in Gesellschaft

Die Lockdown-Maßnahmen haben nicht nur in Deutschland eine geradezu epische Wirtschaftskrise ausgelöst. Auch in Frankreich sind die Zahlen mittlerweile dramatisch. Am Dienstag eröffnete Minister Le Maire die Diskussion mit der Einschätzung, Frankreich würde 2020 11 % Wirtschaftseinbruch hinnehmen müssen. In Deutschland gehen die Schätzungen noch deutlich auseinander. Die nach Meinung und Beobachtung von Kritikern scheinbar ewig fröhliche Merkel-Regierung hat kürzlich etwa -7 % Einbruch einräumen müssen. Bundeswirtschaftsminister Altmaier indes erwartete schon für das kommende Jahr bereits wieder ein Wirtschaftswachstum von mehr als 5 %.

Alles gut?

Damit ist die Frage, ob schon im kommenden Jahr „alles gut“ sei, nicht beantwortet. Das übliche Wirtschaftswachstum in der EU sollte bei 1-2 % p.a. betragen. Zumindest basieren die langjährigen Erfahrungen und Erwartungen auf dieser minimalen Zielsetzung. Deutschland und Frankreich stellen einen größeren Teil dieser Wachstumserwartung. Dies sei nicht nur statistisch zu berücksichtigen, sondern auch wirtschaftlich, so Ökonomen – als Produzent wie als „Käufer“ fallen die Länder bei deutlichen Wirtschaftseinbrüchen weitgehend aus. Insofern sind die Erwartungen in der EU jetzt bereits dramatisch schlecht.

Die Schätzungen belaufen sich auf -8 % bis – 10 % p.a. In diesem Rahmen äußerten sich öffentlichkeitswirksame Figuren wie etwa Christine Lagarde als Chefin der EZB, der Europäischen Zentralbank.

Ein solcher Einbruch hat deshalb Folgen, weil die Schäden bis weit (!) über das Jahr 2021 hinausgehen. Wenn die Wirtschaft 10 % verlöre (!), benötigte sie auf dem Niveau von 90 % dessen, was 2019 produziert wurde, 11 %, um wieder auf Nullniveau zu kommen. Das reicht wie oben dargestellt noch nicht einmal. Sie bräuchte an sich zumindest 14 %, um wieder den normalen Wachstumspfad zu erreichen. Das heißt: Bei einem optimalen Wirtschaftswachstum von 5 % p.a. benötigen die EU-Staaten mindestens 3,4 Jahre, um wieder auf normalem Pfad zu verlaufen. Das ist die bestmögliche Entwicklung – dank der Lockdown-Maßnahmen und -härte.

Es wird wahrscheinlich nicht nur in Frankreich Aufstände geben – lesen Sie hier mehr dazu. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wichtig ist doch nur, daß wir Geld haben und gut gekleidet sind? Die Damen tragen ein Handtuch über dem Kopf, dann gucken wir eben wie in alten Zeiten auf den Hintern.

    Wer mit %-Zahlen nie operiert hat, hat keine Vorstellung, was -10% für die Wirtschaft bedeuten. Die Spekulanten im DAX und im Dow Jones wissen das anscheinend auch nicht? Daimler im Plus, VW im Plus, und das alles, ohne Autos zu verkaufen. So macht man Geld mit Luft.
    Vielleicht erregen auch die steigenden Rohstoffenpreise die Phantasie? Die wenigen Autos, die VW verkauft sollen, werden dafür 3 mal so teuer sein?