in D/A/CH

Am vergangenen Wochenende trafen sich Delegierte der Partei Bündnis 90/ Die Grünen in Hamburg zu ihrem jährlichen Parteitag. Die Debatten, Stellungnahmen und auftretenden Personen zeigen deutlich wie sehr eine Partei ihre Identität verlieren kann. Zwischen Freiheit, Veggie-Day, Pazifismus und Geopolitik – eine Abhandlung.

Johannes Steen betritt die Bühne. Der Kieler Schülersprecher wirkt etwas zittrig. Verständlich, immerhin wird er gleich der blöden bürgerlichen Klasse Geopolitik erklären. Und wahrlich: er schlägt sich garnicht schlecht: „Putin ist ein Despo.. äh Despot“ er hängt gern mit seinem Freunden von der NPD oder vom Front National rum – bzw. es kommt noch schlimmer: mit seinen Busenfreunden aus der AfD. Die Ukraine ist auf dem göttlichen Weg gen Westen und vollbringt demokratische Wundertaten. Gegenläufige Meinungen sind fremdgesteuert – soweit das transatlantische Blabla. Das beherrscht Johannes recht gut, und in der Schule gibt es dafür bestimmt eine 2, sollte er die vielen Versprecher weglassen. Mit vernunftbegabter Geopolitik hat das dennoch nichts zu tun. Trotzdem steht sein – zugegeben eher unwichtiger – Auftritt bei den Grünen sinnbildlich für eine Gesichtslose Partei.

Auch Cem Özdemir wiederholt sein „Yoga-Matten Argument“ aus dem Juli: Er betonte, wenn es ein UN-Mandat für Kriegseinsätze gebe, könne Deutschland nicht sagen: „Nicht mit uns.“ Militäreinsätze könnten jedoch allenfalls die „ultima ratio“ sein; zunächst müssten alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Doch Kritik aus Reihen der Delegierten blieb weitestgehend aus. Selbst die Sprecherin der Grünen Jugend, Theresa Kalmer, sprach sich für eine Bekämpfung des „Islamischen Staates“ mit Waffengewalt aus. Die hohe Zahl an Flüchtlingen, das unglaubliche Leid der Betroffenen und die erschreckende Gewalt der Islamisten machten diesen Schritt notwendig. Freilich, die Grüne Jugend rund um Johannes hat wohl eher eine gegenläufige Meinung. Von der pazifistischen Grünen Partei der 80er Jahre fehlt jede Spur.

Der Auftritt von Johannes versinnbildlicht aber auch das geopolitische Desaster der Grünen. Die urgrüne Grundhaltung von der eigenen moralischen Überlegenheit scheint sich auch in die Sicherheitspolitik zu ziehen. Statt „Nie wieder Krieg“ heißt es dort jetzt „endlich für die Ukraine kämpfen“, denn – wie hätte man es auch anders erwartet – der nun demokratisch revolutionierte Staat möchte auch etwas westlicher werden, oder vielleicht gleich ein bisschen grüner? So ist es kaum verwunderlich dass Johannes auf seinem ultramodernen super mega coolem Politikblog etwas mehr Politik a la „Battlerap“ fordert. Ist das Sicherheit oder Größenwahn?

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Kommentar

16 Kommentare

    • Es ist interessant, wie Programmierung funktioniert. Das ist wie eine Droge. Hoffentlich kommt er davon los und wird zum Selbstdenker.
      Viele sind dazu nicht mehr in der Lage, die plappern nur noch alles nach. Solange die keine Kriege anzetteln ist es noch tolerable.

      • Die beste Lösung ist, den Jung in die Ukraine karren und auf dem Marktplatz seiner Gegener mit einem Schild um den Hals, was er so will, auszuladen.
        Da lernt er dann den Wert seiner Meinung kennen.

      • Viel Wut spricht aus den Worten des jungen Mannes. Und er sucht den Feind im Außen. Gut ist, daß er sich traut Aggressionen zu fühlen, aber er sollte in sich schauen, dort kann er die Lösung finden. Aber wenn er das könnte, müßte er nicht nach außen gehen. Er sollte mal einen Psychologen konsultieren, der könnte ihm bestimmt helfen, seine eigenen Konflikte wahrzunehmen. Dann müßte er sich nicht unbewußt zum Sklaven der Angst machen.

  1. Ohne Worte!!
    Der Junge will wohl noch was werden … – der hat verstanden wie es „läuft“?
    Vielleicht sollte man versuchen heraus zu finden, ob das Jüngelchen vorher zu „Besuch“ in den USA war …
    LG Traumschau

  2. Sektiererische Kriegstreiber
    im Auftrag der NATO .

    Die Grünen führen das Schwert im Namen von Menschenrechten und Toleranz .
    Wieder einmal ist im Westen zu finden ,
    was der Westen anderen vorwirft :
    Religiös ideologischer Wahnsinn .

    • … und gut gewählt ist der Videoauschnitt
      auf der Titelseite ,
      auf dem hinter dem Redner der Hassprediger und Einpeitscher Cem Özdemir zu sehen ist .

  3. Bei uns in Prag sind auch solche Kalbchenköpfchen zu finden,meinen Sie nicht!Sie waren in júesej,aber leider noch dümmer wieder nach hause gekommen.Ich weiss nicht von wo diese Typen auf die Oberfläche kommen.Ich bin persönlich sehr von grüne „politik“enttãuscht.Und in Wien ist es noch peinlicher.Arme „TROTZKÖPFE VON HEUTE“mein gott ich will heule aber ich LACHE!!!!!!!!gute Nacht schwalbe Jitka

  4. es soll die nächste polligeneration sein?dann gute nacht in Deutschland! für den junge ist in der grüne der einschtieg sehr perfekt! solche demagogie haben gute wurzel in grüne partei! so weiter grüne! sie kriegen keInne Simmpatie von menschen mehr! sie eingehn bald wie die FDP!

  5. pragerschwalbe! DU HAST meine Simmmpatie !NICHT NUR WEGEN DEIN MEINUNG! ICH KOMME AUCH AUS PRAG! es geht mir die einseitige propaganda gegen Russland auf die nerwen! SCHÖNE WEINACHTEN !

  6. Ich habe mir das Video jetzt angesehen und muss sagen, selten habe ich mich so fremdgeschämt. DAS kann doch nicht die Zukunft Europas sein! Der kleine Junge verwechselt Krieg offenbar mit einem Ego-Shooter und hat noch nicht begriffen, dass es in der Realität nach einem „Frag“ kein „Respawn“ mehr gibt!! Ihm sei verziehen – denn er wurde benutzt! Nicht verzeihen kann man aber den Johlern und Klatschern unter den Zuhörern! Die müssten es eigentlich besser wissen, alleine schon in Anbetracht des Ursprungs ihrer Partei. Das war ganz erbärmlich. Schockierend erbärmlich. Europa, quo vadis?

  7. Die GRÜNEN sind heute komplett moral- und merkbefreite, willfährige Nutten des anglo-amerikanischen Finanzfaschismus! Diese braune Gurkentruppe braucht wirklich kein Mensch mehr … und wer sie immer noch wählt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen …

  8. Dolly das sprechende Schaf konnte erneut mit Erfolg geklont werden. Durch gezielte Züchtung ist es uns gelungen den Wollanteil zu reduzieren auf ein Minimum. Leider bewirkt der Hitzestau bedingt durch die Wolle auf dem Kopf des Gen Wunders ,das außer dämlichen Sprüchen nichts gescheites herauskommt. Gut wir geben zu ,wir haben einen akustischen Chip implantiert . Volker Beck als Hinterlader Sperminator ist der Vater und wird gebeten sich dringend als Spender bereitzuhalten für eine neue sodomistische Versuchsreihe.

  9. Der Vortrag dieses spätpubertären und offenbar verzogenen Einzelkindes kann man ja noch nachsichtig ertragen, aber die Reaktionen einiger Personen im Auditorium stimmt schon bedenktlich.

    Zwischenzeitlich sind die Grünen gesellsschaftlich betrachtet toxischer als ein grüner Schimmelpilz auf einem alten Stück Gammelfleisch.