in Wirtschaft

Friedrich Merz wird nach einer Meldung in der „Westfalenpost“ in der Union dringend vermisst. Der Kandidat für den Vorsitz der Union ist offenbar nicht bereit, der CDU im Wahlkampf im Osten zu helfen. Dort wird 2019 der Landtag gleich in drei Ländern gewählt. Die „Westfalenpost“ aus seiner Heimat schreibt von einer ratlosen Basis, die vergeblich nach der versprochenen „staatspolitischen Verantwortung“ von Friedrich Merz sucht.

Merz-Hype vorbei

Die Zeitung bemerkt zudem, der Hype um den Kandidaten sei nun vorbei. Die versprochene Erneuerung, die Rückbesinnung „auf den konservativen Markenkern“, auch dies eine Phrase des Kandidaten, all dies sei nicht mehr zu sehen. Achim Laschet, in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident, würde demnach sogar „auf Distanz gehen“. „Das Momentum im Umfeld des Parteitags verpuff(e)“, so das Blatt.
Deshalb stelle sich nunmehr die Frage, ob es Merz jemals um die Union gegangen sei, oder immer nur um ihn als Person. An dieser Stelle kann diese Frage eigentlich nicht beantwortet werden, nur:

Augenfällig ist und war, dass der Kandidat sich in vielen Fragen ohnehin nicht so stark der Partei näherte wie seinen eigenen Ambitionen. Als Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland, BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt, wollte er die Altersvorsorge „privatisieren“. Und er plädierte für eine wesentliche Steuererleichterung für Kapitalanleger. Beide Punkte erinnern stark an das, was BlackRock-Chef und -Gründer Larry Fink schon vor Jahren verlangte. Der Vermögensverwalter lebt – auch – davon, wenn private Investoren mit kleinerem Budget ihr Geld dort abliefern, um es für sich arbeiten zu lassen. Im Gegenzug kann BlackRock als „Verwalter“ über immer mehr Einfluss etwa auf Dax-Unternehmen verfügen.

Dass Merz jetzt nicht mehr mag, kann am schwindenden Einfluss in der Partei auch in diesen Punkten liegen. Er scheint schon wieder „Geschichte“ zu sein.

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Kommentar

  1. Friedrich Merz hatte sich schon immer dem internationalen Finanzkapital angedient. Wer glaubt, dass seine Bierdeckel-Nummer Erleichterungen für Otto-Normalbürger gebracht hätten, der hat sich eben täuschen lassen oder leidet unter Rechenschwäche.

    Hinzu kommt, dass er ein ausgeprägter Egomane ist. Aber sobald ihm die erwartete „Liebe“ entsagt wird, mutiert er zum Sensibelchen. Solchen Personen sollten nie politische Ämter übertragen werden.