Neuer Besitzer der „Berliner Zeitung“ war Stasi-Spitzel

Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, hat der IT-Unternehmer und Multimillionär Holger Friedrich jüngst den Berliner Verlag (Berliner Zeitung) erworben. Wie nun bekannt wurde, arbeitete Friedrich in der DDR als Stasi-Spitzel unter dem Decknamen „Peter Bernstein“ als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für die Stasi. Friedrich rechtfertigt seine Stasi-Tätigkeit damit, dass er damals in einer „Notsituation“ gewesen sei.

Friedrich war bei der Nationalen Volksarmee Unteroffizier und berichtete über Kameraden, welche er „teilweise schwer belastete“, so die „Welt am Sonntag“. Der „Welt am Sonntag“ liegen entsprechende Dokumente aus der Stasi-Unterlagenbehörde vor und berichtete darüber umfassend in ihrer Ausgabe vom 17. November 2019.

Die Stasi-Unterlagenbehörde hatte auf Antrag aus Friedrichs IM-Akte, die im Original rund 125 Seiten umfasst, 80 Seiten zur Verfügung gestellt. Aus den Unterlagen ergibt sich, dass der Ost-Berliner von Dezember 1987 bis Februar 1989 mit Stasi-Offizieren zu konspirativen Treffen zusammenkam. Nachdem die „Welt am Sonntag“ Friedrich damit konfrontiert hatte, bestätigte Friedrich die Vorwürfe in einem Beitrag der „Berliner Zeitung“.

Friedrich behauptet, nicht „aktiv für das „Ministerium für Staatssicherheit“ (MfS) tätig gewesen zu sein. Dem widerspricht allerdings der Inhalt der Akten. Zudem hat die Stasi-Unterlagenbehörde die Akten herausgegeben, weil Friedrich als Stasi-Mitarbeiter eingestuft wurde. In den Akten sind größtenteils handschriftliche Spitzelberichte enthalten. In den Berichten werden mehr als 20 Personen in identifizierbarer Weise genannt. Laut Unterlagen wurde gegen einige der Betroffenen entsprechende „Maßnahmen“ eingeleitet. Ein Soldat beispielsweise sollte „gemaßregelt und strafrechtlich belehrt“ werden.

Über die Wende sagte der Unternehmer: „Ein Systemwechsel ist nicht weiter schlimm, wenn man sich darauf einlässt.“ In einem Editorial zum 30. Jahrestag des Mauerfalls fand Friedrich lobende Worte für Egon Krenz, der im vereinten Deutschland wegen der Toten an der innerdeutschen Grenze wegen Totschlags in vier Fällen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt wurde.

In den Stasi-Unterlagen, sofern sie nicht „verschwunden“ sind, dürften noch so einige weitere Skandale darauf warten, enthüllt zu werden. Daher verwundert es wenig, dass man die Stasi-Unterlagen-Behörde jetzt auflösen und die Akten verschwinden lassen will. Watergate.tv berichtete.

5 Kommentare zu "Neuer Besitzer der „Berliner Zeitung“ war Stasi-Spitzel"

  1. Ich bin nicht für die Stasi und Ihre Machenschaften aber es ist schon interessant zu sehen wie bei den Stasiakten mit zweierlei Maß gehandelt wird. Man erinnere sich an das Theater um die Stasiakten vom ach so großartigen Bundeskanzler Kohl. Da gab es in den 90igern sogar ein Gerichtsbeschluss das die Stasiakten von Herrn Kohl nicht veröffentlicht werden dürfen.
    Und hier bekommt „die Welt“ so mir nichts Dir nichts so einfach Einblick in die Stasiakten eines „IM’s“. Ist sie nicht schön diese parlamentarische Demokratie?
    Deutschland hat einfach die beste Demokratie die man für Geld kaufen kann.

  2. Der richtige Mann für die Merkel Systempresse. Lach!!!

  3. Zitat: „Daher verwundert es wenig, dass man die Stasi-Unterlagen-Behörde jetzt auflösen und die Akten verschwinden lassen will.“

    Kein Wunder und zu 100% vorhersehbar in dieser linken DDR 4.0 mit Honneckers Rache an der Spitze…

  4. Herbert Morhun | 1. Januar 2021 um 19:57 | Antworten

    Mich wundert es nicht, dass die geschassten Ost-Leute nach wie vor die Interessen dahingehend verfolgen, dass die bereits vollzogene Unterwanderung des Westens weiterhin Früchte tragen soll.
    Schließlich ist das MFS einer der besten Dienste gewesen und die Leute schlafen auch heute nicht, denn kein befreundeter Dienst lässt solch ein Goldstück fallen.
    Es geht klar darum, hier die Macht in linke Hände zu bringen. Bestes Beispiel ist das Redaktionswerk Deutschland, das viel in den ÖR Medien (z.B. Tagesschau) genannt wird. Und auch das klare Bekenntnis der SPD-Führung zur ANTIFA, die uns als kriminelle Vereinigung bekannt ist. Alles zielt darauf ab, eine Revolution herbeizuführen, denn solche Aktionen sind stets geschichtsträchtig. Man muss kein Träumer sein, um das zu erkennen. Mit meinen 71 Jahren und als ehemaligen Juso- und EX-SPD-Mitglied habe ich diese Entwicklung bereits vor 45 Jahren vorausgesagt.

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