Armutsrisiko: Über 2,5 Millionen verdienen weniger als 2.000 Euro brutto

Armut ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko, heißt es in zahlreichen Berichten in den vergangenen Jahren immer wieder. Demzufolge müsste die Anzahl der Menschen, die weniger als 2.000 Euro brutto monatlich verdienen, einige Gesundheitspolitiker aufschrecken. Einem Bericht von „t-online“ zufolge verdienen über 2,5 Millionen Menschen weniger als 2.000 Euro pro Monat.

In Ostdeutschland ist das Armutsrisiko noch größer

Dabei sei dem Bericht zufolge gut jeder 8. Vollbeschäftigte in Deutschland betroffen.  In Ostdeutschland, so gab demnach die Bundesregierung auf eine Anfrage der „Linken“ im Deutschen Bundestag an, sei annähernd jeder fünfte von dieser Situation betroffen. Ende 2020, so zitiert t-online auch aus einem Bericht der dpa, würden Ende 2002 2,545 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ein Entgelt von weniger als 2.000 Euro monatlich beziehen.

In Westdeutschland sind demnach 10 % von diesem Umstand betroffen, in Ostdeutschland 18 %. Ein solches Einkommen wird nach Abzug aller Sozialabgaben und Steuern zu Nettoeinkünften von etwa 1.200 Euro führen, was wiederum nur knapp über dem jeweiligen Hartz-IV-Satz liegen dürfte. Bei steigender Inflationsrate und bei geringeren Lohnsteigerungen wiederum dürfte die Armut in zahlreichen Haushalten noch steigen.

Umstritten ist politisch, wie die Lösung für das Problem aussehen könnte. Die SPD fordert nun einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde, die Wirtschaftspolitiker der Union oder aus der FDP verweisen auf den existierenden Mindestlohn und darauf, dass die Wirtschaftsleistung steigen müsse. Nicht zu vergessen: Einkommen können in Deutschland, wenn sie zu niedrig sind, aufgestockt werden. Dennoch ist der hohe Anteil an Haushalten mit schwächerem Einkommen sicherlich überraschend. Zur Information: Die Inflationsrate in Deutschland hat mittlerweile einen Wert von 3,9 % erreicht.