in Gesellschaft

Der Libertarismus ist im deutschen Sprachraum nicht allzu prominent. Bedeutende Vertreter wie Ludwig von Mises oder Friedrich August von Hayek werden – anders als im angelsächsischen Raum – wenig rezipiert, und wenn, dann werden ihre Auffassungen von Kritikern mit negativ konnotierten Schlagwörtern wie „entfesselte Märkte“, „Raubtier-Kapitalismus“ und „Neo-Liberalismus“ verbunden. Dabei beschreibt der Libertarismus (oder Spielarten wie Anarcho-Kapitalismus, Voluntarismus etc.) sich selbst als eine Theorie, die individuelle Freiheit und wirtschaftliche Ausgeglichenheit zwanglos miteinander verbindet.

Grundprämisse ist dabei die Vorstellung vom Selbsteigentum, d. h. des moralischen Rechts eines Menschen auf das Eigentum am eigenen Körper. Was ein Individuum in der Natur finde, sei ebenfalls sein Eigentum, solange es nicht bereits jemandem gehört. Was das Individuum mit diesem Stück Natur und seiner Hände Arbeit produziert, sei weiteres Eigentum, das wiederum nur durch freien Tausch auf einen anderen übergehen könne. Das Leben und das Eigentum des Individuums zu schützen, sei einzige Aufgabe des Staates; Abgaben an den Staat, die die innere und äußere Sicherheit ermöglichen, seien daher die einzigen gerechtfertigten Abgaben. Alle Steuern, die der Staat darüber hinaus erhebe (z. B. zur Sicherung von Sozialsystemen), seien als Zwangsabgaben unmoralisch und werden als Raub bewertet.

Hauptargument der Libertären ist die Vorstellung, dass das momentan vorherrschende Wirtschaftssystem (von ihnen Korporatismus genannt) die großen wirtschaftlichen Ungleichheiten unter den Menschen erst ermögliche bzw. perpetuiere. Der Korporatismus unterscheide sich vom eigentlichen Kapitalismus darin, dass in ihm eine enge Verquickung von Politik und Unternehmen zu finden sei – der Staat ermögliche es den Unternehmen mithilfe seines Gewalt- und Geldmonopols erst, ihre Vorteile auf breiter Ebene – bis hin zum Monopol – auszubauen. Z. B. durch Lobbyismus, vor allem aber durch das vom Staat aufgezwungene Geldsystem gelinge es Einzelnen, große Macht an sich zu reißen. Die z. B. von Hans-Hermann Hoppe befürtwortete Privatrechtsgesellschaft hingegen verhindere übergroße Machtanhäufung aufgrund des freien Wettbewerbs.

Der Journalist und Buchautor Oliver Janich („Die Vereinigten Staaten von Europa„, „Der Kapitalismus-Komplott„) im Interview über Thesen und Probleme des Libertarismus.

Aus dem Recht am eigenen Körper folgt für den Libertarismus das Recht auf Eigentum als dem Recht auf das, was mit dem eigenen Körper gefunden, bearbeitet und hergestellt wird. Begründet wird dies mit der Gegenfrage: Wem soll das Produkt der Aneignung durch Arbeit sonst gehören? Liegt darin nicht eine falsche Dichotomie – entweder mir oder einem anderen? Wieso kann etwas nicht allen oder auch keinem gehören? Schließlich ist man selber mit all seinen Fähigkeiten auch in einer freien Marktwirtschaft zu einem gewissen Teil ein Produkt der Gesellschaft – z. B. durch Erziehung, Bildung, Teilhabe etc. Wäre es dann nicht nur gerecht, wenn das Ergebnis auch der Gesellschaft zu einem gewissen Teil zugute käme? Und beruht nicht beinahe jede Arbeit auf der Verwendung von Ressourcen, die als Gemeinbesitz angesehen werden müssten – demnach auch das Produkt dieser Arbeit?

Oliver Janich (OJ): Ganz im Gegenteil, der Anarchismus ist vollkommen widerspruchsfrei. 1. Wenn niemandem etwas gehört, kann auch niemand darüber verfügen. 2. Wenn allen alles gehört, käme es ja andauernd zu Konflikten. Wer entscheidet denn, wer was benutzen kann, wenn alles allen gehört? Es müsste ja bei jeder Handlung darüber abgestimmt werden, ob sie zulässig ist. Und selbst wenn man das täte, würde ja eine Mehrheit denklogisch eine Minderheit unterdrücken. Das Wesen der Marktwirtschaft ist ja gerade, dass alle davon profitieren. Wenn jemand etwas erfindet, kommt der technische Fortschritt jedem zugute, der davon profitieren will, indem er sich das Produkt kauft. Jeder Arbeiter, der am Produktionsprozess beteiligt ist, profitiert durch den Lohn, der ja eine fixe Beteiligung an dem erzeugten Mehrwert darstellt. Es steht auch jedem frei, selbst Unternehmer zu werden oder eine Gewinnbeteiligung auszuhandeln. Darüber hinaus gäbe es ohne Staat keine Patente, so dass ohnehin jeder die neuen Ideen nutzen kann.

 

Eigentum ist ja kein natürlicher Gegenstand, sondern ein Verhältnis zwischen Menschen. Sobald ich etwas besitze, bin ich berechtigt, andere vom Zugang dazu auszuschließen. Ergibt sich auf diese Weise in einer Privatrechtsgesellschaft nicht notwendigerweise ein ungleiches Machtverhältnis? Diejenigen, die geschickter und / oder glücklicher sind, sich etwas anzueignen, erhalten ein Übergewicht an Macht und infolgedessen ein Übergewicht an Produktionsmitteln. Wer mehr Grund und Boden, Verkehrswege, Maschinen, Nahrungsmittel, Wissen etc. an sich gerissen hat und die anderen legal davon ausschließen darf, wird in einer freien Marktwirtschaft Vorteile haben (und durch Investitionen in Rationalisierung fortschreiben), mit denen er jegliche Konkurrenz ausschalten kann – bis hin zum Monopol. 
Führt daher das Recht auf Eigentum in Verbindung mit freier Konkurrenz nicht zu immer größerer Akkumulation von Macht?

OJ: Auch hier ist das exakte Gegenteil der Fall. Wenn es so wäre, wie Sie unterstellen, gäbe es ja schon längst nur noch ein Unternehmen auf der ganzen Welt, das alle anderen aufgekauft hat und so aufgrund der Stückzahlen konkurrenzlos billig produzieren könnte. Es gab aber noch nie ein dauerhaftes privates Monopol in der gesamtem Geschichte der Menschheit und wird nie eines geben. Ganz einfach aufgrund des Wettbewerbs. Sehen Sie sich nur die ganzen Marktführer an, die ihre Position verloren haben: Nokia, IBM, MySpace, Yahoo, um nur einige zu nennen. Ein Unternehmen behält seinen Vorsprung nur, wenn es die beste Leistungen anbietet, und dann ist es ja auch wunderbar, wenn dieses Unternehmen Marktführer bleibt. Entscheidend ist: Ein Unternehmen kann niemanden zwingen, seine Waren zu kaufen, der Staat schon. Deshalb verlangt er für seine „Dienste“ inzwischen auch 70% des Einkommens, während er für die Sicherheit der Bürger nur 100 Euro im Monat ausgibt.

Die Grundannahme des Libertarismus lautet, der freie Markt regele alles über die Mechanik von Angebot und Nachfrage sowie mithilfe der unsichtbaren Hand. Die Bedürfnisse der Menschen würden am besten erfüllt, wenn freie Unternehmer im Wettbewerb ihren Profit anstreben können: nützliche Angebote werden vom Kunden angenommen und die Anbieter belohnt, weniger nützliche werden vom Markt verschwinden. Was entgegnen Sie dem Einwand, es gehe in der freien Marktwirtschaft immer nur um zahlungsfähige Nachfrage, nicht um wirkliche Bedürfnisse der Menschen selbst? Was produziert wird, ob überhaupt, für wen, unter welchen Umständen, entscheide allein das Kriterium der Verkaufbarkeit auf dem Markt, also der Tauschwert eines Produkts, nicht sein tatsächlicher Nutzen. Führt das nicht dazu, dass Bedürfnisse, für deren Befriedigung nicht bezahlt werden kann, in einer Privatrechtsgesellschaft eben nicht befriedigt werden?

OJ: Welche Bedürfnisse meinen Sie? Selbstverständlich muss irgendjemand für die Befriedigung von Bedürfnissen zahlen. Arbeiten Sie gerne umsonst? Arbeitet der Handwerker gerne umsonst? Irgendjemand muss es bezahlen. Wenn Sie es nicht als Kunde bezahlen, muss es anderer tun. Das ist Raub und daher für jedes Kleinkind ersichtlich unmoralisch. Abgesehen davon kann sich in einer freien Marktwirtschaft jeder das Notwendige leisten, weil es keine Arbeitslosigkeit gäbe, der Wohlstand viel höher und die Preise viel niedriger wären, weil es keine Abgaben und keine Inflation, sondern sinkende Preise gäbe. Allerdings wird sich nicht jeder einen Ferrari leisten können. Es gibt allerdings auch kein Menschenrecht auf Ferraris.

Schade. Entsteht in einer Situation andauernder freier Konkurrenz für die Mitglieder der Gesellschaft nicht ein immer belastender werdender Anpassungsdruck? Wird dies nicht noch mehr als jetzt dazu führen, dass sich die Menschen immer mehr selbst ausbeuten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben – angefangen bei der pränatalen und frühkindlichen Bildung, über Leistungsstress in Ausbildung und Beruf zur Rationalisierung menschlicher Beziehungen, dem Primat reinen Nützlichkeitsdenkens – bis hin zu Depression und Burn-out?

OJ: Ihre Fragen sind interessant, weil sie jeden Umstand in ihr Gegenteil verkehren. Dies ist übrigens der Zweck der staatlichen Bildung. Aber zur Frage: Der Staat zieht über alle Steuern und Abgaben 70% des Einkommens ab. Das heißt, Sie arbeiten zwei Drittel des Jahres für den Staat. Das erzeugt natürlich einen ganz erheblichen Druck. Der Aufschlag auf Arbeit beträgt also bereits 200%. Dadurch sinkt natürlich die Nachfrage nach Arbeit. Mehr Menschen werden arbeitslos, die unterstützt werden müssen. Diese Unterstützung wird wiederum auf die arbeitende Bevölkerung aufgeschlagen, wodurch sich die Arbeit wieder verteuert. Diese Interventionspirale führt in den Sozialismus, weshalb im Kommunistischen Manifest eine progressive Einkommenssteuer gefordert wird. Ebenso wird dort ein staatliches Geldmonopol gefordert, was auch umgesetzt wurde. Die durch das staatlich installierte Geldmonopol erzeugte Inflation führt dazu, dass sich die Menschen immer weniger leisten können, statt immer mehr. Seit Gründung der Bundesbank haben D-Mark und Euro 90% ihres Wertes verloren. Die Produktivität hat sich seitdem aber versechsfacht. Wir müssten uns also alle längst das Sechsfache leisten können oder entsprechend weniger arbeiten. Weniger als zehn Stunden würden locker ausreichen um denselben Lebensstandard zu haben wie zur Gründung der Bundesbank. Aber heute reicht oft der Verdienst eines Menschen nicht mehr aus, um seine Familie zu ernähren. Daher kommt der Druck. Der Staat erzeugt ihn und lehrt gleichzeitig an den Schulen und Universitäten, daran wäre der Markt schuld und nicht er selbst. Die Kommunisten haben dies alles übrigens erkannt, weshalb Ludwig von Mises, einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie, dort als Hauptfeind gilt. Schon Lenin hat die Parole ausgegeben, die Bürger müssten zwischen Steuern und Inflation zerrieben werden um reif für den Sozialismus zu sein. Dass dieser nicht funktioniert, habe ich in der ersten Antwort erläutert.
Friedrich August von Hayek vergleicht die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit mit der Beschwerde eines Monopoly-Spielers über den für ihn nachteiligen Verlauf des Spiels. Die Natur und das Schicksal seien eben nicht gerecht und daher sei es widersinnig, auf Ausgleich durch die anderen Teilnehmer zu pochen. Ist die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit tatsächlich eine Illusion oder unterscheidet sich die menschliche Gesellschaft nicht gerade durch eine moralische Pflicht zur Solidarität den Benachteiligten gegenüber (und ein Recht auf Ausgleich) von der unmenschlichen Natur?

OJ: Auch hier hat der Staat durch die Anwendung von Neusprech die Angelegenheit in ihr Gegenteil verkehrt. Solidarität muss denklogisch freiwillig sein, sonst wäre es ja nicht solidarisch. In einer Privatrechtsgesellschaft könnten Sie sich ja gegen alle Risiken privat absichern. Früher haben beispielsweise die Gewerkschaften Sozialversicherungen angeboten, bis sie Bismarck entmachtet hat. Er hat ja im Nachhinein zugegeben, dass er das nur tat, um die Bürger glauben zu machen, der Staat interessiere sich für ihre sozialen Belange. Dabei ging es nur um Macht. Wer aus irgendeinem Grund vergessen hat, sich zu versichern, um den kümmern sich in einer Privatrechtsgesellschaft wohltätige Organisationen wie die Kirchen. Es ist ja viel mehr Geld da. Diese Organisationen würden im Geld schwimmen. Aber nochmal: Jeder findet in einer wirklich freien Marktwirtschaft einen Arbeitsplatz, und er muss ohne Stress nur einen Bruchteil soviel arbeiten wie heute, wie ich oben erklärt habe. Gegen Krankheit kann man sich gegen einen Bruchteil des heutigen Betrages versichern, weil ja auch unser Gesundheitssystem planwirtschaftlich und damit extrem ineffizient ist. Wie Planwirtschaft funktioniert, haben wir in der DDR gesehen. Wir haben ein Trabbi-Gesundheitssystem, eine Trabbi-Bildung. Trabbi-Geld und Trabbi-Sicherheit.
In der Kritik am Libertarismus gibt es das Argument, seine Anhänger widersprächen sich selbst, wenn sie einerseits behaupten, ein wirklich freier Markt habe bisher immer funktioniert und alles am effizientesten geregelt, andererseits aber konzedieren, es habe in der Geschichte nie einen wirklich freien Markt gegeben. 

OJ: Es gibt keinen Libertären, der so etwas behauptet. Es gibt nur Demagogen, die behaupten Libertäre würden das behaupten. Überall gibt es Märkte und überall funktionieren sie. Der Markt ist ja nur der Platz, an dem Angebot und Nachfrage zusammenfinden. Jede freiwillige Vereinbarung zwischen zwei Menschen findet auf dem Markt statt. Ds kann gar nicht nicht funktionieren. Denn die Vereinbarung kommt ja nur zustande, wenn beide etwas davon haben. Was Libertäre sagen, ist, dass der Markt dann nicht mehr so gut funktioniert, wenn der Staat eingreift oder den Markt gar ganz verbietet. Beispiel Drogenmarkt: Obwohl er verboten ist, funktioniert er. Aber durch das Verbot ergeben sich eine Reihe von Problem. Da der Markt illegal ist, sind die Preise viel höher, weil der Anbieter ein hohes Risiko eingeht. Um seinen Profit zu steigern, panscht er die Drogen mit allerlei ungesundem Zeug. Der Kunde kann aber nicht klagen, weil er ja an einem Verbrechen beteiligt ist. Dadurch sterben Menschen, werden schneller abhängig, entsteht Beschaffungskriminalität und so weiter. Man kann also den Markt nie ganz ausschalten, selbst in der DDR gab es einen Schwarzmarkt. Aber die Eingriffe des Staates, die Drohung mit Gewalt, führt dazu, dass immer mehr Probleme entstehen. Und dann besitzen vom Staat ausgebildete Intellektuelle die Dreistigkeit, die Probleme auf den Markt zu schieben, statt korrekterweise auf die Eingriffe des Staates. Ein perfides, teuflisches System, das auf die Unwissenheit der Bevölkerung setzt.

Vielen Dank für das Gespräch.

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28 Kommentare

  1. Das ist ja alles schön und gut, aber die freie Marktwirtschaft funktioniert genau so wenig wie die Planwirtschaft. Nehmen wir mal an der Staat würde sich raus halten und es würde eine echte freie Marktwirtschaft geben. Es wir immer dazu kommen, dass einige wenige sehr gut in diesem System weg kommen. Die werden sich damit aber nicht zufrieden geben und Anfangen andere auszubeuten. Das passiert so seit anbeginn der Märkte und wird immer so weiter gehen. Deswegen wird das System nie funktionieren. Es berücksichtigt einfach nicht die Gier und den Größenwahn die einen in besitzt nehmen, wenn man zu viel für sich beansprucht!! Es ist – genau wie die Planwirtschaft – nur ein theoretisches Modell, an dem sich alle festhalten…..

    • Die Frage ist, ob es auch welche gibt, die sich ausbeuten lassen. Dazu gehören ja immer zwei: nicht nur der Ausbeuter, sondern auch derjenige, der sich ausbeuten lässt. Normalerweise ist man nicht gezwungen, bestimmte Produkte zu kaufen oder für bestimmte Arbeitgeber zu arbeiten. Ein Mangel aus Alternativen könnte einen dazu führen. Wenn es stimmt, dass in dem Fall die Arbeitslosigkeit geringer wäre und man nicht so viel arbeiten müsste, dann wäre der Druck, für einen bestimmten Ausbeuter zu arbeiten jedenfalls geringer, aber ich denke am Ende liegt es auch immer am eigenen Rückgrat. Man sieht ja auch jetzt, wie viele sich auch ohne expliziten Zwang ausbeuten lassen.

    • Definieren Sie Ausbeutung. Dieser Begriff ist so schwammig wie nutzlos. Im freien Markt gibt’s Vollbeschäftigung, so dass Sie ihren Job problemlos wechseln können wenn Sie mit den Konditionen nicht zufrieden sind. Das geht ja sogar heute, wo wir weit entfernt sind vom freien Markt.

      Wer Sie zu etwas zwingen kann ist ausnahmslos der Staat, via Gesetzgebung, Justiz und Polizei. Wehren Sie sich mal gegen die GEZ-Gebühr, oder gegen ihre Steuern die für Subventionen oder Kriege ausgegeben werden. Aussichtslos. Der Staat kann sogar normalen Arbeitnehmern im Schnitt 70% ihres Gehaltes wegzunehmen, und ihnen beliebig vermehrbare Zettel als Geld anzudrehen, um Ihnen Ihre Ersparnisse zu stehlen. So bleiben Sie sicher im Hamsterrad stecken.

      • „Der Staat kann sogar normalen Arbeitnehmern im Schnitt 70% ihres Gehaltes wegzunehmen, und ihnen beliebig vermehrbare Zettel als Geld anzudrehen, um Ihnen Ihre Ersparnisse zu stehlen. So bleiben Sie sicher im Hamsterrad stecken.“

        Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn der Staat treibt dieses Geld – die Steuern, genauer gesagt seine Schulden bei den Privatbanken – quasi im Auftrag dieser privaten Banken ein. Der Staat agiert doch nicht als gesellschaftliches Organ, sondern im Auftrag der privaten Finanzoligarchie. Er hat also seine Funktion als Rückrat der sozialen Gemeinschaft aufgegeben, das heißt nicht, dass das nicht dringend notwendig wäre.

    • Und in der Staatsschule (in die Sie auch vom Staat gezwungen werden) „lernen“ Sie dann, dass das alles nur zu Ihrem Besten ist. Von wirklich wichtigen Dingen wie z.B. Ökonomie lernen Sie dort natürlich nichts, weil dann ja klar werden würde, dass der Staat dem Wohlergehen jedes Einzelnen (außer den Staatsbonzen) entgegen steht.

      Der Glaube dass der Staat für den Normalbürger da wäre, ist eine Propagandaente des Staates. Der Staat existiert für den Vorteil einer kleinen Elite (Politiker, Konzerne und Banken, Militärs etc.), die den Staat lenkt. Das war immer so und wird immer so sein.

    • Im Grundsatz haben Sie wohl recht: siehe Manchester-Kapitalismus.
      Schon Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek hatten erkannt, dass „Der Markt“ zwar das absolut effektivste Wirtschaftssystem darstellt – aber !!!
      dass ein total unregulierter Markt der Ruin einer jeden Gesellschaft sein muss – wie eben auch der Sozialismus.
      Das erleben wir derzeit als EUdSSR-Sozialismus, der daran scheitern wird und muss.
      Es waren Ludwig Erhard und vor Allem sein Vordenker Alfred Müller-Armack gewesen, die der Raubtier-Marktwirtschaft die Grenzen der „Sozialen Marktwirtschaft gesetzt hatten.
      Wie wir wissen: mit dem allergrößten Erfolg.
      Leider ist dieses höchst erfolgreiche Modell dank EU-Sozialismus aus der Mode gekommen – mit größten…

      • Unfug! Nach Ihrer Definition ist Freiheit gleich Sklaverei und Chaos. Ein Gewaltmonopol, das letztlich mit Ihnen tun kann was es will, soll dagegen Freiheit sicher stellen. Also Unfreiheit um Freiheit sicherzustellen.

        Das ist logisch absurd und naiv. Wie wollen Sie denn sicher stellen dass der Staat in Ihrem Interesse handelt, und Sie nicht an Konzerne und Banken verkauft, oder Sie von sich aus betrügt? Das können Sie doch gar nicht, auch heute nicht. Die Macht liegt immer in den Händen von Leuten, die das Volk nicht kontrollieren kann (Regierung, Plutokratie) und die verwenden diese Macht natürlich gegen den Normalbürger (Lobbyismus, Errichtung einer Zentralbank etc)

        „Je freier eine Wirtschafts ist, desto sozialer ist sie…

        • Sie sind also ein Verfechter des „Raubtier-Kapitalismus“ ???
          Ja, der hatte schon immer maximalen Erfolg – leider nur für die maximal Rücksichts- und Skrupellosen.
          Alle diese Systeme waren schon immer unter gegangen – wie auch die spiegelbildlichen sozialistischen Systeme.
          Einer der Hardliner der Chin. KP Deng Xiao Ping hatte diesen Automatismus klar erkannt und per „Sonderwirtschaftszonen“ einen streng beschränkten „Kapitalismus“ – vulgo: Marktwirtschaft – gegen Widerstände innerhalb der KPC durchsetzen können – und damit den davor nicht im Entferntesten vorstellbaren wirtschaftlichen Aufstieg Chinas erreichen können.

          Ich lege Ihnen herzlichst die Werke der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ nahe.
          Kein Platz…

  2. … weil ihnen gesagt wurde, dass es „alternativlos“ ist. Und spätestens seit Merkel wissen wir, dass Alternativlosigkeit nur ein Argument ist um sich nicht mit Alternativen auseinandersetzen bzw. aufzeigen zu müssen. Warum versteift man sich auf diese längst überholten wirtschaftsmodelle?! Es gibt so viele Alternativen. Man müsste sie nur auf Papier bringen und ausarbeiten.

  3. Die Vertreter dieser Theorie sind einfach nicht intelligent bzw. schaffen eine Argumentationsgrundlage für Ausbeutung genau wie der Kapitalismus. Die Theorie hingt mehrfach wie folgt, erstens ist Besitz nur dann unteilbar wenn er durch die eigene Leistungsfähigkeit entstanden ist was in unserer Gesellschaft wegen Lohnarbeit nicht der Fall ist und zu extrem höheren Besitz als die eigene Leistungsfähigkeit führt. Deshalb verpflichtet Eigentum. Punkt zwei, Geld entspricht heute keiner realen Leistung weil Geld heute aus dem nichts erschaffen wird bzw. Schuldgeld ist wobei das schon der Betrug ist denn Staaten können sich nicht an leistungslose(Investoren, Geld hat kein Wert) Einzelpersonen verschulden.

  4. Punkt drei ist, die Kapitalisten brauchen angeblich keine Gesellschaft benutzen aber alle Errungenschaften die nur von einer Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden wie Straßen, Müllabfuhr, Heilfürsorge, Sicherheit, Wärme, Nahrung usw. wenn sie das alles durch ihre Leistung produzieren müssten dann würden die Kapitalisten verhungern oder einfach umgebracht weil ein einzelner Mensch ohne eine Gruppe nur sich selbst maximal versorgen kann aber das spreche ich den Kapitalisten noch ab. Ich finde es schon interessant das leistungslose Superreiche mit Stundenlöhnen bis zu 500000 Euro und mehr anderen Menschen ihre Existenz absprechen wollen die eine Arbeit für die Gesellschaft erbringen was Reiche im Verhältnis zu ihrem Besitz nicht erbringen

  5. Ein Reicher erbringt nicht mehr Leistung als jeder andere Mensch wahrscheinlich sogar weniger denn die meisten Menschen sind hilfsbereit weil wir das zum überleben brauchten. Ich bin mir sicher der Kapitalismus basiert auf unfähige Selbstüberschätzer die sich vor langer Zeit haben helfen lassen und erkannten das man so andere Ausbeuten kann. Das kann man mit historischen und anthropologischen Gegebenheiten kausal beweisen. Und im Grunde auch heute weil das System basiert auf Korruption nichts anderes ist Lobbyismus und Karriereförderung von Entscheidern(Vasallentum). Die machen dann Gesetze für Superreiche also alles Scheinbar ganz legal aber dennoch ein krimineller Betrug oder auch gekaufte Studien usw.

  6. Ein zweifelsfrei äußerst schwieriges Thema und DAS perfekte Wirtschaftssystem wird es wohl nie geben, da wie ein Vorredner meiner Meinung nach richtig erkannt hat, der Mensch die tragende und ausführende Komponente dessen ist, mit all seinen Unzulänglichkeiten, auch mit dem Trieb nach immer mehr Besitz und Macht. Dieser in jedem Menschen natürlich mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ich habe Bücher von Ludwig von Mises und auch von Roland Baader gelesen und wenn man es einmal geschafft hat, die Zusammenhänge größtenteils zu verstehen, was für mich als Nicht-Finanzler zugegeben kein leichtes Unterfangen war, dann ist man durchaus von dieser Lehre angetan. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese extremen Verwerfungen so nicht gesehen hätten.

  7. Zur Erklärung, warum es ohne Staat keine Arbeitslosigkeit geben kann: http://www.oliverjanich.de/warum-es-in-einer-marktwirtschaft-keine-arbeitslosigkeit-geben-kann/

    Wichtigste Erkenntnis:

    Selbst wenn Arbeitsplätze knapp würden, gäbe es nichts, was der Staat dagegen tun könnte. Finanziert er Arbeitslosigkeit oder subventioniert bestimmte Betriebe, muss er die Kosten dafür auf die produktiv Tätigen umlegen. Deren Arbeit wird teurer und folglich weniger nachgefragt. Die Ausgaben für Arbeitslosigkeit erhöhen sich, die Kosten steigen weiter, noch mehr Arbeitsplätze verschwinden. Aus diesem Teufelskreis gibt es kein Entkommen – und wir sind schon mittendrin.

    • Es gibt eine Größe, die nennt sich Produktivitätsfortschritt!
      Wer sagt denn, dass Arbeit nicht anders verteilt werden könnte, wenn – was seit 15 Jahren in DE nicht passiert ist – dieser Produktivitätsfortschritt an die Arbeitnehmer verteilt wird? Das kann in Form höhere Löhne oder einer geringeren Arbeitszeit geschehen.
      Es geht auch nicht um Wachstum (ein Nullsummenspiel) sondern um Entwicklung! Die Wirtschaft sollte die Basis für eine geistige und kulturelle Entwicklung sein und kein Selbstzweck. Und damit genau das erreicht werden kann, ist ein starker Staat ohne korrupte Politiker notwendig. Nur sind wir leider nicht in dieser Situation. Jedes System ist korrumpierbar. Also ist „Aufwachen“ angesagt!!

  8. Janich irrt in mehrfacher Hinsicht!
    Am Beispiel des so genannten „Arbeitsmarktes“ sieht man eben, dass dieser nicht so funktioniert wie ein Kartoffelmarkt! Warum? Nun, weil Kartoffeln keine Güter nachfragen und die Nachfrage nicht wie manna einfach so vom Himmel fällt! Das sehen wir gerade, nicht wahr? Die große Ungleichverteilung könnte in ihren volkswirtschaftlichen Verwerfungen nur aufgefangen werden, wenn die Reichen das ganze Zeug kaufen, was die unteren 50% der Einkommenbezieher haben liegen lassen müssen.
    Aber ich glaube, darauf haben die Reichen keinen Bock …
    Außerdem haben Menschen wie Janich nicht begriffen, dass ein starker Staat den Kapitalismus res. die Freie Marktwirtschaft erst ermöglicht haben (s. Ulrike Herrmann)…

    • Ich hoffe Sie haben wenigstens selber verstanden was Sie schreiben. Zu Ihrer Info: Konzerne und Banken sind SELBER die größten Befürworter von Regulierung. Das Geschäftsmodell der Banken beruht heute ausschließlich auf Regulierung! Nämlich auf dem Geldmonopol der Zentralbank, einer kommunistischen Forderung von Karl Marx.

      Der Staat ermöglicht keinen freien Markt, sondern Korporatismus. Das ist die Verschmelzung von Großindustrie und – banken mit der Staatsmacht, um genau solche Betrugssysteme zu erzwingen, genauso Lobbyismus, Subventionen, bürokratische Hürden um kleine Konkurrenten aus dem Markt zu drängen usw. Das Nachsehen hat der Bürger. Wie wollen Sie sich denn gegen den Staat wehren? Man kann sich ja nicht mal gegen die GEZ wehren.

      • Ja, ich verstehe schon was ich schreibe – das deckt sich im übrigen mit dem empirischen Befund!
        Zur Sache:
        Die Zentralbanken wurden als Absicherung der großen Geschäftsbanken erschaffen. Angefangen bei der FED bis zur EZB. Wenn Sie sich die geldpolitischen Entscheidungen einmal ansehen wollen …
        Wer steckt hinter den Großbanken? Natürlich die Geldeliten! Und diese haben aufgrund ihres von der Politik erpressten Monopols auf die Geldschöpfung so große Macht erlangt, dass BK, Minister, etc. nur noch deren Willen vollziehen. Die Banken sind im übrigen auch im Besitz der großen Konzerne oder maßgeblich an Ihnen beteiligt! In DE nannte man das nach dem WK II die „Bankenindustrie“. Aber das alle wollten Sie nicht hören, oder?

      • @Traumschau: Volle Zustimmung!

        Der Staat hat schon lange nicht mehr das Geldmonopol (dafür genügt es nicht, dass er per Gesetz vorgibt, mit was bezahlt werden soll).
        Das ist ja das Problem, dass der Staat sich bei Privatbanken – und auch noch zinsbelastet – verschuldet.
        Nein, der Staat selbst sollte das alleinige Recht zur Geldschöpfung haben, einschl. Giralgeld. Damit hätte er auch mächtige Steuerungsmechanismen und – schöner Nebeneffekt – müsste nichtmal Steuern einziehen.
        Oben beschriebenes Modell ist außerdem vordergründig auf Gewinnerzielung, also monetär ausgerichtet. Geld sollte aber einzig und allein Mittel zum Zweck sein, also Äquivalent und Mittel zur Teilhabe an der Gesellschaft.

  9. Meine Herren mit der Dialektik ist das so eine Sache.

    Einfach und klar erklärt die Definition Staat die SED. Die sagt : der Staat ist das Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse.
    Wenn Einzelhandelspreise vom Staat festlegt werden, dann können mehr kleine Einzelhandelsgeschäfte leben. Richtig reich wird man nur durch Korruption. Ich werde zensiert

  10. grad wurde ich nicht zensiert deshalb wage ich noch diesen Satz

    Ein starker Staat wehrt Schäden gegen sein eigenes Fleisch und Blut ab

    Vollbeschäftigung ist leicht herzustellen.

    • „Vollbeschäftigung ist leicht herzustellen.“

      Ja, dazu ist m.E. nur wenig notwendig:
      1. Dezentralisierung der Geldschöpfung in öffentlicher Hand.
      2. Zerschlagung der Kartelle aus Großkonzernen und Banken
      3. Produktive Kreditschöpfung (= Liquidition der Finanzkasinos)

      Das ist schon fast alles.
      LG Traumschau

      • > Dezentralisierung der Geldschöpfung in
        > öffentlicher Hand.
        Absolut erwähnenswert, da fällt mir doch gleich der Chiemgauer ein, regionales Geld hat viele Vorteile.

        > Zerschlagung der Kartelle aus Großkonzernen und
        > Banken
        Das wird schwierig, die Etablierung attraktiver Alternativen ist erfolgsversprechender, die müssen aber auch geschützt werden. Nicht dass es ihnen ergeht wie dem Wörgler Anfang der 30iger Jahre, der – getrieben von der Österreichischen Zentralbank (Privatbank!) keine zwei Jahre später verboten wurde.

        > Produktive Kreditschöpfung (= Liquidition der
        > Finanzkasinos)
        Ist vor allem eine Frage des Umdenkens, wenn Keiner mehr hingeht…

  11. Oh, die Janich-Jünger sind aber wieder sehr zahlreich hier!
    Nur leider verstehen diese „Experten“ nicht einmal die fundamentalen saldenmechanischen Zusammenhänge.
    Und deshalb lohnt es kaum, überhaupt eine Diskussion zu führen – Schade!
    Aber lasst Euch nicht stören …

  12. „Ziviler Ungehorsam ist nicht unser Problem. Unser Problem ist ziviler Gehorsam. Unser Problem ist, Unzahlen von Menschen aus aller Welt den Diktaten der Anführer ihrer Regierungen gehorcht haben und in den Krieg gezogen sind und Millionen sind aufgrund dieses Gehorsams ermordet worden. Unser Problem ist, daß Menschen aus aller Welt angesichts Armut und Hunger, Grausamkeit, Dummheit und Krieg gehorchen. Unser Problem ist, daß Menschen gehorchen, während die Gefängnisse voller unbedeutender Diebe sind, während die ganz großen Diebe die Gesellschaft anführen und ausrauben.“ Howard Zinn, 1970

  13. Oliver Janich ist überhaupt nicht ernst zu nehmen. Der selbsternannte Majordomus der Lehren von v. Hayek und v. Mises projiziert in abstruser Manier seinen libertären Tagtraum auf reale Verhältnisse. Seine Voraussetzungen, Begründungen und Schlüsse sind so dermaßen bizarr, dass sich einem als ernsthaften Sozial- und Politikwissenschaftler die Zehennägel hochrollen. Er bringt unglaublich viel durcheinander, geht von unwahren Voraussetzungen aus, vernachlässigt viele wichtige Fakten und verquast alles zu einem Wust aus Phantastereien. Aber das Allerschlimmste ist die Tatsache, dass er seinen (scheinbaren) Nimbus in arroganter Weise zelebriert sowie sich selbst als den größten Denker des Libertarismus und überhaupt darstellt.

  14. Er erschafft mit durchaus klugen Worten ein völlig utopisches Szenario aus Hirngespinsten, welches ausschließlich in den Köpfen von wenigen Träumern bzw. mit einer kleinen Gruppe von gleichgesinnten Aussteigern auf La Gomera, in Goa oder auf einem autonomen/autarken brandenburgischen Bauernhof funktionieren kann und vernachlässigt damit absolut das Wesen den Menschen. Er bedient mit seinen Träumereien von einer besseren Gesellschaft lediglich die Partikularinteressen seiner kleinen Gefolgschaft. Er geht von einer geistig uniformen Natur der Menschen aus, welche alle seinem Leitbild folgen müssten damit es funktioniert. Aber die hat es so nie gegeben, gibt es nicht und wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nie geben.

    • Genauso ist es. Die Menschen sind einfach zu unterschiedlich, um ein dauerhaftes Funktionieren des Libertarismus zu gewährleisten. Letztendlich würden sich immer die Skruppellosesten und Stärksten durchsetzen und den Rest unterjochen. Siehe USA . Die Geister, die ich rief. Reinster Darwinismus eben. Irgendwann wird dann der Zeitpunkt kommen, ab dem die aussichtslos Unterlegenen aus reinster Notwehr wohl zu anderen Mitteln greifen werden.
      Auf jeden Fall nimmt die von den USA für die Welt vorgegebene Deregulierung immer mehr Fahrt auf, die Vorbereitungen für „das Experiment“ gehen auf die Zielgerade !
      Ach ja, Experimente haben es so an sich, dass sie auch ordentlich schiefgehen können…..