Deutsche Exporte in Nicht-EU-Staaten im Mai rückläufig

Die Exporte der deutschen Industrie in die Nicht-EU-Länder waren im Mai nach Angaben des Statistischen Bundesamts von Schwäche geprägt. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Amtes wurden im Mai 2021 Waren im Gesamtwert von 48,4 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2020 stiegen die Exporte um 27,9 Prozent an. Auch das Niveau der Ausfuhren vom Februar 2020, dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, wurde saisonbereinigt um 5,8 Prozent übertroffen.

Ein klarer Rückgang der Exporte um minus 3,0 Prozent ergab sich jedoch im Vergleich zum April 2021. Nachdem die Ausfuhren in Drittstaaten in den ersten vier Monaten des Jahres noch gleichmäßig angestiegen sind, stellte sich im Mai somit eine deutliche Abkühlung des Außenhandels ein.

Die USA bleiben der wichtigste Handelspartner außerhalb der EU

Nahezu gegenüber allen wichtigen Handelspartnern aus dem Bereich der Nicht-EU-Länder konnte das Volumen der Exporte gesteigert werden. Nur bei den Exporten nach Japan lag das Volumen im Mai 2020 mit 1,4 Milliarden Euro leicht über dem Niveau vom Mai 2021 mit 1,3 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner außerhalb der EU sind weiterhin die USA. In sie wurden Waren im Gegenwert von 9,1 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 40,9 Prozent. Ähnlich stark war der Anstieg der Ausfuhren nach Großbritannien. Es ist der drittwichtigste Handelspartner außerhalb der EU. Auf die Insel wurden Waren im Wert von 5,0 Milliarden Euro geliefert, nach 3,4 Milliarden Euro im Vorjahr.

Zweitwichtigster Handelspartner außerhalb der EU ist die Volksrepublik China. In das Reich der Mitte wurden im Mai Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro ausgeführt. Im Mai 2020 hatte das Volumen um 17,7 Prozent niedriger bei 7,2 Milliarden Euro gelegen. Deutlich wichtiger als Russland, Südkorea und Japan ist die Schweiz als Abnehmer für Produkte aus Deutschland. Mit Ausfuhren im Wert von 4,6 Milliarden Euro wurden in die Schweiz nur etwas weniger Waren exportiert als nach Russland (2,3 Mrd. Euro), Südkorea (1,5 Mrd. Euro) und Japan (1,3 Mrd. Euro) zusammen.