Die Marihuana-Verschwörung – Hintergründe zum Verbot von Hanf und Marihuana

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Die Entkriminalisierung von Marihuana ist auf dem Vormarsch. Nicht nur in medizinischer Hinsicht bekommt die Wirkungen der als Unkraut klassifizierten Pflanze immer mehr Aufmerksamkeit. Auch wirtschaftliche Interessen und Marihuana als Mittel zur Entspannung und Erholung sind Ursachen für die Entwicklung der letzten Jahre.

In Zeiten, in denen das Thema Marihuana in vielen Bereichen immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, lohnt es sich in der Debatte um Pro und Kontra einmal die Hintergründe des Verbotes, wenn nicht sogar der Verteufelung, zu betrachten.
Abgesehen von seiner Rolle als Droge, die heute hauptsächlich mit Marihuana in Verbindung gebracht wird, haben die männlichen Pflanzen, bzw. Pflanzen ohne den berauschenden Wirkstoff THC, eine jahrtausende alte Geschichte als Nutzpflanze. Hinweise auf die Nutzung der Pflanze ist bis in die Jahre 7.000 – 5.000 b.Chr bekannt. In vielen Kulturen war Hanf bis in das 20. Jahrhundert eine vielgenutzte Pflanze. Vor allem die Fasern der Pflanze wurden für die Herstellung von Schnüren aller Art und Segeltücher genutzt, später auch für Kleidung und Papier. Der erste Dollar wurde auf Hanf gedruckt und 1941 hat Henry Ford sogar ein Auto aus ‘Hanfplastik’ gebaut, welches mit Treibstoff aus Hanf angetrieben wurde. (Lesen sie dazu: Hanf-Fakten hinter dem Rausch)

Was ist also passiert?
Der damalige Nutzhanf war zur Zeit der industriellen Revolution ein Dorn im Auge großer Investoren und Unternehmer in der Papier- und fossilen Brennstoffindustrie. Allen voran der heute als Chemieriese bekannte Konzern DuPont sah sein Geschäft bedroht. Dieser wollte seine neuen Kunststoffe auf Erdölbasis, z.B. Nylon, auf den Markt bringen, welche bisher auf Basis von Hanf hergestellt wurde.
Unter der Präsidentschaft von Herbert Hoover gab es enge Lobbyverbindungen zwischen dem Weißen Haus und DuPont. Der damalige Finanzminister Andrew Mellon war gleichzeitig Hauptinvestor bei DuPont, welcher wiederum seinen Neffen Harry J. Anslinger zum Abteilungsleiter des Federal Bureau of Narcotics and Dangerous Drugs ernannte, dem Vorreiter der heutigen DEA.

Hinter verschlossen Türen wurden Pläne geschmiedet, wie dem Hanf der Kampf angesagt werden könne. Es wurde das mexikanische Slangwort ‘Marihuana’ ausgewählt, welche das Wort Hanf aus den Köpfen der Menschen verdrängen sollten. Mit ‘Yellow-Press’ Kamagnen, bei denen reißerische Schlagzeilen falsch oder gar nicht recherchierter Themen ein neues Bild von Marihuana verbreitete, war die Pflanze bald für alles verantwortlich, von der Hauptsursache für Autounfälle bis hin zu Moralverwerfungen.

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Der nächste Schritt waren Filme wie Marihuana: Assassin of Youth (1935), Reefer Madness (1936) oder The Devil’s Weed (1936), welche nur ein Ziel hatten: Hanf zu verteufeln. Die Story von Reefer Madness ist symptomatisch: ein Mann, der durch Marihuana verrückt wird und seine Familie mit einer Axt hinrichtet. Geschlossen wird diese Schauergeschichte mit dem klaren Aufruf: “Informiere deine Kinder”.

Da die Medien damals noch eine sehr dominante und ernstgenommene Rolle als Informationsorgan in der westlichen Gesellschaft hatte, erzielte die Kampagne die gewünschte Wirkung. Unwissend ob der Tatsache, dass das Gesetz zum Verbot von Marihuana auch den Nutzhanf betraf, wurde im September 1937 das Verbot im Marihuana Tax Act beschlossen und umgesetzt. Somit verschwand die bis dahin wohl nützlichste Pflanze aus den Köpfen der westlichen Welt.

Doch der Verbot hatte noch weitere Auswirkungen in Punkto Rassismus: Diejenigen, die Marihuana damals als Rauschmittel zu sich nahmen, waren laut den Worten von Anslinger in der Unterhaltungsindustrie zu finden und klar definierbar:
“Es gibt rund 100.000 Marihuana Raucher in den USA, von denen die Meisten Neger, Latinos, Philipinos und Unterhaltungskünstler sind. Ihre satanische Musik, Jazz und Swing, sind Folgen des Konsums von Marihuana. Dieses Marihuana ist für sexuelle Beziehungen von weißen Frauen mit Negern, Entertainern und anderen verantwortlich. Der Hauptgrund des Verbots ist der Effekt auf die degenerierten Rassen.”
Vor allem in den Armen Bezirken der USA, in denen meist Afrikaner und Latinos dominiert lebten, wurde der Handel mit Marihuana über die Jahre ein dankbar angenommenes Mittel, um sich selbst über Wasser zu halten. Logischerweise waren es bei der hohen Bestrafung des Handels mit dem Rauschmittel vor allem diese Bevölkerungsgruppen, die in die Kriminalität gezogen wurden. Das hat sich bei einem Blick in die USA bis heute kaum geändert.

Seit 1947 fungierte Anslinger als Verantwortlicher für die internationale Drogenpolitik der Vereinten Nationen, und nutzte diese Position zur Umgestaltung ebendieser Drogenpolitik entsprechend den Entwicklungen in den USA und den Interessen der Industrie. Die Kampagne über das Teufelskraut Marihuana wirkte auf internationaler Ebene und die einst vielleicht wertvollste Pflanze der modernen Zeit verschwand hinter dem neuen Image.

Quelle:
https://www.mcgill.ca/newsroom/channels/news/study-cannabis-double-edged-sword-27677
http://www.collective-evolution.com/2016/02/13/why-is-marijuana-outlawed-the-real-reasons-are-worse-than-you-think/
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=56673

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