in Medien

In den deutschen Medien geht in diesen Tagen eine Falschmeldung um: Russland bzw. Putin hätte gedroht die Energiepreise besonders die Gas- und Ölpreise zu erhöhen Als Reaktion auf die von der EU beschlossenen Wirtschaftssanktionen sei die Drohung aus dem russischen Außenministerium gekommen. Nach Betrachtung der Primärquellen stellt sich heraus, es ist eine reine Feststellung der russischen Beamten.


  

Mehrere deutsche Medien melden am Mittwochabend eine angebliche „Drohung“ Russlands die Gaspreise zu erhöhen. Als angebliche russische Reaktion auf de EU Wirtschaftssanktionen, wird eine Äußerung des russischen Außenministeriums als Drohung ausgelegt.

„Russland droht mit höheren Energiepreisen“

heißt es im Tagesspiegel und

„Wie kalt wird der nächste Winter? Putin will Gaspreise erhöhen“

propagiert die BILD Zeitung auf ihrer online-Präsenz. Als Quelle wird eine Äußerung des russischen Außenministeriums genannt.

In einem Bericht heißt es: Die Strafmaßnahmen der EU seien ein „unbedachter, unverantwortlicher Schritt“, der unausweichlich zu höheren Preisen auf dem europäischen Energiemarkt führen werde, so das Minsterium.

Diese Aussage griffen die deutschen Leitmedien auf und interpretierten eine „Drohung“ in die Mitteilung russischer Behörden.

Die Preissteigerung kommt daher, da die Europäische Union am Dienstag umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen hatte, die sich auch gegen den Energiesektor des Landes richten. Kurze Zeit später verschärften auch die USA ihre Strafmaßnahmen. Diese Sanktionen im Energiesektor führen nach russischer Auffassung zu einer ungewollten Steigerung der Gaspreise. Eine von deutschen Medien propagierte Handlung wie „Russland droht den Gashahn abzudrehen“ ist aus der Luft gegriffen.

Russland hat wenig Interesse an steigenden Energiepreisen. Durch den Ukraine-Krieg werden die Stimmen in Europa lauter, die Abhängigkeit von russischen Energieprodukten durch eine Abhängigkeit von transatlantischem Fracking-Gas aus den USA zu ersetzen. Die USA versuchen unterdessen massiv mehr Einfluss auf den europäischen Energiemarkt zu gewinnen. Eine Preissteigerung von russischer Seite wäre fatal. Doch durch die Wirtschaftssanktionen der EU-Länder sind sie nach Angaben des russischen Außenministeriums „unausweichlich“. Eine Drohung sieht anders aus.

Quellen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/sanktionen-russland-droht-europa-mit-hoeheren-energiepreisen-a-983698.html
http://www.deutschlandfunk.de/reaktion-auf-sanktionen-putin-kuendigt-hoehere.1818.de.html?dram:article_id=293152
http://www.berliner-zeitung.de/politik/-sanktionen-in-der-ukraine-krise-russland,10808018,27986234.html
http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Russland-droht-nach-Sanktionen-hoehere-Energiepreise-fuer-Europa-an-id30851672.html

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  1. „Die Politik Europas und aller europäischen Bündnisse, wie immer sie sein mögen, ist stets gegen Russland gerichtet. So setzt Europa, indem es den von Amerika vorgegebenen Kurs auf Sanktionen gegen Russland befolgt, seine langfristige, jahrhundertealte Politik fort. Man versteht in Europa Eines nicht: wird die lokale Krise in der Ukraine nicht jetzt eingedämmt, kommt über Europa ein großer Krieg.“ Waleri Pjakin, Experte an der Stiftung für konzeptuelle Technologien

    • Was wir sehen ist ein bipolare Veranstaltung – wozu damit in Resonanz gehen. Es ist langweiliger, dummer, negativer Mist. Diese Veranstaltung der Rotschild-Zentralbank Rußlands gegen die Rotschild-Zentralbanken in Amerika und Europa, gesteuert durch die Zentralbank der Zentralbanken, die BIZ. Wer aber steuert diese Bank – zufällig sind die Gründer der FED alle Ritter von Malta, wirklich zufällig?