Zwangstests für Reiserückkehrer möglich? Der nächste Schritt zum nächsten Zwang….

Wer aus Risikogebieten zurückkehrt, muss sich nach Vorstellungen der bayrischen Landesregierung und von Gesundheitsminister Spahn demnächst auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zwangstesten lassen. Das Konzept ist vergleichsweise durchlässig – absehbar – und damit ein logischer Schritt auf dem Weg zum Immunitätsausweis. Denn die zwangsweise Prüfung an Flughäfen, an Bahnhöfen oder auch bei Autofahrern kann schon nach Meinung des „Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) nicht sinnvoll sein. „Einmalige Tests bieten keine Sicherheit. Im Gegenteil: Sie können zu falscher Sorglosigkeit führen.“ Wenn das Ergebnis negativ wäre, könnte ein Urlauber gleichwohl infiziert worden sein. Eine Ansteckung an einem der letzten Reisetage genüge, um am „Tag der Rückreise noch keinen positiven Befund (zu) haben.“

Sicherheit gäbe es nur bei einem weiteren Test fünf Tage später, so die Vorsitzende des Verbandes, Ute Teichert, gegenüber der Morgenpost (www.morgenpost.de). Den zweiten Test jedoch könne niemand kontrollieren. Jedenfalls hätte die Gesundheitsämter hinreichend viel zu tun. Logisch, so Kritiker, ist das Argument vollkommen nachvollziehbar. Es ist zudem eine Steilvorlage für die nächsten Stufen.

Immunitätsausweis für Reisende?

Dies wäre beispielsweise ein Immunitätsausweis für Reisende beim Grenzübertritt. Noch ist dies rechtlich in keiner Weise absehbar, es wäre dennoch denkbar, einen solchen Ausweis beim Wiedereintritt in dieses Land zu erhalten (nach einem entsprechenden Test). Der Immunitätsausweis könnte nach einem Urlaub wiederum als Dokument dafür dienen, einen zweiten Test durchführen zu müssen. Dies ließe sich dann, wenn ein solcher Ausweis aktenkundig ausgestellt ist, jederzeit prüfen. Gedanklich wäre der Schritt zu genau jenem Immunitätsausweis für alle Bürger nicht weit, den Jens Spahn ohnehin einführen möchte. Mehr dazu lesen Sie hier…