in Wirtschaft

Die Corona-App ist da und viele Medien freuen sich. Mehr als 11 Millionen Mal soll die App heruntergeladen worden sein. Der Preis allerdings ist vergleichsweise hoch, wie auch Beobachter meinen. Dabei geht es nicht nur um den Preis der Freiheit, die viele Anwender in diesem Zusammenhang für sich reklamieren (immerhin mehr als 40 Millionen Smartphone-Besitzer haben die App offenbar noch nicht heruntergeladen). Sondern es geht auch um die Kosten für die „freiwillige“ App, die Sie als Steuerzahler übernehmen.

Was kostet eine App?

Die App soll schließlich lediglich festhalten, wer sich an welchem Ort aufgehalten, wenn eine Person als Infizierter gemeldet wird und die Kontaktpersonen informiert werden sollen. Ein Nutzer, der positiv getestet worden ist, muss dies der App dann angeben – und dann würden Sie als Nutzer darüber informiert. Im Zweifel könnten Sie sich dann selbst unter Quarantäne stellen.

Die Kosten sind indes erstaunlich hoch: Insgesamt kommen offenbar knapp 70 Millionen Euro für die Entwicklung, die Datenhaltung und die Werbung zusammen. Eine Summe, die fast unfassbar hoch erscheint. Die T-Systems, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, kassiert für die Kapazitäten unter den hauseigenen Servern bis zu gut 43 Millionen Euro. Dies ist der größte Batzen.

Erstaunlich allerdings ist gleichfalls, dass die Bundesregierung gleich 3,5 Millionen Euro für die Werbung budgetiert hat. 3,5 Millionen Euro für eine freiwillige App, die ohnehin in den staatsnahen Medien bis hin zu Talkshows viel Aufmerksamkeit erfährt. Die beteiligten Agenturen und die Anbieter von Werbeflächen werden sich freuen. Am Ende, so Kritiker, stünde allerdings wahrscheinlich ohnehin ein mittelbarer Zwang: Restaurants und Clubs erklärten bereits, nur Menschen mit installierter App als Gast empfangen zu wollen – ein stiller Hilferuf in Zeiten fehlender Umsätze.

Der ganze Vorgang zeigt, wie groß der Spielraum der Regierung ist – die App ist teuer und am Ende praktisch nicht freiwillig – wir möchten fast jede Wette eingehen. Klicken Sie hier. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wenn Restaurants und Clubs nur Gäste mit Smartphone reinlassen wollen, dann können sie auch gleich zusperren. Die sollten derzeit über jeden einzelnen Gast dankbar sein, der ihnen Umsatz bringt. Einlass nur per App verstösst definitiv gegen Grundrechte. Man kann Menschen nicht diskriminieren, bloß weil sie kein Smartphone benutzen (wollen). Es muss jedem freigestellt sein, so eine Taschenwanze zu nutzen oder nicht!

    11 Mio. haben sich also bereits freiwillig diese Tracking-Spyware installiert, wohl hauptsächlich aus technischem Unwissen und Gutgläubigkeit. Bluetooth sucht ALLE Geräte im Umkreis, es sagt aber nix darüber aus, ob die Menschen tatsächlich Kontakt hatten. Beisiel: Auf einem Parkplatz liegen mehrere Smartphones in verschiedenen Autos mit dieser App, welche direkt in der Nähe der Wand eines Einkaufscenters parken, alle Kunden die im Einkaufscenter drinnen langsam lang laufen oder stehen bleiben und die App nutzen, hatten dann laut App Kontakt untereinander, obwohl es physisch durch die Wand gar nicht möglich ist. Da gibt es etliche Varianten, wo das so sein kann – Die App hat somit eine hohe Fehlerquote, sie erfasst lediglich alle Bluetoothsignale und deren MAC-Adressen, sowie die Sendestärke, welche bei Bewegung und in Gebäuden sehr schwanken kann und somit nicht besonders aussagekräftig ist. Und diese Daten werden dann zu einem Zentralserver geschickt, der das auswertet, sonst könnte die App keine Warnmeldung ausgeben, wer potentiell mit wem in Kontakt war. Was auch noch denkbar ist, das die App ein großes Mesh-Netzwerk unter den einzelnen Smartphones aufbauen kann, damit wäre dann ggf. sogar die totale Überwachung aller einzeln verbundenen Geräte möglich.

    • Wenn einige Restaurants und Clubs nur noch veräppelte Schkaufonhalter einlassen wollen, dann schlägt vielleicht der freie Markt zu? Dann gehen die Unveräppelten in andere Restaurants und Clubs die sich eine Marktnische eben anders suchen. Der Markt wird das regeln. Und spätestens wenn kreative Hacker sich diese Äpp zur Anforderung von Quarantaine und Betriebsstilllegungen zu eigen machen wird es sicherlich interessant werden.

    • „Man kann Menschen nicht diskriminieren, bloß weil sie kein Smartphone benutzen (wollen).“

      Du sagst es. Ganz meiner Meinung.
      Man kann uns nicht zwingen, freiwillig diese „elektronische Fußfessel“ zu kaufen und unser Leben davon abhängig zu machen.
      Womöglich wird dann darauf auch noch zwangsgespeichert, wer sich demnächst impfen lässt oder nicht und bekommt „aus der Ferne“ das Konto gesperrt, bis er willig ist.

  2. Ist es nicht auch eine Form von Diskriminierung, wenn ich vom Leben ausgeschlossen werde, weil ich kein Smartphone habe?

      • Es ist ein interessantes System: Der Frager oder Beitrag Leistender darf nur das fragen was der Antworter bzw. Beitrag Empfänger hören will und darf, weil im Background das Diktat diktiert > Das Thema steht nicht zur Sache, also darf man nicht fragen!

  3. Ich wäre dafür dass alle die diese App benutzen auch für die Kosten aufkommen.Sehr viele besonders alte Menschen haben gar kein Handy und müssen trotzdem für diesen Mist bezahlen,wie auch wir welche dies nicht wollen.Das ist fast so wie die GEZ da zahlst du auch wenn du keinen Fernseher hast.