in Europa

„Das faule Herz Europas“ heißt der Titel einer Analyse in der US-amerikanischen Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“, die den Zustand Europas in aller Deutlichkeit beschreibt. Wo einst 28 Völker planten, den dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu bilden, sei heute nicht mehr übrig als eine tiefe Krise, schreibt Walter Russell Mead, Professor für auswärtige Angelegenheiten am Bard College. Erst vergangene Woche seien eindeutige Beweise dafür geliefert worden, dass sich Europa als weltpolitische und wirtschaftliche Kraft im Niedergang befinde.

EU korrigiert Wachstumsprognose nach unten

Warnungen vor einer deutlichen Rezession, so Russell Mead, habe es zur Genüge gegeben. So warnte die Deutsche Bank vor einer Rezession und die EU-Kommission musste die Wachstumsprogose für die Eurozone in 2019 von 1,9 auf 1,2 Prozent senken. Bis ins Jahr 2017 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europa immer noch niedriger, als vor der Finanzkrise 2009. Diese negative Stabilität, die der Konkurrenz aus den USA oder China nichts entgegensetzen könne, sei einzigartig, schreibt Mead.

Die Zahlen der Weltbank, auf die sich Mead bezieht, sind ernüchternd. Das BIP Chinas ist seit 2009 um 129 Prozent gewachsen, in Indien um 96 Prozent und in den USA um 34 Prozent. Trotz Nullzinsen, die Vermögensinhaber in Europa schleichend enteignen, ist es der EU nicht gelungen, einen Aufschwung herbeizuführen. Ohne Aufschwung gibt es in der EU aber kein Gefühl des Wohlstands. Und da die Wirtschaft schwächle, werde Europa politisch gespalten, schreibt Mead. Die Spaltung habe mit dem Brexit bereits begonnen und Länder wir Ungarn und Polen fühlten sich mit der Flüchtlingspolitik der EU übergangen.

 

EU-Wahlen treiben Spaltung voran

Der Europäische Rat prognostiziert eine weitere Schwächung für die EU nach den EU-Wahlen. Dann drohe die totale Blockade, wenn Parteien von rechts und links genug Sitze im EU-Parlament hätten, um die EU weiter zu spalten und damit zu schwächen. Das Gegenteil von dem, was sich der Staatenbund einst zum Ziel gesetzt habe, geschehe nun in der EU. Die EU sei gegründet worden, um den Niedergang Europas zu stoppen und nicht um ihn widerzuspiegeln, so Mead. Anstatt sich in Recht und Freiheit einig zu sein, Kriege abzuwenden und ein Programm zur Vertiefung der transnationalen Zusammenarbeit zu starten, sei das Projekt EU im Scheitern begriffen. Eine Konkurrenz zu den USA oder China könne nicht mehr erreicht werden.

EU verliert an globalem Einfluss

Vielmehr würde diese nun auch politisch an Bedeutung verlieren. Nachbarn wie Russland, die Türkei, Israel oder die arabischen Staaten würden die EU nach „Belieben missachten“, so Mead. Der europäische Einfluss in Washington habe unter Präsident Trump einen Tiefpunkt erreicht. Weder Moskau noch Washington hätten ein Interesse daran, die EU in Fragen wie der Fortsetzung des INF-Vertrags, die den Einsatz von Raketen in Europa einschränkt, miteinzubeziehen. China und Indien würden die EU schon lange nicht mehr ernst nehmen und deren Mitglieder eher gegeneinander ausspielen.

„Die Folgen sind unübersehbar“, schreibt Mead. „Das Projekt Europäische Union ist gescheitert und der globale Einfluss schwindet.“

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Kommentar

  1. Pakt mit dem Teufel: Soros und die Finanzoligarchie wollen Grünen zur Macht in Europa verhelfen

    Artikel auf Anonymus

    Der US-Milliardär und Hedgefonds-Gründer George Soros ist dafür bekannt, dass er sich gerne in die Angelegenheiten von Staaten einmischt: sei es durch „Demokratieförderung“ und das Sponsoring von Farbenrevolutionen in Osteuropa oder durch die Unterstützung Finanzierung von Asyl-NGOs mittels seiner sogenannten Open Society Foundation. Nun hat sich der Mega-Spekulant auch zur anstehenden Europawahl geäußert – und zeigt, auf welche politischen Kräfte das Große Geld setzt.

    George Soros sorgt sich um die Europa. Er fürchtet sogar, dass der Europäischen Union das gleiche Schicksal drohen könnte wie der früheren UdSSR. Tatsächlich stellt er diesen überaus bemerkenswerten Vergleich in einem aktuellen Gastbeitrag auf der Internetseite des – von seinem Open Society Institute mitfinanzierten – Mediennetzwerks Project Syndicate wortwörtlich an, wenn er schreibt: „Die Menschen in Europa müssen aufwachen, bevor es zu spät ist. Wenn nicht, wird die Europäische Union den Weg der Sowjetunion von 1991 beschreiten.“

  2. Ich hoffe das doch sehr,
    auf das alles in Europa zusammen brechen mag, allen voran der der Deutsche Sozialstaat denn ist Schluss mit Geld für Asyl Simulanten und Kiffern des Linken Spektrums und
    Auch Rentner und Familien lernen dann evtl. wieder das die Familie und der Zusammenhalt derer darin über allem zu stehen hat
    Der Zusammenbruch Europas muss so kollossal ausfallen das jede Europäische Nation auf Jahrhunderte davor gewarnt sein muss sich jemals wieder auf so ein Nationen, Kultur und Werte zerstörendes Modell ein zu lassen