in Europa

Das „European Leadership Network“ warnt vor der aufkeimenden Kriegsgefahr zwischen Russland und der NATO. Man müsse wegen neuen Eskalationen sofort Schritte einleiten, die entspannend wirken, so die Netzwerker. Andernfalls könnte es auf einen offenen Konflikt hinauslaufen. Die Organisation ist ein Zusammenschluss ehemaliger Regierungschefs und -Mitglieder sowie führender Sicherheitspolitiker der Europäischen Union.

Eine Pan-Europäische Task Force über die Zusammenarbeit im Größeren Europa , darunter die ehemaligen Außen- und Verteidigungsminister aus Großbritannien , Polen, Russland , Deutschland , der Türkei und Frankreich, hat ihre Besorgnis über eine mögliche militärische Eskalation in der Krise zwischen Russland und dem Westen zum Ausdruck gebracht. Sie wirbt für ein neues Abkommen zwischen der NATO und Russland , um militärische Zwischenfälle, die zu einer Eskalation der Spannungen und sogar zu offener Konfrontation führen könnten, zu vermeiden.

In ihrem Papier zur Vermeidung von Krieg in Europa wird beschrieben, wie man das Risiko eines militärischen Begegnung zwischen Russland und der NATO reduzieren könnte. Die Task Force beschreibt einige der erhöhten militärischen Aktivitäten in Europa in den letzten Monaten und skizziert eine erforderliche neue militärische Einigung. Würde dies nicht geschehen, würde sich dei Kriegsgefahr in Europa weiter vergrößern, heißt es.

Bereits im Juli 2014 warnte das European Leadership Network vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise in einem Positionspapier vor einem „Krieg aus Versehen“ zwischen Russland und dem Westen. „Kommunikation und gegenseitige Transparenz der Militärs müssten verbessert werden, um versehentliche Zusammenstöße zu vermeiden.“

Das ELN arbeitet als unparteiische Non-Profit-Organisation mit Sitz in London. Die Mitglieder des Network sind ehemalige Ministerpräsidenten, Außenminister, Verteidigungsminister, sowie erfahrene diplomatische, militärische und wissenschaftliche Persönlichkeiten aus Europa, Russland und der Türkei. Geleitet wird das Network von Ian Kearns (Mitgründer und Direktor) und Des Browne (Chair).

Mitglieder aus Deutschland sind unter anderem:

  • Gernot Erler, ehemaliger Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen
  • Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Bundesminister des Innern, Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland
  • Werner Hoyer, ehemaliger Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen
  • Wolfgang Ischinger, Völkerrechtler und ehemaliger Diplomat
  • Katja Keul, Abgeordnete des Deutschen Bundestages
  • Roderich Kiesewetter, Abgeordneter des Deutschen Bundestages
  • Klaus Naumann, ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses
  • Volker Rühe, ehemaliger Bundesminister der Verteidigung
  • Helmut Schmidt, ehemaliger Bundesminister der Verteidigung und Bundeskanzler
  • Richard von Weizsäcker, sechster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
  • Uta Zapf, Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages
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Kommentar

21 Kommentare

  1. Die NATO ist das größte und mächtigste Militärbündnis der Welt. Wer sollte die NATO bedrohen? Es gelingt denen trotzdem eine Bedrohung zu konstruieren. Das gelingt nur wenn die Medien mitspielen. In Wirklichkeit fühlt sich der Rest der Welt von der NATO bedroht, von diesem Militärmonster.

    • Also ich bezweifle, dass so ein Militärbündnis bestehend aus verschiedenen Nationen im Ernstfall gegen eine geschlossene Militäreinheit wie Russland oder China eine reelle Chance hätte. Dann würden es die Amis wahrscheinlich wieder selber in die Hand nehmen. Europa wäre dann einfach wieder Kriegsschauplatz, ganz so wie sie es geplant haben.

    • Das ist unglaublich sauber u. einfach auf den Punkt gebracht,
      danke Dir dafür Jürgen.
      Ich denke man muss nur bis zu einem bestimmten Punkt informiert sein,
      um als eine „Litfaßsäule“ in seinem eigenen Umfeld
      Menschen aufrütteln zu können,
      sie zu eigenem polit. denken veranlassen zu können.

  2. Es sieht nicht danach aus, als hätte die NATO Interesse an Frieden.
    Osterweiterung sollte es ja auch nicht geben – trotzdem passiert. Ukraineputsch…
    Wie will man Russland denn dazu bringen an Friedensbemühungen der Nato zu glauben ?
    Nicht mal die Natovölker glauben daran das ihr Verein an Frieden Interessiert ist.
    Einzige Möglichkeit sich die vom Hals zu halten ist doch ’ne Art kalter Krieg.

  3. Das Problem ist, dass man nicht weiß wie sehr Obama mit bewusst falschen Informationen von den Diensten gefüttert wird. Vielleicht flüstern sie ihm ein, das Putin schwach ist und das jetzt der richtige Zeitpunkt wäre. Es wäre nicht das erste mal, das die Dienste so etwas getan haben. Ray McGovern sagt dazu auch interessante Dinge. In jedem Fall glaube ich aber auch, dass Obama ein williges Werkzeug ist. Vielleicht möchte er ja einen weiteren Friedensnobelpreis haben.

  4. Jede Medaille hat zwei Seiten, daß gute an solchem Krieg wäre, wir würden endlich von dieser Demokratenmischpoke befreit und die BRD gäbe es nicht mehr. Eurasien und Russland werden überleben.
    Auf zum lezten Gefecht (die Internationale)

    • @Wutbürger: Das Problem bei Kriegen ist, dass es meistens nur die mittlere und untere Schicht betrifft. Das heißt, wir dürfen den Irrsinn ausbaden. Ich habe gar kein Interesse an Krieg. Eher schon eine friedliche Revolution in Deutschland. Ein Generalstreik, der alles lahm legt und die Mächtigen zwingt, ihre Ämter zu räumen…das wäre meine Vorstellung.

  5. Lügenpresse

    Ist es so schwer, als Mensch nicht korrupt zu sein?

    Udo Ulfkotte, ein ehemaliger Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, eine der größten Tageszeitungen in Deutschland, gibt zu das er für die CIA arbeitete.

    „Ich arbeite seit 25 Jahren als Journalist, und ich bin dazu erzogen worden, zu lügen, zu betrügen, und absolut nicht um die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen,“ sagte Ulfkotte Russia Today.

    „Ich bin von der Central Intelligence Agency, der CIA unterstützt worden. Warum? Nun, ich bin pro-amerikanisch. “

    Er entschied sich nun, die Wahrheit über die Massenmedien, welche von der Finanzklasse gesteuert wird, zu propagieren, weil er fürchtet das es einen Krieg in Europa geben soll.

    „Die deutschen und amerikanischen Medien versuchen, den Krieg zu den Menschen in Europa zu bringen, und weiterhin den Krieg nach Russland zu bringen.

    „Das ist der Punkt ohne Wiederkehr, und ich bin dabei, ich stehe auf und sage … es ist nicht richtig, was ich in der Vergangenheit getan habe, nur um Menschen zu manipulieren, und um Propaganda gegen Russland zu machen.“

    sapere aude

    http://divinecosmos.com/images/isis-staged.jpg

  6. Bei dem Antiamerikanismus frage ich mich immer, mit wem hat das ent-preussenifizierte Deutschland mehr gemeinsam, mit dem weltoffenem, liberalem Amerika dessen zweitgrösste Minderheit die Deutschstämmigen stellen oder der Leigeigenen- und Untertanenmentalität der Russen?

  7. Bei aller Kriegsgefahr die klar von der NATO und ihren vier Gehirnzellenfunktionsträgern geschürrt wird, ist doch positiv zu verzeichnen, das im Unterschied zu früher die meisten Menschen heute nicht mehr für Krieg sind. Irgendwie sehe ich da einen Entwicklungsfortschritt. Vor dem Krieg kommt immer die Propaganda und die kann derzeitig die Menschen im Westen nicht überzeugen. Vielleicht nichtmal mehr die eigenen Geheimdienste. Die klugen Köpfe steigen aus. Die Frage stellt sich kann man mit Flachpfeifen einen Krieg gewinnen oder wenn se danach zusammen im Kellerloch hocken was machen se denn dann?

  8. Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg – so habt ihr keinen Nachbarn mehr. Aber ihr wollt den Krieg und deshalb erst setztet ihr die Grenzsteine.

  9. Fallt NICHT auf die Ost-West-Matrix herein. Ost UND West arbeiten für die GLEICHE Elite. Das was nach aussen durchscheint oder sich an der Oberfläche abspielt.. EGAL was es istz, inklusive bei Kriegen, sind Marionetten an wichtigen Schaltstellen bei ALLEN beteilgten und in JEDEM Land und sowohl bei den Opfern, als auch Tätern.
    Die NWO soll höchtswahrscheinlichj NICHT übder USA/Westen kommen, sondern vom OSTEN, wo kaum Einer mit rechnet. Hört….äh SEHT die Signale. Dieses Theater ist… analoges Beispiel. Genauso ist es scheissegal welche Partei Ihr wählt und welche Seite..rechts oder links oder dazwischen. Alles orchestriert und Show und Matrix.

  10. ich finde deutschland bzw. europa sollte sich nicht von den usa in einen krieg ziehen lassen den keiner wirklich haben möchte.

    ich bin auch religiös und wie in der bibel beschrieben stehen wir kurz vor dem ende wie in der offenbarung beschrieben.

    also kehrt um, suchet gott bevor es zu spät ist

Webmentions

  • Europa: Erhöhte Kriegsgefahr › Henning Uhle 25. September 2015

    […] Versehen“ gewarnt hatte. Und genau dieses Thema hat gestern die deutschsprachige Bloggerwelt durcheinander gebracht. Aber das ist nicht einfach so ein Aufwärmen. Denn seit Juli gibt es ein neues Positionspapier der […]

  • Dies und Das vom 28. August 2015 | freistaatpreussenblog 25. September 2015

    […] „In Europa besteht wieder Kriegsgefahr“ http://www.neopresse.com/europa/in-europa-besteht-wieder-kriegsgefahr/ […]