in Gesellschaft

Das große Projekt, das dazu dienen sollte, die tiefen Löcher in den öffentlichen Kassen zu stopfen, ist soeben vom Gericht ausgebremst worden.  Artur Mas, der Regierungschef von Katalonien, wollte mit Gewalt die Wasserversorgung von Barcelona, Aguas Ter-Llobregat (ATLL), privatisieren.  Die sollte an ein Konsortium verkauft werden, das von Acciona angeführt wird.

Jetzt wird es eng für Artur Mas, denn er hatte von Acciona im Dezember bereits eine Anzahlung von knapp 300 Mio. Euro kassiert.  Nur mittels dieser Summe war es dem katalanischen Regierungschef gelungen, das Jahr 2012 mit einem Defizit von 1,96% abzuschließen.  Das war dem Richter egal:  “Wer solche Eile hatte, den Vertrag vor der Gerichtsentscheidung zu unterzeichnen, kannte das Risiko genau!”  –  Geklagt hatte Agbar, das Unternehmen, das nach der offiziellen Ausschreibung ebenfalls ein Angebot abgegeben hatte.  Acciona habe die Investitionsfristen der Ausschreibung nicht eingehalten, lautete die wichtigste Begründung.

Trotzdem hatte Artur Mas im Dezember jede erdenkliche Eile gehabt, den Deal dem riesigen Acciona-Konzern zuzuschlagen und kassierte sofort 298 Mio. des vereinbarten Kaufpreises von 1 Milliarde Euro, um den Jahresabschluss zu retten.  Eine Milliarde Euro für die Wasserversorgung einer einzigen Stadt – muss ein blendendes Geschäft sein! Jetzt brennen alle Lampen in Barcelona:  Die Regierung Kataloniens ist nicht sicher, ob man besser Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegt oder doch Agbar den Vertrag gibt.  Doch woher die knapp 300 Millionen nehmen, die Acciona zurück verlangen wird und die längst im Finanzloch verschwunden sind?

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