in D/A/CH

Friedrich Merz ist der in den Medien meistgehandelte Spitzenkandidat für den CDU-Parteivorsitz. Die CDU hat zwar viele Kandidaten für das Amt, das Anfang Dezember besetzt wird. Friedrich Merz wird nun jedoch gerade in den führenden Magazinen freundlicher behandelt als etwa Jens Spahn. Friedrich Merz ist Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock. Dieses Unternehmen verdient es daher, beobachtet zu werden.

5,5 Billionen Euro unter Verwaltung

Bekannt ist inzwischen auch durch unsere Berichterstattung, dass BlackRock mehr als 5,5 Billionen Euro verwaltet. Das Unternehmen verwaltet Kundengelder. Aktiv, indem Kunden es bewusst dort einzahlen, passiv über Fonds, in die investiert wird. Darunter auch ETFs, börsengehandelte Indexfonds.

Zudem berät BlackRock Unternehmen, Regierungen und größere Organisationen, sitzt also auf der anderen Seite des Tisches, wenn es um die Vermögensanlage geht. Bei denjenigen, die Geld leihen wollen. Im guten Sinne könnte BlackRock daher eine Art Moderator sein. Faktisch ist BlackRock Einflussnehmer vor allem den großen Schuldnern gegenüber.

Die größten und wichtigsten Anteilseigner des Unternehmens sind vier Investmentgesellschaften. Die wiederum beeinflussen die Finanzmärkte selbst wieder. Mit dem großen Finanzunternehmen der Rotschildt-Familie arbeitet BlackRock besonders eng zusammen, jedenfalls war BlackRock-Gründer Larry Fink dort im Immobilien-Sektor angestellt. Wer in den deutschen „Dax“ bzw. seine 30 Unternehmen investiert, wird sozusagen Partner von BlackRock. Denn BlackRock ist durch die Gelder des ETF-Unternehmens iShares an allen deutschen Unternehmen im Dax beteiligt, und dies meist mit etwas höheren Anteilen.

Das Unternehmen behauptet, es „verwalte“ die Kundengelder dort nur. Tatsächlich ist aber BlackRock direkter Interessenvertreter und hat damit gewaltigen Einfluss. Würde etwa BlackRock bzw. iShares sich einfach zurückziehen und die Anteile an den Unternehmen verkaufen (müssen), sackte deren Börsenwert dramatisch ab. Einfach so – weil BlackRock dies möchte. Umgekehrt kann BlackRock weitere ETFs auflegen, um bei diesem einen Beispiel zu bleiben, und damit die Nachfrage nach den Anteilen anheizen. Die Kurse also steigen lassen – einfach nur, weil BlackRock die Macht hat.

Sollte ein Aufsichtsratsvorsitzender eines solchen Konzerns (Sektion Deutschland) Kanzler werden?

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