in Gesellschaft

1.000 Euro Grundeinkommen im Monat für jeden Menschen, unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht. Was zunächst als fantastische Utopie aus einem Science Fiction Roman anmutet, entpuppt sich nach genauer und reiflicher Untersuchung als logische Konsequenz im neuen Zeitalter, wo das alte Finanz- und Wirtschaftssystem nach 100 Jahren nicht nur an seine Grenzen gestoßen, sondern schlichtweg ausgedient hat. In diesem Artikel werde ich anhand von Zahlen, Fakten und Überlegungen aufzeigen, warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen zwingend brauchen und wie dieses eine wahre Revolution in der Welt auslösen wird: mit einem gesicherten Wohlstand für alle Menschen, sowie ungeahnten, neuen Möglichkeiten für eine nachhaltige Wirtschaft und eine Gesellschaft, die frei ist und sich endlich entfalten kann.

Es ist genug für Alle da

Wir leben in einer Welt voller Überfluss und Reichtum. Fakt. Bloß sind die Ressourcen und Reichtümer sehr einseitig verteilt, zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung. Eine Handvoll von global agierenden Großkonzernen hat die Weltwirtschaft unter sich aufgeteilt, für die der Rest der Menschheit meist zum Mindestlohn arbeiten „darf”. Eine klassische Verteilung von arbeitend nach reich. Zum anderen haben wir unendlich viel Misswirtschaft und gehen sehr sorglos mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln um, zumeist durch gewollte bürokratische Hürden und Gesetze vorgegeben, die zugunsten der Großkonzerne rein profitorientiert ausgestaltet sind. Allein in der EU werden z.B. jährlich 90 Millionen Tonnen noch gute und essbare Lebensmittel weggeworfen. Ausreichend, um ganz Europa mehrmals ernähren zu können. Je nach Land werden dabei bis zu 50% der Lebensmittelproduktion wieder entsorgt. Allein das Ausmaß an diesem einen Aspekt aufgezeigt, ist in Worten und Gedanken kaum zu erfassen. Eines von vielen Verbrechen an Natur und Menschheit.

Bedingungsloses Grundeinkommen als Grundrecht von Geburt an

Wir sind die einzige Spezies auf diesem Planeten, die fürs (Über)leben von Geburt bis zum Tode bezahlen muss. Arbeiten nur um zu Überleben. Dies ist derart absurd, dass in 50 Jahren unsere nachfolgenden Generationen auf uns rückblickend vor lauter Unglauben den Kopf schütteln werden. Dabei steht im ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.”

Allein damit wäre im Grunde schon alles gesagt. Die Artikel 3 und 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte untermauern den Anspruch der Menschen auf ein würdevolles Leben in sozialer Sicherheit. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2010 in seinem Urteil festgehalten, dass das Existenzminimum vom Staat stets gewährleistet werden muss. Im Umkehrschluss sind daher z.B. Sanktionen seitens von Jobcentern rechtlich nicht mehr zulässig. Das Urteil sagt zudem weiterhin aus, dass das Existenzminimum somit an keine Bedingungen – außer der tatsächlich vorliegenden Hilfebedürftigkeit – geknüpft werden darf. Ein Zwischenschritt zu einem bedingungslosem Grundeinkommen. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus. Wer keine passende Arbeit finden kann oder keine x-beliebige ihm zugewiesene annehmen will, dem wird automatisch sein (von Gesetzes wegen bestehendes Recht auf) Existenzminimum willkürlich von den staatlichen Stellen gekürzt und in vielen Fällen komplett gestrichen. Sie ignorieren bestehende Gesetze und Urteile vom höchsten Gericht des Landes. Hier hilft nur der Klageweg, und das so oft und so lange, bis da ein Umdenken in den Verwaltungen stattfindet.

„Wir sind die einzige Spezies auf diesem Planeten, die fürs (Über)leben von Geburt bis zum Tode bezahlen muss. Arbeiten nur um zu Überleben. Dies ist derart absurd, dass in 50 Jahren unsere nachfolgenden Generationen auf uns rückblickend vor lauter Unglauben den Kopf schütteln werden.”

Die echten Arbeitslosenzahlen

Das die offiziellen Arbeitslosenzahlen gefälscht sind, ist mittlerweile allgemein bekannt. Im Folgenden werden wir uns die Zahlen einmal genauer anschauen. Im weiteren Verlauf werden Sie dann verstehen, warum diese Aufschlüsselung wichtig für uns ist.

Aktuell liegt die von der BRD-Regierung veröffentlichte Arbeitslosenzahl bei rd. 3,1 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosengeld 1 Empfänger liegt aktuell bei rd. 1 Million

Die Zahl der Arbeitslosengeld 2 Empfänger liegt aktuell bei rd. 4,3 Millionen

Zusammengezählt sind das nach Adams Riesen schon mind. 5,3 Millionen „offizielle” Arbeitslose und somit deutlich mehr als die Zahlen der Bundesagentur. Bei ca. 42 Millionen Beschäftigten in Deutschland (sofern diese Zahl noch stimmt) ist das eine stattliche Arbeitslosenquote von 12,6%. Hinzu kommen aber noch die inoffiziellen Zahlen:

Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt es in Deutschland zwischen 3,1 und 4,9 Mio Menschen, die zwar leistungsberechtigt sind, aber aus Scham oder Unwissenheit keine staatlichen Hilfen beantragen und somit in verdeckter Armut leben. Diese müssen auf jeden Fall zu den 5,3 Mio hinzugerechnet werden, wobei wir schon bei etwa 10 Millionen Menschen wären, die arbeitslos sind. Ich gehe jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus.

Wenn wir dann noch die Geringverdiener, Kurz- und Teilzeitarbeiter hinzunehmen, die zwar aufstocken, aber aus der „offiziellen” Statistik zwecks Schönrechnung herausgenommen werden, sowie Wohngeld, Sozialhilfe- und Bafögbezieher mit berücksichtigen, dürften wir 15-20 Millionen Menschen allein in Deutschland haben, die in irgendeiner Form auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Das ist fast ein Viertel der Bevölkerung!

Großen Dank an dieser Stelle an Reiner Dammann vom Nachrichtenspiegel für die zeitaufwendige Aufbereitung der Quellen.

Offene Arbeitsstellen in der BRD

Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wieviele offene Arbeitsstellen es in Deutschland gibt und stellen diese dann den obigen Zahlen gegenüber.

Auch hier gehe ich von massiv geschönten offiziellen Zahlen aus. Auf der Jobbörsenseite der Arbeitsagentur sehe ich aktuell ca. 700.000 offene Stellenangebote. Auch wenn diese unrealistisch erscheinen, lassen wir sie so erst einmal stehen. Das uns bereits bekannte Statistikportal zählt 400.000 Stellen. Eines der größten Jobportale hat aktuell ca. 338.000 Stellenausschreibungen, wovon aber nur 210.000 Vollzeitstellen sind. Dabei können wir erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass egal um welches Portal es sich handelt, ein guter Teil der inserierten Stellen bereits vergeben ist und die Karteileichen gar nicht oder sehr spät erst entfernt werden. Doch selbst wenn wir die höchste Zahl von 700.000 nehmen würden, stehen dem Gegenüber mindestens 10 Millionen arbeitslose Menschen.

Dies ist eine schier große Diskrepanz und zeigt uns, dass es einfach nicht genügend Arbeitsplätze für Alle gibt! Die Arbeitsagenturen und Jobcenter wissen das alles nur zu genau und halten die Wahrheit bewusst zurück. Wenn das nicht schon genug wäre, werden Millionen von Hilfebedürftige durch den Arbeitsmarkt „gepeitscht”, um sich auf die paar hunderttausend offenen Stellen zu bewerben (meist nur wieder im Niedriglohnsektor, von der fehlenden Qualifizierung einmal abgesehen) und ihnen das Existenzminimum gekürzt oder gestrichen, wenn diese sich nicht genügend bewerben oder sichtlich unterbezahlte Arbeit aus gutem Grund ablehnen, weil sie zum Leben gerade noch zu viel und zum Sterben zu wenig ist. Sehen Sie nun, wie absolut unmenschlich und sinnlos das ist?

In anderen westlichen Ländern wird die Lage ähnlich sein, und in den ärmeren Ländern weitaus schlimmer.

Vielen Dank für Ihre Geduld bisher. Die Situation, die wir nun erarbeitet haben, trägt maßgeblich zum allgemeinen Verständnis bei, warum wir andere Lösungen brauchen und andere Wege beschreiten müssen, wenn wir eine Zuspitzung dieses Dilemmas in Zukunft vermeiden wollen.

Technologischer Fortschritt baut kontinuierlich Arbeitsplätze ab

Seit Ende des zweiten Weltkriegs haben wir in einer relativ kurzen Zeitperiode einen enormen technologischen Fortschritt erfahren. Etappenweise ist die Entwicklung dabei exponentiell gestiegen, insbesondere in den letzten 15-20 Jahren. Viele Arbeitsplätze sind durch Automatisierung und Computerisierung weggefallen. Ein Ende ist dabei keineswegs in Sicht. Dieser Entwicklungstrend wird sich weiter fortsetzen, exponentiell natürlich. Die nächsten Technologierevolutionen im Bereich des 3D-Drucks und der alternativen Energien (kalte Fusion, freie Energie) stehen schon an, wodurch weitere Arbeitsplätze wegfallen dürften. So wie wir uns vor 20 Jahren den heutigen technologischen Fortschritt nicht vorstellen konnten, können wir uns heute kaum vorstellen, wie unglaublich weit sie in 20 Jahren wiederum sein wird. Sie wird so weit sein, dass wir kaum noch werden arbeiten müssen.

Wenn also mit stetig exponentieller technologischer Entwicklung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, dürfte nach meinen Schätzungen spätestens in 15 Jahren mind. die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland arbeitslos sein. Wenn wir bis dahin immer noch dasselbe Programm wie bisher fahren, wohin sollen die ganzen Arbeitslosen dann hin? Das jetzige System ist daher zum Scheitern verurteilt und bei heutigen oder morgigen Problemen können wir keine Lösungen von gestern anwenden. Es braucht hier einen komplett anderen Ansatz, welcher auf soziale Gerechtigkeit fußt und dabei die würdevolle Existenz eines jeden Einzelnen auf diesem Planeten sichert.

Die Idee des Grundeinkommens ist nicht neu

Unsere schweizer Mitbürger sind in dieser Hinsicht schon viel weiter. Sie haben bereits letztes Jahr über 100.000 Stimmen für eine Volksabstimmung zur Einführung eines Grundeinkommens in der Schweiz gesammelt, welche in den nächsten Jahren dann abgehalten wird.

Aber andere Länder dieser Welt praktizier(t)en schon in Teilen eine bedingungslose Grundversorgung. In Irak und Libyen (einst das reichste Land in Afrika) waren z.B. Strom und Krankenversicherung kostenlos, ebenso die Schulbildung, die von hoher Qualität war. Verheiratete Paare bekamen ein großzügiges Startgeld für ein Eigenheim und Bauern ein kostenloses Grundstück samt Ausrüstung, sowie kostenloses Saatgut zum Anpflanzen. Zudem gab es jeden Monat kostenlos eine bestimmte Menge an Grundnahrungsmittel für Jeden. Dies weiß ich u.a. von einem irakischen Staatsbürger, der mir dies vor Jahren einmal erzählte. Das war vor der „Demokratisierung” dieser Länder durch den Westen.

Von allen Ländern dieser Welt hat der US-Bundesstaat Alaska als erstes ein kleines Quasi Grundeinkommen bereits 1982 eingeführt. Im Rahmen des „Alaska Permanent Fund” wird einmal jährlich an jeden Bürger eine Dividende aus den Gewinnen der Erdgas-/Ölförderung ausgezahlt. Im Jahr 2008 erhielt so eine vierköpfige Familie rd. US$13.000.

Das Grundeinkommen bringt neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

Selbst Unternehmer wie Götz Werner (Gründer der dm Drogeriekette) sprechen sich immer mehr für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus, weil sie erkannt haben, dass dies der einzig richtige Schritt ist und weitaus mehr Vorteile mit sich bringen würde:

  • Jeder kann endlich das machen, wozu er wirklich Lust hat, wo er Talente und Gaben hat, anstatt einer Arbeit nachzugehen, die ihm weder Spaß noch Freude bereitet, sondern nur gegen den Willen ausgeübt wird, zwecks Sicherung des Lebensunterhalts. Wer zur Arbeit gezwungen wird, macht die Sache nicht gut und zufriedenstellend. Arbeit, die aus Spaß und Überzeugung ausgeübt wird, erhöht die Produktivität um ein Vielfaches. Das macht sich positiv an der Qualität der Dienstleistungen/Waren etc. sowie an der Gesundheit des Angestellten bemerkbar.
  • Existenzängste gehören der Vergangenheit an. Anstatt um das Überleben zu kämpfen, kann sich nun Jeder endlich frei entfalten. Kann für sich herausfinden, was er im Leben überhaupt will. Zusätzliche Zeit für Schulung und Bildung, sofern erwünscht, ist vorhanden, um sich neuen, sinnvollen Aufgaben und Zielen im Leben widmen zu können.
  • Dadurch wird das Unternehmertum erheblich gefördert und erfährt einen noch nie dagewesenen Aufwind. Viele Leute würden sich trauen, ein Unternehmen zu gründen oder würden freiberuflichen Tätigkeiten nachgehen. Dies wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Wirtschaft aus, weil nun endlich auch ganz neue und kreative Ideen umgesetzt werden, die bisher sonst unterdrückt wurden. Es entstehen neue Produkte und Dienstleistungen.
  • Herrschafts- und Erpressungsprinzipien in Form von Lohndumping, Hartz IV Sanktionen, Mobbing am Arbeitsplatz gehen rapide zurück. Wer ein feindliches Arbeitsklima vorfindet, kann einfach jederzeit kündigen und muss sich keine Sorgen wegen seiner Existenz machen. Niemand ist mehr von irgendwem abhängig. Das bedeutet Freiheit. Arbeitgeber und Firmen wären im Gegenzug motiviert, den Arbeitsplatz besonders lukrativ und menschenwürdig zu gestalten.
  • Die Zerrüttung von Familien gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Die Eltern können sich besser um die Kinder kümmern und die Kinder kennen ihre Eltern nicht mehr nur von den Wochenenden. Die familiären Bindungen rücken wieder in den Vordergrund. Das Band in der Familie wird wieder gestärkt, was wichtig für die Entwicklung der nächsten heranreifenden Generationen ist.
  • Als logische Konsequenz geht die Kriminalität in der Bevölkerung deutlich zurück. Es muss keiner mehr stehlen und betrügen, um zu überleben. Kosten für Verbrechensbekämpfung gehen zurück.
  • Die Abschaffung von Armut reduziert Unmengen an Kosten im sowieso schon total aufgeblähten Verwaltungsapparat, der um 95% reduziert werden könnte.
  • Die Abschaffung von Armut sichert sozialen Frieden in der Bevölkerung.

Gerade der letzte Punkt ist mittel- und langfristig von enormer Wichtigkeit.

Die 1.000 Euro (Netto natürlich) sind hierbei eher als absolutes Minimum zu betrachten und müssten dementsprechend, gemessen an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, fortlaufend angepasst werden, damit das Existenzminimum, sowie die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe stets gewährleistet werden. Krankenversicherung und zusätzliche Bedarfe (z.B. für Mütter, Pflegebedürftige, Schüler, Studierende) sollten ebenfalls kostenfrei sein.

Kritik und Gegenargumente

Auf folgende Gegenargumente von Kritikern möchte ich gern eingehen und wir werden sehen, dass die meisten Argumente nicht haltbar sind.

Wer soll das finanzieren? Dazu fehlt das Geld!

Das Geld ist reichlich und im Überfluss vorhanden! Der Verwaltungsapparat im Bereich der sozialen Leistungen (Arge, Jobcenter, Städte/Gemeinden usw. ) verschlingt jedes Jahr mehrere Milliarden. Dieser Bereich könnte auf das Nötigste weitestgehend reduziert werden. Wenn die Bundesregierung jährlich hunderte Milliarden an Steuergelder für die Rettung von ohnehin maroden Banken ausgibt, sich an teuren Kriegseinsätzen im Ausland beteiligt, wo wir nichts zu suchen haben und U-Boote an andere Staaten verschenkt, dann kann sie auch jedem Bürger freilich ein Grundeinkommen zahlen. Man muss die Ausgaben nur anders und vor allem sinnvoll verteilen.

Des weiteren sollte sich der Staat die Hoheit über die Ausgabe des Geldes wieder zurückholen, anstatt es sich gegen Zinsen von den nachweislich privaten Zentralbanken (die eben nicht staatlich sind) zu leihen, wo sie im Gegenzug von den eigenen Bürgern Steuern eintreiben muss, nur um die Zinsen an die Banken zurückzuzahlen. Infolgedessen werden Zins und Zinseszins, sowie die Schöpfung des Geldes aus dem Nichts abgeschafft.

Grundsätzlich besteht also kein Finanzierungsproblem, wie wir sehen.

Dann würde ja keiner mehr arbeiten!

Ist diese Frage wirklich ernst gemeint? Wir haben auf dieser Weltkugel 7 Milliarden Menschen. Für jede Art von Arbeit wird sich stets Jemand finden, der sie verrichten möchte. Einfach aus dem Grund, weil die- oder derjenige einfach Lust auf diese Arbeit hat oder sonst wie einen Sinn darin sieht. Und sollte dies einmal für bestimmte Arbeiten wirklich nicht der Fall sein, muss der Arbeitgeber diesen Arbeitsplatz so attraktiv wie möglich gestalten (z.B. durch überdurchschnittliche Bezahlung), sodass Jemand diese Arbeit dann gern machen würde.

Der Mensch hat zudem von Natur aus einen inneren Drang, sich zu entwickeln und neue Dinge zu lernen und auszuprobieren, zu forschen und zu entdecken. Die allerwenigsten würden ihr ganzes Leben lang 24/7 nur auf der Couch liegen.

Und das Grundeinkommen bleibt auch Grundeinkommen. Wer sich ein Auto kaufen will oder eine Urlaubsreise machen möchte, der wird umso motivierter sein, sich zu dem Grundeinkommen zusätzlich etwas hinzuzuverdienen. Anreize zur Arbeit wird es immer zu Genüge geben.

Gerade das Argument, das Niemand mehr arbeiten würde, kommt häufig aus der Industrie. Anders herum würde ich den Firmen und Produzenten folgende Gegenfrage stellen: WER soll Eure Produkte überhaupt noch kaufen, wenn sie sich kaum noch Jemand leisten kann? Bei der derzeitigen Entwicklung haben die Menschen immer weniger Geld für sich, und für den Konsum schon gar nicht mehr. Da helfen auch die neuesten technischen Innovationen nicht. Gerade die Firmen sollten daher das größte Interesse an einem bedingungslosen Grundeinkommen haben! Wenn sie wollen, das ihnen in Zukunft auch weiterhin noch Irgendjemand ihre Produkte abkauft.

Solche Argumente kommen meist aus Unwissenheit, aber auch sehr häufig aus Trotz, schierer Gier und Missgunst den Mitmenschen gegenüber. Konkurrenzdenken ist in der Gesellschaft tief verankert. Wohin uns das geführt hat, sowie das Streben nach grenzenlosem Wachstum um jeden Preis, sehen wir an den obigen Zahlen und auch um uns herum in der Welt. Es ist Zeit, all diesen hinderlichen Ballast endlich über Bord zu werfen und ganz neu anzufangen.

Umdenken und Bewusstseinswandel von Nöten

Viele Menschen sind der felsenfesten Auffassung, sie müssen arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Wir haben es so von klein auf an gelehrt und vorgelebt bekommen. Wir kennen nichts anderes und neue Möglichkeiten und Ideen erscheinen uns daher oft fremd und „unrealistisch”. Dieses Muster wiederholte sich seit Generationen. Aber heute leben wir in einer Zeit, wo wir neue Wege beschreiten dürfen und auch müssen, schlichtweg weil die Herausforderungen dies verlangen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt, der gerade beim Thema „bedingungloses Grundeinkommen” aufkommt und uns wie ein Spiegel vorgehalten wird, ist der Mangel an Selbstwertschätzung. Wenn die Menschen der Meinung sind, sie müssten sich das Überleben tatsächlich  erst verdienen, dann liegen da große Defizite an Selbstliebe und Selbstwert vor. Oder können Sie aus tiefer Überzeugung folgenden Satz zu sich selbst sagen? „Ich bin es mir wert, mit allem kostenlos versorgt zu werden, was ich zum Leben brauche.” Die meisten schaffen es nicht, diesen Satz vollständig über ihre Lippen zu bringen oder bekommen einen Kloß im Hals. Dieser Mangel an Wertschätzung zu sich selbst sieht man auch gut daran, dass die Leute sich immer weiter erpressen lassen, für immer weniger Geld zu arbeiten. Natürlich aus Angst getrieben. Aber wie tief wollen Sie sich noch aufgrund Ihrer Angst erpressen lassen? Bis Sie bald umsonst arbeiten? Sicherlich nicht, denn irgendwann wäre der Zenit überschritten und es würde gewalttätige Revolten geben. Und das wollen wir bestmöglich vermeiden. Lassen Sie daher all Ihre Ängste los. Jetzt.

So, noch einmal: Sind Sie es wert, ein Grundeinkommen ganz ohne Arbeit zu beziehen? Ja, natürlich sind Sie es wert! Es ist schließlich Ihr von Gott gegebenes Geburtsrecht! Fordern Sie es ein! Je mehr Menschen sich dieser Tatsache innerlich bewusst werden, desto eher wird das bedingungslose Grundeinkommen von der Idee zur greifbaren Realität werden. Dann entsteht hier eine Bewegung, welche Druck von unten nach oben ausübt, um positive Veränderungen herbeizuführen. Sie sind hier keineswegs alleine. Viele andere Menschen beschäftigen sich bereits mit diesem Thema, welches immer größere Kreise zieht. Darunter sind auch viele Unternehmer, Professoren, sowie teilweise auch Leute aus Politik und Wirtschaft, die an einem neuen wirklich gerechten Wirtschafts- und Finanzsystem arbeiten. Hier kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, sich mit dem „Plan B” der Wissensmanufaktur zu beschäftigen. Und wenn es bei Ihnen dann auch „Klick” gemacht hat, erzählen Sie ruhig Ihrer Familie und Freunden davon.

Was würden Sie denn mit einem Grundeinkommen gern anfangen? Wie würde sich Ihr Leben dadurch verändern?

Weitere Quellen und Informationen:

Interview mit dm-Chef Götz Werner in der FAZ

Netzwerk Grundeinkommen

Grundeinkommen Österreich

Grundeinkommen Schweiz

Wertvolle Vorträge der Wissensmanufaktur

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Dein Kommentar

Kommentar

60 Kommentare

  1. Grundsätzlich halte ich ein Grundeinkommen für alle, die durch das Rost zu fallen drohen, für richtig.

    Es gibt da nur ein Problem. Es wird wieder Menschen geben die damit nicht zurecht kommen, weil sie nie richtig geschnallt haben, dass man sein verfügbares Geld auch richtig und auskömmlich einzusetzen hat.
    Man sagt nicht von ungefähr: Reich wird man nicht durch das was man einnimmt, sondern durch die Art und Weise wie man es ausgibt. – und wer das nicht beherrscht, wird selbst mit einem sehr dicken Lottogewinn immer unglücklich und „arm“ bleiben.

    • Diese Menschen brauchen Hilfe. Die sie derzeit nicht bekommen. Vielleicht aber von jemandem, der dank BGE diese Hilfe bezahlbar anbieten kann und will.

      • Sie haben den begriff BGE nicht verstanden. Es gehtnicht darum, dass den Hilfsbedürftigen damit geholfen werden soll. Das BGE würde jedem mit seiner Geburt zustehen. Darüber hinaus kann jeder die Arbeit machen, zu der er Lust hat und damit natürlich mehr verdienen.

        • Wow. Super. Jeder bekommt 1.000 € im Monat und kann sich dann noch was dazu verdienen.

          Frage 1. Hat jemand mal durchgerechnet, was das für eine Summer ergibt:

          Antwort: Nein.

          Die Summe:
          Das sind 1.000 € x 12 Monate x (grob) 81 Millionen Einwohnner, macht 1.000 Milliarden Euro.

          Das sind 83,33 % der Gesamteinnahmen der öffentlichen Hand.

          166 % der gesamten Steuereinnahmen, oder
          333% der Steuereinnahmen des Bundes, oder
          37% des gesamten BIP, oder

          Die öffentliche Hand, inklusive Steuern und aller Abgaben, (auch inklusiver aller Sozialabgaben) belaufen sich auf runde 1.200 Milliarden Euro im Jahr. Bleiben 200 Milliarden für Bildung, Justiz, Feuerwehr, Polizei, allgemeine Verwaltung, sämtliche Ausgaben für Infrastruktur und…

  2. … eine ganze flut von befreiender energie beinhaltet dieser artikel! besonders der letzte leitsatz ist dabei das grundwerkzeug künftiger entwicklungen! der wunderbare bewusstseinswandel, der im moment so viele von uns erreicht, wird bald schon dazu führen, dass wir unserem herzen wieder zuhören anstelle unseres egos!

    vielen dank für diesen beitrag!

    • Ach ja. Und wer macht die Arbeit, die dann niemand mehr Lust hat. Wer reinigt die Toiletten in Zügen, auf Autobahnraststätten, in Krankenhäusern, oder die Krankenhäuser komplett, Kindergärten, usw.

      Was nützt es, wenn die Leute dann in der freien Natur arbeiten wollen und Schweine, Rinder und Hühner züchten, aber niemand bereit ist, in einem Schlachthof, Schweine, Rinder und Hühner zu töten und zu zerteilen. Oder wenn wir doch noch Leute finden, die Lust aufs Töten haben, wenn niemand mehr bereit ist den Schlachthof hygienisch sauber zu halten. Finden wir dort niemand, braucht auch niemand Schweine oder anderes Getier zu züchten, da es sowieso nicht auf unseren Tisch kommt.

  3. ….ein spitzen Beitrag, Wann kommt eine Petition, die das verstärken wird, damit es allen Menschen wieder gut geht und ein wirklich menschenwürdiges Leben führen dürfen????

    • @ Christine Gereg

      Es gab bereits zwei Petitionen. Die eine an den Bundestag, die mehr als 50.000 Stimmen hatte, wurde abgelehnt. Die EU-Petition schaffte die erforderliche Anzahl von 1 Mio Unterzeichnern leider nicht.

      https://www.grundeinkommen.de/01/07/2013/grundeinkommenspetition-von-susanne-wiest-verfahren-im-bundestag-abgeschlossen.html

      http://www.ebi-grundeinkommen.de/

      Gerade aus Deutschland gab es viel zu wenig Unterzeichner. Ich denke, die Idee ist hierzulande noch nicht so weit verbreitet. Umso mehr ein Grund, immer mehr Menschen davon zu erzählen, damit es auch in der großen Masse ankommt.

        • Vielen Dank für den Link. Auch wenn ich einer NGO wie Avaaz als Drittpartei gegenüber sehr skeptisch bin, so erfahren zumindest mehr Menschen von bestimmten Themen und Anliegen.

      • Ich bin seit Jahren felsenfest davon überzeugt, dass ein Grundeinkommen eine ideale Lösung für eine ganze Reihe von schwerwiegenden Problemen in dieser Gesellschaft ist. Leider mache ich in Deutschland immer wieder die Erfahrung, dass die Menschen hier von einer so tiefsitzenden Angst bestimmt sind, dass sich kaum jemand traut, ein BGE nur mal ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

        Ich muss sagen dass ich das zunehmend deprimierend finde und ernsthaft anfange, über’s auswandern nachzudenken. Angst ist meistens ein schlechter Ratgeber, und ganz besonders in diesem Zusammenhang. Das schlimme daran ist, dass die Konservativen Kräfte in diesem Land diese Angst ganz bewusst nutzen und schüren, um die bestehende (Herrschafts-) Ordnung zu erhalten.

      • Es liegt nicht daran, dass zu wenig die Idee kennen, sondern daran, dass zu viele erkannt haben, dass die Idee nicht funktioniert.
        Wenn jemand ein einklagbares Recht hat, jeden Tag ein Keks zu bekommen. Muss jemand, der eigentlich auch das Recht haben, die einklagbare Pflicht haben, nicht nur Kekse zu backen, sondern auch dem, der das Recht auf einen Keks hat, abzugeben.
        Wohlgemerkt, Er muss die Pflicht haben. Wenn er nur Kekse backen darf, aber nicht muss, kann niemand ein einklagbares Recht auf einen Keks haben.

  4. Holzauge sei wachsam!

    Allein der Umstand, dass ausgerechnet ein Unternehmer mit diesem Vorschlag um die Ecke kommt, sollte einen aufmerken lassen. Wenn dann noch Westerwelle diesen propagiert heißt es ganz vorsichtig werden – da wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Bauerfängerei betrieben.

    Da ist bzgl. der Finanzierung erstmal ein Machtwechsel nötig. In der besetzten BRD hat der CIA bzw. die Wallstreet das sagen.

    Um die Oberhoheit über das Geldwesen zurück zu erlangen, müßte vorab ein Befreiungskrieg gegen einen Besatzer laufen, der, siehe Vietnam, Nicaragua, Irak nirgends freiwillig abhaut. Alleine kann dies ein kleines Land wie D aber nicht. Da müßte man sich erst Rückendeckung besorgen, z.B. von Rußland und…

    • Wie schwierig ein Abwehren oder gar ein Befreiungsschlag gegen den US-Imperialisten ist, kann man in der Ukraine grad gut beobachten.

      Also die Finanzierung steht schon mal nicht. Da wird das Ganze bereits zur Luftbuchung.

      Ok, worauf läufts hinaus?

      Ist doch offensichtlich, der Bürger bekommt 1000 €, dafür werden die Unternehmer aus der paritätischen Mitfinanzierung der Sozialkassen entlassen, woraus ein riesiges Finanzierungsloch entsteht. Dieses Geld darf der Bürger dann aus den 1000 € bezahlen und steht am Ende mit weniger da als vorher.

      Das anvisierte Bürgergeld ist ein Angriff des Kapitals auf die paritätische Finanzierung der SVs.

      • „Könnten Wahlen in der BRD etwas verändern, wären sie längst verboten.“ Kurt Tucholsky

        Solidarnosz – die Polen zeigten, wie Widerstand funktioniert. Die Bevölkerung sollte sehen, dass sie sich außerparlamentarisch in Bürgerinitativen zur Beendigung der Besatzung formiert, will sie die Herrschaft der Wallstreet mit ihren neoliberalen Schweinereien beenden.

        Blockparteien zu wählen verbietet sich da natürlich von selbst.

        Hingegen zu glauben, in einem Protektorat mit Bürgergeld den Neoliberalismus beenden zu können ist eine gefährliche Naivität.

    • Auch wenn Sie die Oberhoheit über das Geld zurückbekommen wollen, ändert es nichts daran, dass Geld keine Leistung ersetzen kann. Geld hatte noch nie einen eigenen Wert. In früheren Jahrtausenden, war es das Metall, was den Wert ausmachte. Wurde bei dem Golddukaten mit einer Bleieinlage geschummelt, verlor die Münze sofort entsprechend ihren Wert, wenn die Schummelei herauskam. Da war es auch egal, wie groß darauf stand 1 Golddukaten. Der Wert des Geldes definiert sich durch die Leistung, die dahintersteht – und die Leistung muss erschaffen werden. Haben Sie nicht gelernt, nur von Luft und Liebe zu leben, werden Sie Leistung haben müssen. Und solange Sie haben müssen, muss jemand Leistung schaffen. Tut es kein anderer, müssen Sie leisten.

  5. Wenn man will, wird man zig Gegenargumente finden, um das BGE als „unmöglich“ oder lächerlich darzustellen.

    Erst wenn diese Idee sich als Kollektiv in der Bevölkerung verankern tut und eine kritische Masse erreicht ist, wird sich das System dann entweder ändern und sich dem neuen Kollektiv anpassen, mitsamt aller Wege und Lösungen, oder wird untergehen und es entsteht dann ein neues und wirklich faires System.

    Verwendet die wertvolle Zeit und Energie lieber darin, dass BGE weiterzuerzählen, im Freundes- und familienkreis, damit sich die Idee weiterverbreitet. Alles andere ist wenig effektiv.

    • Es dreht sich nicht darum, Gegenargumente zu finden, da das BGE nicht funktioniert. Nur wie ein Prophet eine Religion von der Kanzel zu predigen, sollten Sie erst einmal wirklich die Kritikpunkte ausräumen. Zu behaupten, es funktioniert, in dem man einfach die Kritikpunkte ignoriert und nur Halleluja schreit, macht ein BGE auch nicht praktikabler.

      Sie selbst wollen Leistung. Sie wollen kein Geld, denn Geld kann man nicht essen, Sie wollen Brot, Gemüse, Fleisch, eine Wohnung, Sie wollen,sollten Sie mit dem Zug oder mit dem Autofahren, sauber Zugtoiletten, bzw. sauber Toiletten auf den Autobahnraststätten. Sie wollen sauber Krankenhäuser, Kindergärten. usw. Glauben Sie, sie bekommen das noch, wenn es ein BGE gibt?

  6. Der Kommentar von James Morris ist bisher der wichtigste.
    Finanzierbar ist das BGE ohne jeden Zweifel. Das Volk muss es nur ernsthaft wollen.
    Also weitersagen.

    • Wenn ich die Reaktionen auf das Thema BGE im Netz mir so anschaue, sehe ich, wie viele Ängste und Vorurteile da tlw. vorhanden sind. Missgunst gegenüber den anderen scheint ebenfalls hoch im Kurs zu sein (z.B. „Reiche sollten kein BGE erhalten“) und eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Meinung, dass man anderen stets etwas wegnehmen müsse. Eine Gesellschaft von Angst und Mangelbewusstsein geprägt.

      Hierzu passt folgender Ausspruch von Götz Werner sehr gut:

      „Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe.“

      Deshalb ist es wichtig, den Menschen überhaupt erst einmal ein Bewusstsein von Fülle und (Nächsten)liebe zu vermitteln. Alles andere klärt sich dann und nach.

    • Nur weil man behauptet, es ist finanzierbar heißt es nicht, dass es wirklich finanzierbar ist.

      Hat irgendjemand hier mal selbst den Taschenrechner angeschmissen und nachgerechnet? Mit Sicherheit nicht

  7. Grundsätzlich eine gute Idee. Nur wird diese niemals auf friedlich-demokratischem Wege zu erreichen sein.

    Denn an der jetzigen Situation verdienen Millionen Beschäftigte in der gesamten Sozialindustrie.

    In Arbeitsämtern, Sozialbehörden, bei Umschulungsmaßnahmeträgern sitzen Beamte, Sozialpädagogen etc. und verwalten unproduktiv das Elend und kassieren damit ihren satten lebensunterhalt aus unseren Steuergeldern.

    All jene wären mit Einführung des BGE plötzlich selbst auf Grundeinkommen angewiesen und werden daher den Jetztzustand mit Hilfe der Politlobby mit Zähnen verteidigen.

    Also vergesst erstmal diese Idee bis zum Zusammenbruch des Systems. Danach sehen wir weiter.

    • Herr Schuster,

      Kopf in den Sand stecken nützt aber auch nichts. Wann und in welcher Form das jetzige System ausgedient haben wird, wissen wir nicht. Das kann durchaus noch länger dauern als uns lieb ist. Gerade deshalb erachte ich es als besonders wichtig, dass diese Idee keineswegs „vergessen“ oder beiseite geschoben wird, sondern weiter genährt wird.

      Das Prinzip des 100. Affen kennen Sie sicherlich. Da ist definitiv etwas Wahres dran. Alle aufeinmal können wir zwar nicht erreichen. Aber jede Veränderung, die man sich in der Welt wünscht, muss erst einmal von Einem selbst ausgehen. Und das betrifft dann auch das eigene Denken und Wünschen.

      • Herr Morris, diese Aktion als sinnlos zu erachten heißt nicht zwangsläufig auch tatenlos zu sein.

        Würden alle Bürger z.B. gleichzeitig ihre Konten abräumen, wäre das gesamte System noch am gleichen Tag von selbst am Ende. Dazu brauchts keine Petition sondern lediglich die Verbreitung dieser Erkenntnis und das richtige handeln jedes einzelnen.

  8. Kaum eine Idee bewegt die Menschen in den letzten Jahren so sehr wie das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Das lässt sich leicht an der Vielzahl von Modellen ablesen, die mittlerweile die Diskussionen durchfluten. Je nach Modell und Finanzierungsansatz gibt es unterschiedliche Begriffe für im Prinzip Vergleichbares: »Gesellschaftsdividende«, »Negative Einkommensteuer«, »ausgezahlter Mehrwertsteuerfreibetrag«, »Teilhabeabgabe« sind nur einige davon. Überall wird diskutiert, theoretisiert – wie soll das gehen? Arbeitet dann noch einer? Was ist mit den Schmarotzern? Aber wie geht es denn nun wirklich? Wie wäre es endlich mal mit Praxis statt mit Theorie?!

    Hier ist unsere Idee dazu:
    http://bit.ly/1g6THRw

    • Und Sie sind genau der Prediger auf der Kanzel, der Kritikpunkte eines BGE nicht einfach nur totschweigt, sondern die Kritiker, ohne das Sie in der Lage sind, die Kritik zu widerlegen, als Ketzer diffamieren.
      Was Sie bei Google+ nun wirklich regelmäßig tun.

      Nicht wissen, wie ein BGE funktionieren soll, und das weiß jemand, der eben die Kritikpunkte nicht widerlegen kann, nicht, aber gegen die Ketzer (Kritiker) der BGE-Religion, denn Sie behandeln sie wie eine Religion, ist verantwortungslosl

  9. Wir müssen bei all den Überlegungen unser Geldsystem hinterfragen. Warum haben wir ein Schuldgeldsystem wo private Banken Geld aus dem Nichts schöpfen dürfen und der Staat sich dann das Geld was es vorher nicht gab gegen Zinsen quasi ausborgt?
    Das Geldmonopol muss zurück an den Staat und dann haben wir Möglichkeiten von denen wir nur träumen können!
    Momentan erleben wir eine Umverteilung von „Fleissig nach Reich“. Die privaten Banken beherrschen die Welt und keiner merkt es. AUFWACHEN!
    Und wer das nicht glaubt … stellt Fragen und sucht nach Antworten.
    z.B. Wem gehört die FED (Federal Reserve Bank der USA)? Nein, nicht dem Staat! AUFWACHEN!

    • Absolut richtig! Das Schuldgeldsystem ist eines der größten Übel, welches auf die Menschheit losgelassen wurde. Dies ermöglichte erst die Versklavung der Welt in das was wir als Lohn- und Arbeitssystem heute kennen. (= Hamsterrad auf Lebenszeit)

    • Es spielt keine Rolle, wer nun angeblich das Geldmonopol hat. (die Fed als Beispiel zu bringen, ist schon völlig daneben, die die wirklich weit weg ist) ändert es nichts daran, dass Sie nicht jedem Einwohner 1.000 € im Monat als BGE geben können, denn das wären:

      83,33 % der Gesamteinnahmen der öffentlichen Hand.

      166 % der gesamten Steuereinnahmen

      333% der Steuereinnahmen des Bundes.

      37% des gesamten BIP von Deutschland.

  10. wie naiv seit ihr denn, wenn der arbeitslose aber arbeitsfähige 1000 € erhält wird man solange auf ihn einreden bis er freiwillig aus dankbarkeit, in einem altenheim, schwere arbeit verrichtet, für die er normalerweise mindestens das doppelte verlangen könnte–das wäre der grösste coup aller zeiten

  11. ein guter beitrag, james morris.

    es ist eine wunderbare vorstellung, ein unabhängiges, sorgenfreies leben in freiheit und zu führen.
    leider wird es sicherlich 2 bis 3 generationen dauern, bis veränderungen im bewußtsein des volks spürbar werden.
    ich für meinen teil versuche meine vorstellung dieser schönen welt zu leben…respektvoll und möglichst offen und ehrlich. ich bin in der (glücklichen ?) lage, relativ sicher – allerdings am untersten ende des sozialsystems versorgt zu sein. in meinem begrenzten umfeld machen sich veränderungen aufgrund meines verhaltens durchaus bemerkbar. allerdings ist dies ein sehr langsamer, jahre dauernder prozeß – selbst in diesem kleinen rahmen von vielleicht 40 menschen.

    • Dieser Prozess, werter hufiist, wird sich weiter beschleunigen. Wir dürfen dahingehend optimistisch bleiben. Ich persönlich gehe höchstens von einer Generation aus. Denn die Macht liegt heute noch in Händen von meist älteren Zeitgenossen 50+ und diese sind in einer Generation bereits ausgestorben. Die jüngeren Generationen heute „ticken“ teilweise schon ganz anders und die gilt es für die „Zeit danach“ seelisch und geistig vorzubereiten.

    • Von welcher Freiheit reden Sie?
      Meinen Sie die Freiheit, dass niemand mehr öffentliche Toiletten reinigen muss? Dann meinen Sie auch die Freiheit, dass Sie keine sauberen Toiletten mehr in Zügen, Autobahnraststätten, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern usw. haben werden und überhaupt keine der genannten Gebäude mehr sauber sein werden.
      Sie meinen doch mit Freiheit, dass solche Jobs nicht mehr ausgeführt werden müssen.
      Und selbst wenn es vielen Leuten dann Spaß machen wird, Tiere zu züchten, werden Sie weder ein Kotelett noch eine Hühnerkeule auf den Tisch bekommen, da niemand mehr diese im Schlachthof töten möchte. Und wenn Sie doch jemanden finden, der gerne tötet, wird niemand den Schlachthof hygienisch reinigen wollen.

  12. bei einem BGE würden so viele Leute(Sozialarbeiter,Hartz IV Berechner u.v.m.) frei werden da sich die Arbeit aufteilen wird,keiner müsste mehr schwer im Altenheim arbeiten,die Arbeit würde leichter und die Menschen die nichts zu tun haben gehen dann natürlich gern hin zum helfen und dazuverdienen,so wie man Freunden gern hilft,bei schlechten Arbeitsbedingungen kann man auch einfach gehen ohne Angst haben zu müssen kein Geld zu bekommen;das Geld was durch die nicht bezahlten Beamten frei wird darf sich der Altenheimbetreiber natürlich nicht selbst einstecken,oder besser noch Altenheime verstaatlichen

  13. „Ja, ich entsinne mich vom Ende der Lohnarbeit auf der Sternenflotten-Akademie gelesen zu haben. Die Lohnarbeit fand Mitte des 21. Jahrhundert durch die schuldgeldbedingte und verzinste hohe Produktivität, weil niemand mehr all den unnützen Plunder konsumieren wollte, ein schnelles Ende und wurde durch das Bedingungslose Grundeinkommen vollständig ersetzt – bevor man später gar kein Geld mehr benötigte“

    Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise im 24. Jahrhundert

    http://aufgewachter.wordpress.com/tag/jean-luc-picard/

    http://aufgewachter.wordpress.com/

    • Die Zitate sind sehr interessant! Vielen Dank. Ein weiteres Kernargument für ein BGE ist eben von der Vorstellung loszukommen, dass wir leben, nur um zu arbeiten. Nein. Wir sind hier auf der Erde, um uns zu entwickeln, vollkommen zu entfalten, Wissen und Erfahrungen zu sammeln, in Fülle zu leben und Gutes zu tun. Den eigenen Sinn im Leben für sich heraus zu finden und danach zu leben, und sicherlich nicht, sein ganzes Leben lang im Hamsterrad zu schuften und 80% seines Erarbeiteten Ausbeutern zu überlassen, die sich wie Vampire von unserer Energie ernähren.

      Gibt es zu diesem speziellen Zitat eine Videoquelle?

    • Wow – Sie erinnern sich also, was in der Sternen-Akademie gelehrt wurde. Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen, dass in den Serien, auch wenn auf so einem Raumschiff mehrer 100 Leute mitfliegen, fast nur die Führungscrew die Abenteuer erlebt? Was denken wohl die anderen, über das, was die Sternen-Akademie angeblich gelehrt hat

  14. 2.087 Euro im Monat für jeden Europäer

    Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.

    Teilt man nun die Summe der europäischen Bruttoinlandprodukte durch die Anzahl der Menschen, die in der Europäischen Union leben, dann hätte jeder einzelne Mensch in der Europäischen Union einen gerechten Anteil von 2.087 Euro netto im Monat bekommen müssen. Und, hat er?

    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/16/2-087-euro-im-monat-fur-jeden-europaer/

    http://aufgewachter.wordpress.com/

    • Wenn überhaupt, kann man das BIP als den Umsatz der Herstellung betrachten. Aber nicht das, was an Ertrag übrig bleibt.
      Wollen Sie den Umsatz der DM Drogeriekettte komplett an die Belegschaft verteilen. Auf die Idee würde nicht einmal Götz Werner kommen.

  15. Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen, aber Mähdrescher mit einer Ernteleistung von 78 Tonnen Getreide pro Stunde fahren lassen

    Aber den Menschen erzählt man “Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen”. Leute laßt Euch doch nicht immer so unheimlich schrecklich verarschen. Brot müßte es jetzt schon für lau geben. Aber der Mensch lebt ja bekanntlich nicht vom Brot allein. Nicht zu begreifen, daß es immer noch soviel Hunger auf der Welt gibt bzw. Getreide ins Meer geschüttet wird, um die Preise hoch und stabil zu halten oder schlimmer noch : “Heizen mit Weizen”.

    http://aufgewachter.wordpress

    • Niemand schreibt, das der, der nicht arbeitet auch nichts bekommen soll.
      Es ist nur nicht einzusehen, dass derjenige der arbeitet, und vielleicht sogar noch Überstunden machen muss, weil er (oder sein Chef für ihn) keinen Kollegen findet, noch den unterstützen soll, der nicht arbeiten will, obwohl er kann.

  16. Unter den arbeitenden Deutschen gibt es einen Teil, der gönnt noch nicht einmal seinen eigenen Landsleuten die Grundsicherung für Erwerbsfähige bzw. für Erwerbsunfähige. Ebenfalls unter den arbeitenden Deutschen gibt es einen Teil, der gönnt diesen Schwächsten auch keine repressionsfreie Grundsicherung. Die arbeitenden Deutschen zeigen also auch noch asoziales Verhalten untereinander gegenüber den Schwächsten ihrer eigenen Landsleute an. Ja und selbst dann noch, wenn alle einschließlich sie selbst ein Bedingungsloses Grundeinkommen bekämen, würde sie ihre Meinung nicht ändern

    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/13/eu-ruiniert-sozialstaat-ei-wo-isser-denn-der-sozials

  17. Bundesagentur für Arbeit schasst kritischen Studenten der Hochschule

    In folgendem Thread wird nicht nur für ein BGE, sondern insgesamt für eine Verbesserung des Systems gearbeitet.

    Besonders amüsant ist, daß sich dort ein Troll verirrt hat, der ein Buch geschrieben hat, wieso das BGE ein Irrglaube wäre.

    Einfach mal ´rübergehen und die recht witzige „Diskussion“ verfolgen …

    http://kritischerkommilitone.wordpress.com/2014/02/04/aufruf-zum-protest-gegen-jobcenter-und-arbeitsagentur/

  18. Erwerbsloser schockt Arbeitgeber mit Fragebogen
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/08/erwerbsloser-schockt-arbeitgeber-mit-fragebogen/

    Erwerbsloser schockt Zeitarbeitsunternehmen durch Erscheinen mit Beistand beim Vorstellungsgespräch
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/08/erwerbsloser-schockt-zeitarbeitsunternehmen-durch-erscheinen-mit-beistand-beim-vorstellungsgesprach/

    Erwerbsloser schockt Jobcenter mit Vorschuss auf Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch per Einstweilige Anordnung
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/22/erwerbsloser-schockt-jobcenter-mit-vorschuss-auf-fahrtkosten-zum-vorstellungsgesprach-per-einstweilige-anordnung/

  19. Freibier für alle. Hört sich toll an. Wenn sie das in Bierzelt schreien wissen sie ja was passiert. Dass das aber auch alle gleichzeitig zahlen müssen interessiert solange keinen, wie noch Freibier da ist. Was für ein Unsinn wieder angeboten wird um die Struktur der falschen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Finanzordnung zu retten. Wie im alten Rom: „Brot und Spiele.“

  20. in einem Zinseszinssytem wird es nie funktionieren. Für dieses Geld müssten neue Kredite geschaffen werden.Sogar jeder Arbeitslohn ist im Grunde genommen ein vorausgegangener Kredit für den Zinsen erwirtschatet werden müssen. Wie soll das funktionieren wenn man plötzlich Geld pro Kopf verschenken will, auf der anderen Seite auch noch die Hand für Zinsen aufgehalten wird.
    Nur Andreas Popp mit seiner „Wissensmanufaktur“ könnte es hinkriegen.Wäre aber ein völlig anderes System.

  21. 1000 Teuro ?

    Mann, da hätte ich ja 150€ mehr wie jetzt, sogar 200€ mehr, weil meine zukünftige Exfrau, die mich weggeworfen hat wie einen Drecklappen, noch Geld von meiner Erwerbsunfähigkeitsrente zusteht.

    Dieses Land ist in jeder Beziehung mehr wie Krank!

  22. Wenn man bedenkt, wieviel Gelder in H4 drin stecken, die in Form von Steuern und Zinsen an die Banken bzw zurück an den Staat gehen, muss man sagen, dass der Staat für wenig Geld sich ein Heer von Menschen hält, die er in den Arbeitsagenturen herumschubst. Durch die Kontrolle erfolgt eine Einengung, die sich wie eine (gewollte) Bremsung der Energie der Menschen auswirkt.

    Statt einer Arbeitsagentur könnte man bei bedingungslosem Grundeinkommen selbst organisierte Gruppen finanzieren, die gemeinsam mit den „ZeitFreiMenschen“ Ideen entwickeln könnten, die zu Problemlösungen der Gesellschaft oder zu neuen Entwicklungen zu Gunsten aller beitragen.

    • H4 ist nicht anderes als staatlich legitimierter Menschenhandel! Als Zuführung von Billigstsklaven für die Industrie auf Abruf. Verbessert wird die Situation im Lande dadurch keinesfalls, nur verschlimmert und der Kollaps etwas hinausgezögert. Des weiteren ist anzunehmen, dass Regierung & Industrie darauf hinarbeiten, soviele Menschen wie möglich arbeitslos zu machen, um sie in das H4-System reinzudrücken. Endziel könnte dann etwa so aussehen: Zwangsarbeit ohne Vergütung (nur Essen & Unterkunft) mit einem Heer an Menschen, welches man für einen kommenden Krieg oder Systemkollaps als „Nutzvieh“ heranziehen kann. Ein modernes KZ. Wenn man sich die Entwicklung anschaut, dann deutet einiges darauf hin. Daher ist eine Änderung dringend…

  23. Na, dann muss das aber weltweit gleichzeitig eingeführt werden, sonst gibt es für die Armen der Welt einen noch größeren Anreiz zu uns nach Deutschland zu kommen.

  24. Bitte nennt doch nicht so einen unwissenschaftlichen Unfug wie „Freie energie“ in einem ansonsten guten Artikel zum BGE, von vielen Leuten wird das BGE ja bereits jetzt viel zu viel mit „esotherik“ in verbindung gebracht und deshalb abgelehnt.

    • Das BGE wird nicht in eine esoterische Ecke gedrängt. Es ist esoterisch.

      Es ist alleine schon deshalb esoterisch, weil die Propheten, die hier, oder bei Facebook, google+ oder sonst wie, wie Prediger das BGE von der Kanzel predigen, und die, die sachliche Einwände haben, wie Ketzer behandeln.
      BGE ist Religion. Denn wenn man Einwände nicht widerlegen kann, aber trotzdem behauptet, sie sind Quatsch, betreibt man Religion.

Webmentions

  • James Morris, "Bedingungsloses Grundeinkommen: 1.000 Euro im Monat für Jeden! [Unconditional Basic Income: 1000 Euros per month for everyone!]" | BIEN 2. August 2014

    […] German James Morris, “Bedingungsloses Grundeinkommen: 1.000 Euro im Monat für Jeden! [Unconditional Basic Income: 1000 Eu…“, Neopresse, February 6, […]