CDU-Wirtschaftspolitiker: Die Pleitewelle kommt

Die Medien in Deutschland verkündeten vor kurzem, die Insolvenzwelle bliebe aus. Trotz der Corona-Krise, trotz der härteren und weniger harten Lockdown-Maßnahmen und -phasen sei die Anzahl an Insolvenzen sogar zurückgegangen, hieß es mit Bezug auf die Zahlen zum Spätsommer. Die Zahlen dürften täuschen, lässt jedenfalls der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU / CSU, Carsten Linnemann, vermuten. Der prognostizierte nun in einer Sendung der „Bild“, dass die Pleitewelle nicht nur „drohe“, sondern dass sie auch komme.

Abrechnung im neuen Jahr

Aktuell würden zwar weniger Pleiten zu verzeichnen sei. Dies jedoch hinge damit zusammen, dass die zahlungsunfähigen oder die überschuldeten Unternehmen bis Ende dieses Jahres keine Insolvenz anmelden müssten. Diese Ausnahme von der Anmeldepflicht trifft zwar nicht mehr vollständig, dennoch, so Beobachter, hat Linnemann mit seiner Auffassung den Finger auf die richtige Wunde gelegt.

Linnemann ging davon aus, schon im ersten Quartal des neuen Jahres werde es 6.000, 7.000 oder 8.000 Insolvenzen geben. Diese seien im Maschinenbau zu verzeichnen, im Automobilsektor oder auch im Sektor der Veranstaltungen bzw. in Hotelbetrieben.

Das wiederum sieht er selbst offenbar a) als Wahrheit, die es auszusprechen gelte. B) allerdings verwies der Mittelstandspolitiker darauf, Deutschland sei „stark genug, dies zu überstehen“.

Tatsächlich wissen zumindest die hier regierten Bürger bis dato nicht, wie die Schuldenwelle des Staates aus diesem Jahr und mit Beginn des kommenden Jahres finanziert werden wird. Fragen dazu stellen sich mittlerweile zunehmend, auch in den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Medien. SPD und Linke sprechen aktuell offen darüber, die Steuern zu erhöhen. Eine „Wahrheit“ allerdings, so Kritiker, sprach auch Linnemann nicht aus.

Die Regierungen – auch in Deutschland – leben von absoluten Niedrigstzinsen. Würden die Zinsen ein historisch übliches Ausmaß erreichen, fielen die Schulden allein des Staates weit höher aus. Die Welle kommt. 

5 Kommentare zu "CDU-Wirtschaftspolitiker: Die Pleitewelle kommt"

  1. Sollte man betroffen sein, sollte man erste Gedankenspiele machen. Droht Hartz4 mit Vermögensverzehr, Insolvenz, Pfändungen ?
    https://incamas.blogspot.com/2020/05/droht-hartz4-mit-vermogensverzehr.html

  2. Es wird noch viel schlimmer als die meisten Menschen sich das auch nur vorstellen können. Diese Schönrederei von diesen Parasiten ist echt zum kotzen. Aber es hat auch etwas gutes dabei, wenn dann die grosse pleitewelle kommt erwacht vielleicht der eine oder andere den es betrifft.

    • Hoffentlich trifft es dann die Richtigen, die über Jahre in ihrer Arroganz andere beschimpft haben, weil sie die Drecksjobs aus der Not heraus machen mussten. Mancher Chef wird tief fallen und das ist auch richtig so!

  3. Früher war Insolvenzverschleppung eine Straftat, jetzt eine Verordnung vom Staat, aber die Realität kommt unweigerlich. Dazu die irre Geldaufnahme vom Staat für Hilfen, gleichzeitig mehr Sozialausgaben. Nur durch Gelddrucken wird wie bei der Reichsmark das Geld entwertet und endet mit einem großen Knall und Großer Arbeitslosigkeit und wo nichts ist kann man auch keine Steuer mehr anheben. Und ohne Arbeitseinkommen kann man auch seine Kredite nicht mehr bedienen und verliert Haus und Hof! Das kann man alles nachlesen ohne Studierter zu sein. Unser finanzieller Untergang ist nicht mehr aufzuhalten.

  4. Ich weiß nicht, wie lange die Schafe noch brauchen, bis sie aufwachen und erkennen, dass sie permanent hinter die Fichte geführt werden. Die Frage kann ich Ihnen beantworten. Sie werden es erst dann merken, wenn sie vor dem Schlachthof stehen.

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