in Politik

Die Mini-Zinsen in der Euro-Zone werden wir zumindest bis zum kommenden Sommer erleben. EZB-Chef Draghi kündigte bereits an, dass die „Instrumente“ – oder „alle Instrumente“ – lange Zeit eingesetzt werden. Dazu gehören die formalen Niedrigzinsen für Banken und deren Einlagen (-0,4 % bei der EZB) und die angekündigten neuen Anleihenkäufe. Die Folgen sind brisant – auch für Sie.

Italien wird Geld geschenkt…

So sind derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen die sogenannten Renditen auf italienische Staatsanleihen sehr niedrig. Die Rendite ergibt sich aus der Kombination vom Preis für eine Anleihe zur Zinszahlung. Die neuen Käufer erhalten die „Rendite“, weil sie für gut verzinste Anleihen einen hohen Preis am Markt zahlen. Die Schuldner, wie hier Italien, werden bei den nächsten Anleihen keinen so hohen Zins wie bislang mehr bieten müssen.

Die Umlaufrendite (die reale Verzinsung für neue Käufer) beträgt bei 10-Jahres-Anleihen Italiens gerade einmal etwa 1,6 %. Für US-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren werden hingegen gut 2 % fällig, sodass die italienischen Anleihen sogar weniger bringen als US-Papiere. Wie kann das sein? Italienische Anleihen haben bei den Rating-Agenturen sogar fast Ramschniveau.

Selbst die griechischen Anleihen sind oftmals günstiger (bezogen auf die Marktrendite) als die US-Anleihen. Dies spiegelt die Risiken in keiner Weise wider. Nur sind die Risiken möglicherweise auch nicht so hoch wie gedacht: Durch die gemeinsame Haftung in der Euro-Zone müssen am Ende auch Frankreich oder Deutschland einspringen. Das Risiko für Käufer ist wahrscheinlich deshalb kaum in den Prämien einberechnet.

Insgesamt sind Anleihen, also Schuld-Papiere, sogar extrem spärlich verzinst. Vor wenigen Wochen berichtete „Bloomberg“, dass ein Viertel aller Anleihenschulden weltweit eine negative Rendite aufweisen. Die Besitzer dieser Schuldforderungen müssen also sogar noch Geld drauflegen, um diese Papiere in der Hand zu halten. Das ist an sich bereits eine Sensation.

Ganz besonders lachhaft jedoch wird es, wenn die deutschen Staatsanleihen mit negativen Renditen aufwarten. 85 % aller deutschen Staatsanleihen haben für neue Käufer am Markt eine „Minusverzinsung“. Sie zahlen also als kommender Eigner dafür, dass Sie Deutschland Geld leihen durften. Dass diese Blase bald platzt, liegt auf der Hand. Die Welt kann nicht dauerhaft so verzerrt bleiben. Daher sollten Sie sich schützen. Lesen Sie mehr dazu hier!

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