in D/A/CH

Wird die Gesundheitsindustrie effizienter, wenn die Ärzte und Kassen über die Patienten besser Bescheid wissen? Dies könnte auf der einen Seite behauptet werden. Auf der anderen Seite steht, dass die Politik gerade im Umgang mit Themen wie Glyphosat alles dafür tut, um die Gesundheitsindustrie, wie zynische Beobachter anmerken, nicht besser werden zu lassen. Dennoch sieht die Politik offenbar ihr Heil darin, dass der Datenschutz in den kommenden Monaten durchlöchert werden soll. Dies jedenfalls ist das Ziel der Bundesministerin, die für diesen Datenschutz zuständig ist.

Digitalstaatsministerin schlägt zu

Die Digitalstaatsministerin Dorothee Bär jedenfalls hat vorgeschlagen und gewünscht, dass sich der Datenschutz in Deutschland im Gesundheitswesen verringern solle. Wir seien zu zögerlich im Umgang mit solchen Fragen, attestiert sie uns in Deutschland. Ängste würden uns dabei hemmen, das Sinnvolle umzusetzen. Das heißt, in Angst vor einer Preisgabe der Daten würden wir die sinnvolle Weiterverarbeitung von Vordiagnosen und Therapien verhindern.

Falsch, wenden Kritiker ein. Der Datenschutz ist lediglich nicht sichergestellt. Gäbe es eine Drittorganisation jenseits der Kassen und der Ärzteverbände, die solche Daten anonymisiert vorhielte, könnte dies in Datenbanken festgeschrieben werden. Die Daten selbst dürften dann nur von jenen freigegeben werden, denen sie gehören: Patienten bzw. Versicherten, die ihrerseits über einen Zugang zu ihren Daten verfügen müssten.

Tatsächlich sind die Daten indes verschlossen. Ausgerechnet für jene, die sie eigentlich besitzen sollten bzw. Eigentümer wären: Den Patienten. Wer von uns kann überblicken, welche Daten, die Kassen besitzen, wie die Diagnosen codiert sind und welche Profile aus diesen Daten bislang erstellt werden? Niemand. Datenschutz, den die Politik sich für das neue Jahr wünscht, ist damit sehr einseitig und in keiner Weise geeignet, die Sicherheit für Patienten zu erhöhen. Meint diese Redaktion. Wir unterstellen der handelnden Politikerin jedoch, dass sie diese Zusammenhänge ohnehin nicht einschätzen kann. Bis zum Beweis des Gegenteils.

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