in Finanzsystem

Die Deutsche Bank und die Commerzbank sollen fusionieren. Der Zusammenschluss rückt immer näher, denn die Deutsche Bank scheint ihren Widerstand jüngsten Berichten zufolge aufzugeben oder zumindest an dem Gedanken der Fusion „Gefallen“ zu finden. Dabei drängt vor allem die SPD zur Eile. Noch vor der Europa-Wahl soll die Fusion weitgehend in trockenen, zumindest politisch trockenen Tüchern sein. Es geht darum, „nationale Champions“ zu schaffen.

Altmaier steht Pate: Staat kontrolliert

Die Idee der Bundesregierung im internationalen Wettbewerb ist offenbar eine Re-Vitalisierung der einst für die Bundesrepublik typischen „nationalen Champions“. In der Industrie, so wie es Peter Altmaier als Wirtschaftsminister kürzlich ansprach. Dort ausdrücklich im Kampf gegen die starken Chinesen. Nun auch in der Finanzpolitik: Denn hier benötigt eine Volkswirtschaft eine starke Bank, so die Vorstellung, die sowohl Unternehmen wie auch am Ende Verbraucher mit den Krediten versorgt, die nötig sind. Denn Banken erzeugen auf Nachfrage Kredit – die Zentralbanken können an Endkunden keine Kredite vergeben. Durch Kredite aber entsteht neues Geld, was wiederum auch als Impuls gilt.

Kontrolle und Impuls sollen also in staatlicher Hand liegen. Immerhin gehören 15 % der Commerzbank noch dem deutschen Staat. Die Drohung: sofern die Fusion nicht gelingt, dann wird ein ausländischer Käufer – wohl – die Commerzbank übernehmen. Damit entstünde eine Großbank, die wiederum dem Platzhirschen, der „Deutschen Bank“, das Geschäft streitig machte. Dies ist der zweite Eckpfeiler der politisch forcierten Fusion. Dennoch wäre die neue Großbank im internationalen Vergleich nicht groß. Sie hätte eine Bilanzsumme in Höhe von fast 2 Billionen Euro und zählte 38 Millionen Kunden. Zusammen wären die Banken an den Börsen noch viel zu wenig wert, um im Konzert der Großen mitzuspielen.

Bleibt das dritte Motiv: Die Deutsche Bank und die Commerzbank könnten im Zuge der nächsten Krise Schwierigkeiten bekommen. Die Commerzbank wiederum gehört wie beschrieben auch dem Staat. Der hätte als Miteigentümer die Pflicht, die neue große Bank zu stützen. Und dies ohne rechtliche Beschränkungen. Die Konstellation über die Miteigentümerschaft ist ideal.

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  1. Wenn ich Mrd. hätte würde ich meine Schrottpapiere bei der DB bunkern und in dem Moment der Pleite den geistig abwesenden
    Michel die ganze Luftnummer bezahlen lassen.

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  • Die „geheime“ Finanzmacht? Der „Pate“…. – NEOpresse – Money Office 1. April 2019

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