in Medien

Haben Sie kürzlich den SPIEGEL gelesen? Er zitierte eine bemerkenswerte Umfrage des Allensbachinstitutes.

Konjunktur robust, Arbeitsmarkt stabil, Euro-Krise abgeflaut: Angesichts der wirtschaftlichen Lage schauen viele Deutsche optimistisch aufs neue Jahr. So gut war die Stimmung seit Mitte der Neunziger nicht mehr.

Ich wohne da wohl in der falschen Ecke Deutschlands. Hier ist keiner so optimistisch, aber wenn die Bildzeitung für die gehobene Klasse dies vorgibt, wird keiner so schnell widersprechen. Schauen wir ein paar Tage später nochmal beim SPIEGEL vorbei:

„Mut zu immer neuen kleinen Anfängen“: Das forderte Angela Merkel von den Deutschen in ihrer Ansprache. Aber auch für die Kanzlerin könnte es das Motto der nächsten Monate sein. Die Euro-Krise ist längst nicht überstanden, und auch in der Innenpolitik steht ihre Koalition vor etlichen Baustellen.

Haben Sie etwas bemerkt?

Ja – die Eurokrise ist auf einmal wieder da. Für den Bürger ist sie abgeflaut, aber für die Kanzlerin ist sie eine wichtige Herausforderung. Was wir daraus lernen? Nun – könnte sein, dass der Bürger einfach zu blöde ist, die Krise richtig einzuschätzen. Es war aber der Journalist des SPIEGEL – und nicht der Bürger – der nebenbei bemerkt hat, dass die Krise bitte schön keine Rolle mehr zu spielen hat. Wir haben alle glücklich und optimistisch zu sein, weil wir sonst verschrobene Einzelgänger sind, die den Trend der Zeit, die Wirklichkeit und die Realität nicht verstehen wollen oder können.

Krise ist nur dann da, wenn sie nützlich ist – so könnte man es auch beschreiben.

Was ist das eigentlich, ein Journalist?

Das ist nicht leicht zu beantworten, denn: der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt. Bevor wir uns jetzt in die rein akademische Diskussion stürzen wollen, was denn nun wirklich ein echter, richtiger, guter Journalist ist und welche Journalisten alle falsch und böse sind, sollte uns erstmal eins auffallen: für diesen nicht geschützten Beruf gibt es Schulen.

Seltsam, oder?

Jeder in Deutschland darf sich Journalist nennen, wenn er öffentliche Schriften verfaßt: hier gilt der Schutz der Meinungsfreiheit. Lange Zeit konnte man nur öffentliche Schriften verfassen, wenn man einen Finanzier hatte, der einem die Mittel zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte – eine Zeitung, einen Verlag, eine Partei, eine Kirche, eine Gewerkschaft oder was es sonst noch so an gesellschaftlich etablierten Mächten gab. Heute kann das jeder – per Internet. Ist ganz leicht zu erlernen – viel leichter jedenfalls als die Kunst der Rede oder der Wahrheitsfindung.

Wozu braucht ein Beruf, der kein klares Berufsbild hat (obwohl viele Journalisten für sich selbst ein sehr klares Bild haben), eine Schule? Wozu brauche ich zur Formulierung meiner politischen Meinung in der Öffentlichkeit eine Ausbildung?

Wer zum Beispiel braucht eine RTL-Journalistenschule, die seltsamerweise auch die Landesanstalt für Medien NRW als Gesellschafter hat, die sich die Aufsicht im Internet als Aufgabe selbst gestellt hat, aber bei der Aufsicht über Sendeinhalte des RTL, welche Persönlichkeitsrechte (von Arbeitslosen) verletzen, sexuelle Handlungen deutlich abbilden oder Sendungen ausstrahlen, die einem „fragwürdig, anstößig oder kriminell“ vorkommen können, offensichtlich wenig Aktivität zeigt. Sehe ich, welche Methoden RTL laut Zeitgeistmagazin anwendet, so würde ich schon sagen: da macht man den Bock zum Gärtner – mit Hilfe von Steuergeldern.

Züchtet man sich aber so – mit staatlichem Segen – seine eigenen Journalisten heran, schützt man sich hervorragend vor zukünftigen „Whistleblowern“.

Das gilt nicht nur für RTL.

Natürlich haben Parteien ihre eigenen Schulen, ebenso Kirchen und Verlage. Man erzieht gerne jene, die die Meinung des Auftraggebers vervielfältigen sollen, selber. Im Prinzip wäre also jede Journalistenschule ein Vergehen gegen die freie Meinungsbildung und Wahrheitsfindung, weil hier jeweils nur eine bestimmte Perspektive hervorgehoben wird, eine bestimmte Art der Darstellung favorisiert wird … und eine bestimmte Methode der Manipulation der Wahrheit praktiziert wird, die Pressesprecher von Parteien und Konzernen gerne zur Verschleierung unangenehmer Wahrheiten einsetzen.

Schon verstehen wir, warum man teils sehr kostenintensive Ausbildungen für einen Beruf anbietet, den man ohne jegliche Ausbildung jederzeit selbst ausüben könnte.

Journalismus.com, der „Journalisten-Treff im Web“, beschreibt deutlich, warum man diese Journalistenschulen besuchen sollte:

Die meisten Journalistenschulen in Deutschland genießen einen exzellenten Ruf. Hier lernen Journalisten das Handwerk von der Pike auf. Wer Absolvent einer Journalistenschule ist, findet in den meisten Fällen einen Job.

Wie das „Handwerk“ aussieht, haben wir oben bei den zeitlich naheliegenden Artikeln des Spiegel gesehen. Wer noch ein paar handwerklich korrekte Ergüsse zum Thema „Verdrehung der Realität“ haben möchte, ist bei Fietje Stegers von „Netzjournalismus.de“ gut aufgehoben: dort sieht man, wie Tagesschau, Stern, Spiegel-online und andere Auftraggeber ganz verschiedene Abläufe der Konfrontation des Vaters das NSU-Täters Mundlos mit dem betreffenden Richter beschreibt.

Wirklichkeit ist halt in ihrer Beschreibung enorm dehnbar.

Was aber die Journalistenschulen auszeichnet, ist vor allem eins: man findet in den meisten Fällen einen Job.

Ach so.  So kann man auch formulieren, dass sie Vorrausetzungen für eine jener gut bezahlten und rar gesäten Stellen als bezahlter Vollzeitjournalist ist – eine angenehme Alternative zum stets hungrigen, von Obdachlosigkeit und sozialer Ausgrenzung bedrohten „freien Journalisten“, die in Deutschland steten Zulauf haben … vor allem, weil die tollen (und untereinander bestens vernetzten) Journalisten der Journalistenschulen sie aus dem Job verdrängen.

Die Henri-Nannen-Schule prahlt ganz offen mit ihren Absolventen:

Ehemalige Nannenschüler sind in rund 120 deutschen Redaktionen anzutreffen, in allen Mediengattungen. Sie produzieren im Politikressort oder Feuilleton, am Newsdesk oder in der Lifestyle-Redaktion. Sie arbeiten als Korrespondenten im Ausland, als Community-Redakteure, als investigative Reporter. Nicht wenige von ihnen sind in Führungspositionen gelangt, als Ressortleiter, Textchefs und auch als Chefredakteure.

Seit 1979 haben 631 junge Frauen und Männer unsere Ausbildung absolviert. Ende 2013 arbeiteten knapp 200 von ihnen als fest angestellte Redakteure bei G+J, dem Spiegel und der Zeit (jeweils Print und Online). Insgesamt waren bei den drei Verlagen, die die Schule tragen, in den vergangenen Jahrzehnten noch mehr Nannenschüler beschäftigt; viele von ihnen haben Verlag und Redaktion mehrfach gewechselt, typisch für die meisten Journalisten-Biographien.

Weitere rund 180 Absolventen hatten Ende 2013 einen Anstellungsvertrag bei anderen Redaktionen. Und 200 Absolventen sind als freie Journalisten tätig. Manche machen auch beides zugleich – so die Absolventen des jüngsten Lehrgangs 2012/13, die sich, ob fest angestellt oder frei, alle gemeinsam zu einer Journalistengemeinschaft zusammengeschlossen haben: www.killdarlings.de. Und 50 ehemalige Nannenschüler haben seit 1979 den Beruf gewechselt – wozu wir auch jene zählen, die nun eine Festanstellung in der PR-Branche haben.

Den gleichen Einfluß auf die Meinungsbildung in Deutschland hat auch die Berliner Journalistenschule:

Seit 1986 hat die BJS über 350 junge Journalisten zu Redakteuren ausgebildet. Viele von ihnen arbeiten heute erfolgreich in verantwortlichen Positionen, zum Beispiel als Chefredakteure, Moderatoren oder Korrespondenten.

Eine kleine Hand voll führender „Journalistenschulen“ bestimmen also, welche Leute uns Nachrichten in jener Form bringen, die ihren Auftraggebern genehm ist. Zu den führenden Journalistenschulen gehört auch die Kölner Journalistenschule – ein Prunkstück der deutschen Medienwelt:

Das Sponsoringkonzept der Kölner Journalistenschule gibt Unternehmen die Möglichkeit,

  • schon während der Ausbildung Kontakt zu den angehenden Politik- und Wirtschaftsjournalisten der Kölner Journalistenschule zu knüpfen;
  • ihre Öffentlichkeitsarbeit, die Entwicklung ihrer Branche und ihre Unternehmensstrategie den Kölner Journalistenschülern vorzustellen;
  • die Ausbildung, einzelne Ausbildungselemente oder die technische Ausstattung der Kölner Journalistenschule finanziell zu unterstützen.

Hier können sich Unternehmen schon während der Ausbildung genehme Journalisten kaufen, mieten oder warm halten. Den Service nehmen folgende Unternehmen in Anspruch: Bayer, Ergo, RWE, Henkel, Telekom, BP und einige andere hochrangige Konzerne in Deutschland. Der Fettdruck wurde von der Schule selbst vorgenommen – und sagt genug aus. Hier kauft man sich als Konzern Politik- und Wirtschaftsmeinung und bestimmt, wann genau die Eurokrise jetzt abflaut oder zum Problem wird – sogar innerhalb eines einzelnen Magazins.

Man könnte darüber lächeln … wäre nicht der Journalismus im Prinzip die „Vierte Macht im Staat“, jene Macht also, die den anderen Mächten auf die Finger schauen soll. Was würden wir dazu sagen, wenn die anderen Mächte im Staat von privaten Schulen trainiert werden, um ihr „Handwerk“ sinnvoll auszuführen – wobei die Reduktion des Journalismus auf „Handwerk“ schon der erste Schritt ist, seine gesellschaftskritische Komponente auszulöschen.

Laut Wikipedia bestand Journalismus im „Vormärz“ noch aus „geistig anspruchsvoller Flugblatt- und Zeitschriftenliteratur“, während heute das (geistlose?) „planmäßige Zusammenwirken von Nachrichtenwesen und Tagesliteratur“ vorherrscht.

Wer aber schreibt den Plan dazu – den Journalisten dann handwerklich korrekt umsetzen sollen …. oder müssen, wenn sie einen Job wollen?

Was bleibt, ist der Eindruck, dass sich das „System“ (in Anlehnung an das gleichnamige Buch des Verfassungsrechtlers Hans Herbert von Arnim) den Journalismus als professionellen Auftragslügner gefügig gemacht hat und damit komplett die öffentliche Meinung dirigiert – ganz nach Wunsch der Auftraggeber.

So ist zu erklären, dass Montags keine Krise ist, Dienstags aber wieder, Donnerstag jedoch nicht – ausser für die Kanzlerin.

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19 Kommentare

  1. TV und Standartpresse ähneln mittlerweile bemerkenswert dem DDR-TV:

    „Alles Bestens, dies ist der Aufschwung! Die Regierung macht einen guten Job!“

    Der Politik-interessierte Bürger nimmt die eh nicht mehr ernst. NSA-Kollaborateure! 30 Silberlinge…

    Beredt ihr Schweigen zu brisanten Fragen:

    – Ist die BRD eine CIA-Drehscheibe, in denen Menschen wider Menschenrecht in Folterlager verschlebt werden?

    – Ist Masseneinwanderung eine Waffe des Besatzers, um Deutschland innenpolitisch zu destabilisieren, analog zu Syrien?

    – Ist die USA (sowie Israel) ein Völkerrecht brechender Schurkenstaat, mit dem wir dem wir die Kooperation verweigern müssen, wenn uns das Völkerrecht etwas bedeutet?

    – Gehen unsere Renten als Zinszahlung…

    • …zur Wallstreet?

      – Ist der ESM ein weiterer Landesverrat, Fortsetzung des Versailler Diktats?

      – Sind die Bundestagsparteien durch ihre Kollaboration mit der NSA Landesverräter wie brecher ihres Eides „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“?

      – Werden Volksabstimmungen in der BRD verhindert, da Politik gegen die Deutschen gemacht wird?

      – Werden die Wahlergebnisse gefälscht?

      – Ist die NSU ein Geheimdienstprojekt zum Erhalt des rechtsextremen Popanzes?

      – Barschel, Möllemann, Haider, Herrhausen und Rohwedder Opfer von Geheimdiensten des Besatzers?

      – War Merkel, obwohl in der CDU unbeliebt, die Wunschkandidatin der jüdischen Lobby?

      – Wieweit gehen die Verbindungen des Bertelsmanns zur US-Administration?

      usw.

  2. @Richard: Sie machen es mir einfach: ich kann Ihre Fragen alle mit NEIN beantworten. Außer: das Bundestagsparteien Volksverräter sind, wäre belegbar. Das Barschel ermordet wurde, erscheint wahrscheinlicher als die öffentliche Theorie. Das die NSU ohne Geheimdienst nicht denkbar ist, dürfte Fakt sein. Das dahinter die „große jüdische Weltverschwörung steckt“, ist größter anzunehmender Mumpitz, der verbreitet wird, um kritische Geister mit aller Macht in die rechtsradikale Ecke abzudrängen. Dort angekommen, ist man dann endgültig völlig machtlos, weil man in aller Öffentlichkeit völligen Mumpitz verbreitete. Preisfrage: wer hat daran wohl ein Interesse?

    • „Mumpitz“ – wer solch festlegende Aussagen machen kann, muß jemand sein, der nicht mehr die Wahrheit sucht, sondern ein Wissender ist. Ich selbst weiß nicht, was die Wahrheit ist, weswegen ich noch Fragen stelle. Sie können meiner Unwissenheit folglich abhelfen.

      1. Ist es nicht so, dass der CIA Menschen wie z.B. Kurnat über BRD nach Guantanamo verschleppt? „Mumpitz“?

      2. Christoph Hörstel (ehemaliger ARD-Korrespondent) sagte in einem Interview Merkel war die Wunschkandidatin der jüdischen Lobby. Auf Ihren Gegenbeweis bin ich gespannt!

      3. Bei der letzten Bundestagswahl sollen Säcke mit unberücksichtigten Briefwahlscheinen nach der Wahl gefunden worden sein. „Mumpitz“- oder Wahlmanipulation?

      • Mein letztes Posting ist offenbar nicht angekommen, also nochmal:

        4. Bertelsmann: Ist seine Tochter Avarto nicht IT- wie Logistikdienstleister für die Nato und traf sich nicht der Vorstand 2005 mit Kissinger (CFR) und Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer mit B-Vorstand zwecks Strategiebesprechung zu China und Indien? Prof. Weidenfeld, Berater der letzten drei BRD-Kanzler und Elmar Brook EU-Abgeordneter sind nicht eng mit dem B. verwoben? Was macht die Tochter CAP?

        5. Ist es falsch, wenn der ehemalige Mossad-Agent Viktor Ostrovsky beim Fall Barschel klartext redet?

        Ach ja, von „jüdischer Weltverschwörung“ habe ich nie gesprochen, ist mir zu indifferent.

    • Die deutsche Bevölkerung wird gezielt unter Schuld gehalten .
      Die „deutsche Schuld“ prägt die deutsche Politik
      wie nichts sonst die deutsche Politik prägt .

      Im Übrigen frage ich mich ,
      wer am neuen Antiislamismus Interesse hat
      und wer ihn schürt – wer will Europa in den Krieg gegen islamische Länder führen .

  3. 1. wenn das einmal passiert, ist das keine Regel, sondern einmal passiert. So etwas reduziert ein Land nicht zur CIA-Drehscheibe. Zehnmal auch nicht.
    2. Hörstels Meinung ist nicht automatisch Wahrheit.
    3. findet man bei jeder Wahl – keine ist „perfekt“. Kann passieren, reicht noch nicht für die Anklage wegen Wahlfälschung
    4. Bertelsmanns Rolle in der BRD ist in der Tag fragwürdig, war aber nicht Thema
    5: Wenn er die Wahrheit sagt, ist es richtig. Lügt er, ist es falsch.
    Weitere Fragen?

    • Zu 1: Ähem, der Gegenbeweis ist von dem zu erbringen, der dies als „Mumpitz“ bezeichnet. Also zehn Verschleppte machen für Sie die BRD nicht zur CIA-Drehscheibe, und was würden Sie denn zu 333 sagen, 309 mal von Frankfurt, 24 mal über Ramstein, Passagiere unbekannt?

      Zu 2: Und wo ist Ihr Mumpitz-Beweis?

      Zu 3: Eine Verharmlosung ist kein Gegenbeweis, der ein Frage zu Mumpitz macht.

      Zu 4: Ich hatte sehr wohl die Frage nach den Kontakten des Bertelsmanns als größte deutsche Medienagentur zur US-Administration aufgeworfen.

      Zu 5: Mit anderen Worten Sie haben keinerlei Kenntnis hinsichtlich der Involvierung des Mossads.

      Nun, zumindestens haben wir herausgefunden, dass wir beide grad mal wissen, dass wir nichts wissen.

  4. 1. angesichts des Gesamtvolumens an „Verschickungen“ der USA über Deutschland (Truppen, Munition, Agenten) eine geringe Zahl. Wie viel werden über Belgien, Spanien oder Portugal verschickt? Sollte man schon wissen, bevor man Deutschland eine Sonderstellung einräumt
    2. Ob Merkel der Wunschkandidat irgendeiner Gruppe war, bedeutet nicht automatisch, dass diese Gruppe auch die Macht hatte, ihren Willen durchzusetzen. Solche Fragen und Aussagen haben nur Sinn vor dem Hintergrund der internationalen jüdischen Weltverschwörung – ohne diesen Hintergrund sind sie so gegenstandslos wie die Behauptung von Silas Schulz, Merkel sei der Liebling der Bäckerinnung
    3. die Behauptung „sollen gefunden sein“ ist doch ebenfalls kein Beweis

  5. 4. nicht nur Bertelsmann sondern die gesamte Deutsche Wirtschaft (über Lions und Rotarier) hat enge Kontakte zu den USA – extre dafür gibt es ja die Atlantikbrücke. Schreibe oft genug darüber. Wenn sie erstmal die Kontakte der Bundeswehr zu den USA sehen würden – oh Mann, da geht es richtig ab
    5. Mir liegen die Aussagen eines Agenten vor. Die können wahr sein oder nicht. Ich halte sie für wahrscheinlich, kann aber ihren Wahrheitsgehalt nicht belegen.
    Wissen … ist schwer zu erlangen. Philosophen wissen, dass das Wissen um ihr Nichtwissen die höchste Erkenntnis ist, die sie ehrlicherweise erlangen können.

    • 3. Immerhin berichteten selbst Journalisten, welche Sie in Ihrem Aufsatz als „professionelle Auftragslügner“ bezeichnen über mehrere dieser Fälle. Für Sie ist das hingegen „Mumpitz“.
      4. Wenn Ihnen die Einflußnahme einer ausländischen Macht auf die größte deutsche Medienagentur und mehr bekannt ist, warum ist die Frage danach dann „Mumpitz“?
      5. Also ebenfalls weder „Mumpitz“ noch „jüdische Weltverschwörung“, sondern „wahrscheinlich“ ähnlicher Staatsterrorismus wie der Mossad ihn in Riad an demokratisch gewählten Hamas-Politikern verübte. Jetzt hätte ich analog von einem investigativen Journalisten die Frage nach den Morden an iranischen Physikern erwartet.

  6. 1. „geringe Zahl“?, pardon, wir reden hier über ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, deren Realität offenbar wurde. Was sollen da Relativierungsversuche via Belgien usw.? Was soll der negierende Begriff „Mumpitz“, so jemand nach diesen Menschrechtsverbrechen fragt?
    2. Ohne den Nachweis dass diese Lobby einen ihr nicht zustehenden Einfluß nicht hat, verbietet sich die Gegenbehauptung und für einen investigativen Journalisten ist dieser Frage nachzugehen Pflicht, aber ganz sicher nicht die Möglichkeit in einem besetztem Land rundheraus als „Mumpitz“ abzutun. Der Griff zu NS-Parolen ist da nur ein schwaches Manöver, um sich vor unpopulären Fragen zu drücken. Und Nein, für solche Fragen bekommt man keinen Leo-Stats-Preis.

  7. @Richard: ich brauche keinen Preis, noch strebe ich einen an. Mir wurde vorgeworfen, ich würde gezielt zu gewissen Themen schweigen – aus dieser Position heraus bewerte ich die Fragen als Mumpitz, weil die Frage an sich Wertungen enthalten, die ihre Beantwortung überflüssig machen, weil nur gewünschte Antworten erwartet werden: ohne, dass man kritiklos den Mythos vom „besetzen Land“ akzeptiert, ergeben die Fragen unter dem Siegel des „beredten Schweigens“ keinen Sinn, sind rhetorische Fragen, die nur für „Eingeweihte“ Sinn ergeben – und wo deren geistige Heimat ist, läßt sich durch Blick in NPD-Argumentationen unschwer verorten.

    • Ihren „professionellen Auftragslügnern“ wurde etwas vorgeworfen, nicht Ihnen. Sie hatten keinen Grund sich angesprochen zu fühlen, im Gegenteil, meine Fragen unterstützen Ihre Darstellung.

      Diskreditiert man kritische Fragen als „Mumpitz“, so findet man sich irgendwann bei der Relativierung von Menschenrechtsverbrechen wieder. Ist eigentlich der Punkt einzuräumen, dass die gestellten Fragen vielleicht doch nicht so falsch waren. Wäre auch nicht die Welt, wir sind alle nur Menschen.

      Die NPD-Keule hingegen – naja, da steige ich dann aus.

  8. Nun – das muss ja auch nicht Ihre Sache sein. Es gibt einige gezielte Argumentationsketten, die momentan permanent gestreut werden und letztlich bei der NPD enden. Sie gehen aber nicht von dort aus. Den Ursprung kenne ich noch nicht, nur die Ableitungen. Da dies hier ein unabhängiges Magazin ist und bleiben soll, grenze ich mich gerne gegen diese (schätzungsweise vom Verfassungsschutz konstruierte) Mythen ab, die im Anschluß schnell zur Keule führen. Aber: da habe ich gemerkt, dass ich ihre Worte falsch verstanden habe – ich dachte, Sie meinten MEIN beredtes Schweigen. Sie meinten aber deren Schweigen – ja, dort sind ein paar Fragen angebracht. Das war ein Missverständnis, für das ich um Entschuldigung bitte.

    • Entschuldigung angenommen.

      Tatsächlich fand ich Ihren Aufsatz auch recht gut.

      Die NPD scheint ebenso wie die NSU wesentlich vom Geheimdienst konstruiert, analog zu Alkaida. Läßt sich prima zur Diffamierung von Patrioten im Sinne Sokrates oder Goethes benutzen.

      Ich empfehle die Kritik von Evelyn Hecht-Galinski bzgl. des Verbrecherstaats Israel. Findet sich u.A. auf Youtube, aber auch auf KenFM. Dazu muß man kein NPDler sein, schlicht ein gesundes Gespür für Unrecht haben.

  9. Mumpitz war die große jüdische Weltverschwörung – nicht all´ Ihre Fragen generell. Mit Hinweis auf die „jüdische Lobby“ manövrieren Sie sich selbst in die Ecke, die für solche Argumente vorgesehen ist. Das muss einem aber nicht gefallen – vor allem einem selbst nicht. Wäre ich Besatzer – ich würde diesen Mythos fördern, wo ich nur kann … so binde ich alle gerechtfertigte Kritik an die NPD und nehme ihr damit jede Wirkung.

  10. Ein sehr guter und treffender Artikel! Gerade der Verweis auf die Kölner Journalistenschule spricht doch schon Bände. Wie heißt es so schön? „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Zu ergänzen wäre allerdings noch, dass diese Meinung oftmals nicht auf politischer Erkenntnis oder grundsatzphilosophischer Grübelei, sondern auf profanem Profitinteresse basiert. Wie frei sind diese „unabhängigen Medien“? Sie sind ungeheuer abhängig, denn sie gehören privaten Pressekonzernen und Privatpersonen, oder sie sind öffentlich-rechtlich und somit von Parteien beeinflusst. Und hinter den Parteien stehen über den Umweg der Parteispenden wieder die Konzerne und Superreichen. Nur gut, dass es das Internet…

  11. Wer die öffentlichen Medien nutzt, um sich informieren zu lassen, wird einfach verars..ht :-( Seit Jahren werden nur der Regierung passenden Informationen veröffentlicht und berichtet, dabei aber oft gelogen oder verdreht! Wenn man die GEZ Gebühren zahlt, bezahlt man eigene Verars..he und hilft dabei die anderen Menschen zu verars..hen :-( Viele werden sagen „aber im TV kommen auch gute Sachen“ :-/ Ha Ha! Dann schaut ihr diese Sachen von der falschen Seite an!