahrscheinlichkeit nach nicht 80 % der Frauen (…) für den Verbleib gestimmt.

Möglicherweise ist dies jedoch zu kleinkariert. Sehen wir uns die Rechnung genauer an. 64 % der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren entsprechen 5.267.401 Briten. 64 % davon wären 3.371.136 Briten. Wenn etwa die Hälfte Frauen sind, wären dies ,17 Millionen Frauen. 80 % Zustimmungsquote für den Verbleibe wären etwa 1,35 Millionen Wählerinnen für den Verbleib mit Zugehörigkeit zur Gruppe der 18- bis 24jährigen.

Da aber 16.141.241 Briten für den Verbleib gestimmt hatten, wären dies deutlich weniger als 10 % aller Wähler, die für „Verbleib“ stimmten. Ist dies der „größte Anteil“? Ein eklatanter Rechenfehler. Und eine seltsame Einordnung der EU als Heilsbringer der Frauenrechte in Großbritannien.

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