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Die Bundeswehr lernt bei einer gemeinsamen Truppenübung in Israel den „Kampf im urbanen Raum“. Eingeschlossen ist der Häuser- und Tunnelkampf. Laut der Bundeswehr geht es darum, die Soldaten für den Auslandseinsatz zu schulen. Die Bundeswehr will sich damit für sogenannte asymmetrische Bedrohungsszenarien bei Auslandseinsätzen wappnen.

„Kampf in urbanen Gelände“

Rund 250 Bundeswehrsoldaten sollen an der Militärübung in Israel teilnehmen. Das geht aus einem Brief des Heeresinspekteurs Bruno Kastorf an den Bundestags-Verteidigungsausschuss hervor, über den die „Welt am Sonntag“ berichtet. Ein Heeressprecher bestätigte das Schreiben der Nachrichtenagentur AFP gegenüber. Demnach will die Bundeswehr  zeitnah israelische Ausbildungseinrichtungen zum „Kampf im urbanen Gelände“ – einschließlich dem Tunnelkampf nutzen. Es gehe um den Austausch von Einsatzerfahrungen sowie gemeinsame Ausbildungen und Übungen mit den israelischen Streitkräften. Die Bundeswehr will sich damit für sogenannte asymmetrische Bedrohungsszenarien bei Auslandseinsätzen wappnen, in denen die Kontrahenten sich nicht mit gleichartigen Mitteln gegenüberstehen.

Es gehe um gemeinsame Ausbildungen und Übungen mit den israelischen Streitkräften. Laut dem Bericht sei für den Oktober 2014 eine Besprechung der Heeresgeneralstäbe in Israel geplant.

Kampf gegen Aufstände?

Jedoch bekommt die Übung nicht nur durch den Palästina Krieg einen grausamen Beigeschmack. Zwar sei die Übung lange vor den anhaltenden Gefechten zwischen Hamas und Israel geplant worden, jedoch findet sie kurz nach der Einführung eines neuen EU Gesetzes statt, das den Einsatz von Soldaten im eigenen Land gegen „vom Menschen verursachte Katastrophen“ erlaubt. Dafür wurde beispielsweise schon die “ European Gendarmerie Force“ eingeführt, der Deutschland noch nicht beigetreten ist.

Die Vorbereitung der Bundeswehr auf „urbanen Straßenkampf“ lässt so also Zweifel aufkommen ob es nur um Auslandseinsätze geht. Obwohl das Grundgesetz es in seiner Urfassung anders vorsieht, ist die Gesetzeslage mittlerweile gelockert worden, und ein Bundeswehreinsatz bei Protesten ist nicht mehr undenkbar. Eine solche Militärausbildung für Häuserkampf gießt wohl neues Öl in die Debatte um Einsätze der Bundeswehr innerhalb deutscher Grenzen.

QUELLEN:

http://www.shortnews.de/id/1101955/bundeswehr-lernt-haeuserkampf-uebung-zur-niederschlagung-von-aufstaenden
http://www.tagesschau.de/ausland/bundeswehr-israel-101.html
http://www.focus.de/politik/deutschland/truppenuebungen-in-nahost-bundeswehrsoldaten-sollen-in-israel-tunnelkampf-lernen_id_4050446.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gendarmerietruppe

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Das wird schon laaaange geübt.
    Und auch schon lange ist das G36 und das G3 viel zu lang für den engen Häuserkampf.
    Ne MP5 ist da sinnvoller.

  2. Deutschland wird von seinen Besatzungsmächten
    für ihre ,auch militärische, Ziele verwendet .
    Es ist absurd ,dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird ,
    das scheint aber in der Politik und in den MSM niemand zu stören .
    Das Feindbild „Islam “ wird aufgebaut um das kriegsunwillige europäische Volk gegen islamische Länder in den Krieg zu schicken . — Wer profitiert ,ist naheliegend .

  3. Das rückt den Schluss dieser (https://www.youtube.com/watch?v=93hqlmrZKd8) Rede eines ehemaligen israelischen Soldaten für mich in vollkommen neues Licht. Ich hatte das erst für etwas übertrieben und weit her geholt gehalten. (Er sagt im Prinzip, dass Gaza zum Testen von Waffen dient.)
    Ich bin da zwar immer noch kritisch, was die Frage nach der Absicht angeht, aber genutzt wird der Palästinakonflikt offensichtlich schon zum Sammeln von militärischen Erfahrungen und es offensichtlich sind nicht nur die Amerikaner (wie im Video gesagt wird), die nach Israel zum Trainieren fahren.

    Was den Einsatz der Bundeswehr im Inneren angeht: Sch…! Wusste gar nicht, dass es schon so weit ist, dass das schon erlaubt ist.

    • Es ist auch nicht erlaubt. weder Auslands Einsätze, noch diese Häuserkampf Zenarien, um später gegen die Sachsen, dann gegen die Preußen, zu ziehen,
      bzw. PEGIDA, kommt aber aufs selbe raus, deutsche
      Meinungen zu eliminieren!

      Die BRD macht dass USraelische Ding, und das deutsche Volk kann blechen, oder ins Gras beißen!

      Jeder Steuerzahler, bezahlt die Kugel die Ihn tötet..

  4. Tja, für Russland und die Ukraine dürfte das wohl eher sinnlos sein… bei all den Stadtteilen in Deutschland wo sich die Polizei nicht mehr reintraut weil da Leute sich nicht so wirklich benehmen trainiert man das lieber bei den Leuten vor denen die „Störenfriede“ mal angeblich nach Deutschland geflohen sind.