in Finanzsystem

Die Inflationsrate in der Euro-Zone beträgt laut offizieller Statistiken etwa 2,5 %. Im Mittel der vergangenen Jahre ist sie sogar deutlich tiefer und läuft wie von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhofft bei unter 2 % ein. Die Raten jedoch werden anders gemessen, als dies etwa der Ökonom „John Williams“ in den USA seit vielen Jahren macht. Der misst auch die Inflationsrate in den USA stur anhand der Preisentwicklung nach 1990. Die Zahlen sehen schlecht aus.

Offizielle Inflationsrate bei ungefähr 2 %

Auch in den USA ist die offizielle Inflationsrate mit etwa 2 % relativ niedrig. Diese offizielle Inflationsrate basiert jedoch auf Anpassungen, die zu berücksichtigen sind. Die Statistiker verändern die Basis, anhand derer gemessen wird, permanent. Die inoffizielle Inflationsrate, wie sie auf der Seite shadowstats.com gemessen wird, liegt bei etwa 6 %. Sie ist also dreimal so hoch. Der einzige statistische Unterschied scheint gravierend zu sein.

Auf der inoffiziellen Seite werden die Preise von 1990 zugrunde gelegt und nicht verändert. Die jährliche Inflationsrate dann vergleicht diese Entwicklung genauso permanent wie die offizielle Inflationsrate. Demnach würde die Inflationsrate – inoffiziell hier – seit Jahren leicht ansteigen. Seit 2015 etwa kletterte sie um mehr als 50 % nach oben.

Wenn die Daten auf Basis der 1980er-Preise verglichen würden, ergäbe sich ein noch klareres Bild. Demnach wäre die Inflationsrate jährlich mit 10 % fünfmal höher als die offizielle Inflationsrate es ist. Fast schon furchterregend hoch, denn dann kommt man in den Bereich der sehr deutlichen und enteignenden Inflation.

Niemand kann diesen Preisanstieg mit normalen Einkommenszuwächsen oder auch in der Geldanlage dauerhaft ausgleichen. Wir werden einfach nur ärmer – hier in den USA. Die Daten in der Euro-Zone sähen nicht anders aus.

Gibt es eine einzige Inflationsrate? Nein. Dies ist reine Definition. Dennoch: Vergessen wir nicht, dass die offiziellen Statistiken schlicht angepasst werden.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wenn man die Wirtschaftseiten desöfteren besucht und sich dort über die monatliche Inflationsrate kundig macht, dann liegt sie pro Monat bei ca. 1,5- 1,9 % und das bitte mal 12 nehmen, dann kommen noch ganz andere Zahlen zustande, die das eigentliche Dilemma aufzeigen.

  2. „Die „wahre“ Inflationsrate ist höher als die offizielle….“

    Gehört das nich längst schon zur Binsenweisheit?
    Übrigens, wer dieser Regierung noch glaubt, ist auch nicht mehr zu retten.

  3. In Deutschland wird die Inflation nach „Warenkörben“ berechnet. Diese „Warenkörbe“ müssten regelmäßig an das Kaufverhalten angepasst werden.

    Nun haben wir schon seit über 10 Jahren überdurchschnittliche Preisentwicklungen bei den Waren des täglichen Bedarfes. Jeder kennt das von Bekleidung, Schuhen, Lebensmitteln, Energie usw., es erfolgt aber keine entsprechende Anpassung bei der Berechnung, obwohl diese Waren eine ganz andere Wichtung erhalten müssten.

    Damit liegen auch die Lohn- und Gehaltssteigerungen, gerade für die unteren Gruppen, nicht über der Inflationsrate, sondern darunter. Die Armut wird praktisch fortgeschrieben bis hin zu den HARTZ IV Leistungen, Normalrenten und Grundsicherungen im Alter.