in Wirtschaft

Die niedrigen Zinsen in der Euro-Zone sind der entscheidende Treiber für die hohen Mieten und die überbordenden Immobilienpreise. Das Geld wird per Kredit permanent neu gedruckt und in die Märkte gegeben. Investoren suchen den berühmten „sicheren Hafen“ und finden – Immobilien. Nun hat die EZB, die Europäische Zentralbank (EZB) damit begonnen, für den niedrigen Zins zu werben. Und das trifft uns alle.

EZB-Direktor Cœuré: Nachfolger von Draghi?

EZB-Direkter Benoît Cœuré hat nun öffentlich angedeutet, er könne sich vorstellen, Nachfolger von Mario Draghi als Chef der EZB zu werden. Das ist insofern brisant, als er nach den sieben Jahren seiner Amtszeit eigentlich gar nicht mehr im Direktorium mitmachen dürfte. Dennoch gab er sich „naiv“: Wer wolle das nicht machen?, fragte er.

Zudem deutete er in einem Interview mit der „FAZ“ nun an, dass die Zinsen niedrig bleiben können. Die Banken zahlen für ihre Einlagen bei der Zentralbank selbst einen negativen Zins von -0,4 %. Das wiederum senkt die Zinsen am Markt, da die Banken alternativ lieber Kredite gegen einen geringen Zinssatz an den Markt geben, als selbst noch Geld zahlen zu müssen.

Da, wie Cœuré anmerkte, die französischen und die deutschen Banken eine hohe Überschussliquidität hätten, böte sich eine Veränderung nicht an. „Hohe Überschussliquidität“ bedeutet schlicht, dass die Banken auf Geld sitzen. Deshalb würden sie so viele Kredite vergeben. Der Einlagenzins sei daher „wirklich nicht das größte Problem“ der Banken in der Euro-Zone. Wenn es denen schlecht ginge, sollten sie „über ihre Kosten nachdenken“.

Übersetzt gesagt: Die Zinsen werden so niedrig bleiben, wie sie sind. Cœuré möchte gerne EZB-Präsident werden und wird nichts ändern. Und das heißt für Sie: Hohe Mieten, kaum bezahlbare Immobilien und keine Rendite mehr für Ihre Sparbücher und Lebensversicherungen. Zudem steigt die „Crash“-Gefahr, weil niedrige Zinsen Preisblasen erzeugen. Wir werden in Capitol Post auf Ihre Schutzmöglichkeiten eingehen.

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