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(Teil 4) Am 12. April 1999 hatte das Parlament der Bundesrepublik Jugoslawien, die bereits von NATO-Flugzeugen ordentlich „gebügelt“ worden war, in seiner Verzweiflung beschlossen, der Union von Russland und Weißrussland beizutreten. Das russische Parlament hatte den Antrag der schon im Untergang befindlichen Serben sofort unterstützt. Man forderte den russischen Präsidenten Boris Jelzin auf, mit dem Prozess der Vereinigung sofort zu beginnen. Jelzin aber sagte nichts. Er ignorierte auch den Aufruf der Duma, den Serben als Soforthilfe Militärberater und Waffen zu entsenden.

Der ex-jugoslawische Außenminister Živadin Jovanović erinnert sich in einem Interview, welches ich mit ihm führte:

„Zu jener Zeit führte ich Gespräche mit den russischen Partnern in der Umgebung Jelzins. Ich sagte zu ihnen: „Beschützen sie uns! Wenn sie uns beschützen, dann beschützen sie sich selbst!“

Der Ex-Politiker führt weiter aus:

„All dies wurde mit großer Skepsis aufgenommen. Für Russland war zur Zeit der Jelzin-Ära Washington der einzige Partner. Wir Serben wollten Waffen kaufen. Uns wurde geantwortet, dass wir kein Geld haben. Wie, kein Geld? Die UdSSR hatte zu dieser Zeit Schulden gegenüber Jugoslawien in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar. Nehmen sie das Geld und geben sie uns Raketen und Flugzeuge, forderten wir. Doch die Russen antworteten, dass Jugoslawien zwar einst groß gewesen sei, doch nun sei es klein geworden. Daher wäre es notwendig, über die Rückzahlung der Schulden auch mit anderen Republiken zu diskutieren. Wir widersprachen: Schauen Sie sich die Handelsstrukturen an, 70 Prozent der Waren werden aus Serbien gekauft. Nehmen Sie dieses Geld, und wenn es nicht genug ist, dann werden wir den Rest noch dazu fügen“.

Der ex-jugoslawische Außenminister Živadin Jovanović hatte damals alles getan, um sein Land zu retten, doch die westlichen Mächte waren stärker. Er berichtet weiter:

„Ich war Zeuge eines Gesprächs zwischen dem jugoslawischen Präsidenten Milosevic und dem russischen Außenminister Kozyrev, einige Jahre vor dem Krieg. Wir bitten nicht um Almosen, sagte damals Milosevic. Wir haben eine Million Tonnen Weizen, Mais in Dosen. Wir sind bereit, auch Schulden zu machen, aber irgendwie werden wir das schon verrechnen. Wir baten sie, uns die neueste Generation von Jagdflugzeugen und Öl, welches auf der Donau hätte transportiert werden sollen, zu verkaufen. Aber der russische Vertreter Kozyrev war so verliebt in Washington, er sah alles durch amerikanische Augen. Er hätte für Jugoslawien nichts gemacht! Und genau so hätte er für Russland noch weniger getan. So war die allgemeine politische und psychologische Denkweise der damaligen russischen Führung unter Boris Jelzin. Wir schickten auch unsere Piloten für die Ausbildung nach Russland. Die Russen erklärten uns dann, dass selbst, wenn sie uns ihre Flugzeuge verkauften, unsere Piloten über der Ukraine, Ungarn, Bulgarien und Rumänien alle abgeschossen würden! Das ist nicht ihre Sorge, antworteten wir. Wir fliegen auf eigene Gefahr. Die russische Antwort war ein klares Nein! So standen wir standen alleine da, und mussten uns lange 78 Tage der größten Kriegsmaschinerie der Menschheit stellen!“

„Vielleicht war es in Moskau niemandem klar, dass es sich bei dem Angriff auf Jugoslawien in erster Linie um eine Generalprobe des Krieges gegen Russland handelte?“ fragte ich.

„Die Russen wussten nicht, dass die Zerstörung Jugoslawiens der erste Schritt in Richtung Krieg gegen Russland war. Ich hatte sie noch gefragt: `Was ist besser: Russland vom Balkan aus zu beschützen oder vom Ural? Helfen sie uns und so wird doch automatisch auch Ihnen geholfen werden. Lassen Sie uns gemeinsam die NATO-Erweiterung in den Osten zu stoppen!` Die Russen winkten jedoch nur ab und sagten: `Sie versuchen nur, ihre Probleme auf unsere Schultern zu schieben`. Zu meinen europäischen Partnern sagte ich damals in derselben Zeit: `Wenn sie einen Krieg gegen Jugoslawien planen, dann wird das auch ein Krieg gegen Europa sein. Sie werden unter einen tödlichen Druck der USA geraten, und Sie werden sich ihrer Vorherrschaft nicht entziehen können`. Und was war das Ergebnis? Europa hat sich verpflichtet, in Afghanistan zu kämpfen, im Irak, dann in Libyen, Mali, Syrien und nun in der Tat auch in der Ukraine. Die USA spionieren hemmungslos, sie kontrollieren so Millionen von Europäern. Und die Europäer weinen und klagen nur. Das alles ist auch völlig logisch, nachdem sie selbst beschlossen haben, mit dem Teufel zu tanzen!“

Der neue „Drang nach Osten“

Der Ex-Politiker Jovanović wörtlich:

„.Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts erhielt Hitlers Strategie „Drang nach Osten“ eine völlig neue Bedeutung. Trotz der Tatsache, dass die Pläne für ihn selbst zu einem Fiasko wurden, waren die Umrisse der Ziele ziemlich genau so von der NATO übernommen worden. So begann der neue „Drang nach Osten“ im Jahr 1999 mit der Bombardierung Jugoslawiens. Was ist die Absicht der NATO? Das reale, geopolitische Ziel ist die Expansion zu den russischen Grenzen. Seit 1999 haben die USA angefangen, ihren größten US-Stützpunkt zu bauen, und zwar nicht auf amerikanischem Gebiet, sondern sie bauten das den Camp Bondsteel im Kosovo. Wozu braucht das kleine Kosovo einen großen Stützpunkt? Selbst für den Balkan ist diese Basis viel zu groß. Und was ist der Grund? Schauen wir uns das geopolitische Umfeld an: Kaspisches Becken, Kaukasus, Zentralasien und Sibirien – das ist es, was die Existenz einer solchen Basis rechtfertigt.

Mit dem Bondsteel begann ein dramatischer Anstieg von US-Militärbasen in Europa – in Bulgarien, Rumänien, Polen, den baltischen Staaten und in der Tschechischen Republik. Jetzt befinden sich in Europa mehr US-Militärstützpunkte als auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Heute ist der europäische Kontinent völlig militarisiert. All dies dient der Vorbereitung für einen Sprung an die russischen Grenzen. Dies erklärt auch den Krieg in Georgien 2008 und den ukrainischen Maidan 2014. Die Aggression gegen Jugoslawien war ein Wendepunkt für die die Globalisierung der Intervention! Das Hauptziel: Sibirien! Der erklärte Plan ist es, hier das größte Reservoir an Bodenschätzen der Erde einzunehmen. 1999 schien es für Russland, dass sie Serbien leichten Herzens Serbien aufgeben könnten. Mit den Amerikanern glaubten sie, würden sie sich schon einigen können. Die Russen haben sich aber verrechnet. Die neuen ukrainischen Machthaber sind fest entschlossen, der NATO beizutreten. Und jetzt gerade wurde in Belgrad, im ehemaligen jugoslawischen Ministerium für Verteidigung, ein Büro der NATO eröffnet – eine bittere Ironie der Geschichte! Damit wird die serbische Armee von nun an von einem amerikanischen General reformiert, oder besser gesagt, endgültig vernichtet, da sie sich der amerikanischen und der NATO-Übermacht bislang geschickt widersetzt hatte. Die Operation gegen Jugoslawien 1999 wurde „Barmherziger Engel“ genannt. Ich kann ihnen sagen, dass dieser „Barmherziger Engel“ bereits nach Russland fliegt.“

Wer will sich jetzt noch fragen, ob die Serben von heute Masochisten seien oder als unwissende Lämmer zum Wolfsrudel rennen? Nichts von alledem! Die Serben sind die tragischsten Opfer des Europäischen Kontinents geworden, durch einen unbarmherzigen Krieg 1999, den offenbar niemand zu verhindern wusste. Nach dem Sturz von Präsident Slobodan Milosevic wurde das serbische Volk von rücksichtlosen, gierigen und käuflichen Politikern angeführt, die aus persönlichen Interessen alles, was wertvoll war und Geld brachte, zu verscherbeln gedachten. Dass dabei das Volk in eine sklavenähnliche Abhängigkeit des Westens geraten ist, scheint ihnen offensichtlich allen völlig egal zu sein. Den Serben, wie auch jetzt den Ukrainern, steht eine tragische, düstere Zukunft bevor.

Dies ist der vierte Artikel eines 4-teilers. Die weiteren Teile finden Sie hier:

Teil I – Fünfzehn Jahre nach NATO-Bombenkrieg: Serbien, das vergiftete Land

Teil II – Bombenkrieg`99: Wie die NATO Serbien als Atommüll-Abladeplatz nutzte

Teil III – NATO-Bombenkrieg `99: Der unsichtbare Tod darf nicht thematisiert werden

Zum Autor:

Marko Jošilo ist ein deutscher Journalist. Geboren 1949 als jugoslawischer Staatsbürger bei Sarajevo in Bosnien, wurde er Anfang der 90er Jahre in Deutschland eingebürgert.

Marko Jošilo begann 1975 mit seinem Studium für Journalistik, Geschichte und Politikwissenschaften in der ersten Studentengeneration der Journalistik an der Universität Dortmund. Abschluss 1981 als Diplom-Journalist. Während des Studiums absolvierte er bereits Praktika bei der Deutschen Welle und dem WDR in Köln.

Seit 1981 freie Tätigkeit für den WDR als Journalist, Reporter und Film-Autor. 1991 wurde Marko Jošilo vom WDR nach Belgrad als Reporter geschickt, mit dem Beginn des Jugoslawienkrieges arbeitete er als Kriegsreporter und freier Produzent für den WDR und andere ARD-Sender, u.a. auch  für Tagesschau und Tagesthemen. Außerdem lieferte er unzählige TV-Beiträge an diverse weitere Sender wie ZDF, RTL, Pro7 und viele mehr.

2004 kehrte Jošilo aus Serbien nach Deutschland zurück. Heute lebt er in Nordrhein-Westfalen, produziert TV-Beiträge und schreibt tagesaktuelle Artikel.

Demnächst erscheint sein erstes Buch über die fragwürdige Rolle der Medien im Jugoslawienkrieg!

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Leider völlig richtig.
    Zusätzlich: Die Menschen der Ukraine leiden ja seit vielen Jahren bereits unter Oligarchen, die nur alles für die eigene Bereicherung verscherbeln und das Land ausrauben! So wird man eben schneller Milliardär als es denen an der Spitze bei uns noch möglich ist, da hier bereits der Kuchen vorher aufgeteilt wurde und sich jetzt nur noch in der Spekulationswirtschaft Gewinn machen lässt, es sei denn, man hat selbst auch noch das Monopol über die Geldschöpfung!

  2. Besonders traurig ist, dass viele wichtige Details dieser hervorrgenden Analyse in der deutschen Öffentlichkeit kaum angesprochen wurden.Josilos Folgerung ist sehr überzeugend, dass Jugoslawien nur ein Baustein mehr zur neuen Washingtoner Domino-Theorie ist.

    Es geht jetzt nicht mehr um eine stückweise Eindämmung fremder Machtansprüche, sondern um die ungehemmte Ausbreitung der eigenen. Das strategische Ziel ist es, mit dem Reichtum des Ostens die Riesenvölker Asiens auf Dauer in Schach zu halten.

    Hinter allem steht kaum verhüllt der nackte Herrschaftsanspruch einer kleinen Zahl engstirniger westlicher Wirtschaftsmächtiger, deren Namen niemand sagen soll.

    • „deren Namen niemand sagen soll“

      Ja nur das bringt eben nichts, falls wieder einmal Köpfe rollen und die wesentlichen nicht dabei sind. Alle sind sicherlich auch gar nicht bekannt und man muss sich mit bekannten Eigentümern der FED plus bekannten Namen aus City of London abfinden. Wer die gegenwärtigen Eigentümer sind, wie viel des Reichtums als Eigentümer der Banken und größten Monopole auch des Militär-Industrie-Komplexes sich in welchen Händen befindet ist ja Staatsgeheimnis, egal ob das US-Bürger sind oder nicht. Und ja auch Warburg, entsprechend dem Preis welchen unser Merkel erhielt, zählt dazu; hat mit Semiten zumeist nichts zu tun, es sei denn es geht um Palästinenser, aber wer die tötet sei ja kein Anti .. Semit, oder?

  3. Der Autor hat wohl vergessen wie schlecht das Verhältnis zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion während des kalten Krieges war. Anstatt mit der Sowjetunion zusammen zu arbeiten entschied sich Jugoslawien für die „Blockfreiheit“. In der Realität bedeutete es das die Sowjetunion keinerlei Unterstützung von Jugoslawien erhielt aber mit dem Westen zusammen arbeitete wo es nur ging. Als zum Beispiel die Sowjetunion 1984 die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles boykottierte nahm Jugoslawien demonstrativ daran teil. Wie wichtig Jugoslawien für den Westen war sah man auch daran das bei Titos Beerdigung viele westliche Staatspräsidenten anwesend waren. Russland hatte das sicher nicht vergessen und genug eigene Probleme auch dank Jugoslawien.

    • http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/495684/Goli-Otok_Alca%20traz-in-der-Adria

      Ohne Prozess wurden nach dem Bruch mit der Sowjetunion 1948 tausende Stalinisten nach Goli Otok deportiert. Als 19-jähriger Gymnasiast wurde er im November 1949 verhaftet. Mit Mitschülern hatte er damals Flugblätter gegen die von ihm abgelehnte Abkehr von der Sowjetunion getippt. „Ich war im Zweiten Weltkrieg schon mit 14 Jahren bei den Partisanen, glaubte an das Ideal der sozialistischen Einheit – und hielt den Bruch mit Stalin für einen Fehler.“ Aneinandergekettet wurden die Deportierten schließlich in der Nacht aus den Waggons über eine Rampe in einen offenen Seefrachter geprügelt: „Wir riefen ,Lang lebe Stalin!‘ – und sie schlugen noch fester…