in Umwelt

Ein kürzlich veröffentlichter Artikel von Karin Kamp für Moyers & Company bringt ein Thema auf den Tisch, dass zwar immer häufiger diskutiert wird, aber aufgrund der Dimensionen  und mangelndem Vorstellungsvermögen noch nicht ausreichend ernst genommen wird: Die Meere werden zu einer Müllhalde – mit fatalen Auswirkungen für Flora und Fauna.

In den Meeren sorgen die Meeresströmungen dafür, dass sich der Müll in so genannten Müllstrudeln, Müllflecken oder auf Englisch Garbage Patches konzentriert.

Dieses Phänomen wird seit einiger Zeit von Wissenschaftlern untersucht, welche das Ausmaß an Verschmutzungen deutlich macht. Man vermutet, dass 10% der rund 280 Millionen Tonnen produzierten Plastiks im Meer landen.

 

„Jedes kleine Stück Kunststoff, das in den letzten 50 Jahren hergestellt wurde und ins Meer gelangte, ist dort immer noch irgendwo.“

– Tony Andrady, Chemiker des amerikanischen Research Triangle Institute

Meist vom Land her gelangt der Müll ins Wasser und wird von den Küstenregionen ins Meer hinaus getragen. Dort ‘vegetiert’ das Plastik über Jahrzehnte vor sich und wird langsam von Wellenbewegungen und der Sonne zu Mikroplastik zersetzt. Auf diesem Weg gelangt das Plastik über Plankton und Fische und über das Wasser in unsere Nahrungsmittel. Das enhaltene DDT und Polychlorierte Biphenyle ist hochgradig giftig und erhöht das Krebsrisiko.

Der Kapitän und Gründer des Researchinstituts Algalita Marine Research and Education Charles J. Moore hat einen solchen Strudel auf einer sechswöchigen Untersuchungsreise genauer untersucht und war schockiert.

“Der Müll hat seit 2009 so extrem zugenommen, dass das Netz beim ‘Müllfangen’ nach nur einer Stunde voll ist, im Vergleich zu mehreren Stunden in 2009.”

Er fand heraus, dass sich die Menge an Plastik in Gewicht gemessen um das hundertfache vervielfacht hat. Viele Wissenschaftler raten deshalb schnellstmöglich den Gebrauch von Plastik stark zurückzufahren und auf lange Sicht ganz darauf zu verzichten.

Eine mögliche Lösung zur Reinigung des schon existierenden Mülls existiert bereits: Der junge Niederländer Boyan Slat hat sich die Reinigung der Meere zur Aufgabe gemacht und eine Technologie entwickelt, die es mit dem Plastik der Meere aufnehmen kann.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen
http://www.bbc.com/news/magazine-29631332
http://peacefulwarriors.net/i-never-knew-about-this-crazy-thing-in-the-ocean-until-i-happened-upon-her-article/
http://billmoyers.com/content/plastic-junk-destroying-oceans/

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Substitution von Metal und Baumwolle durch Plastik ist vom us-Imperium gewollt. Denn so steigt die Nachfrage nach Petrodollar und stützt den Kurs entgegen der Irrsinnigen Geldschöpfung der FED, Stichwort Quantitative Easing.

    Rockefeller soll die Grünen mit sechstelligen Dollarbeträgen gesponsert haben, da wundert es nicht, dass solch ein Freak wie Jürgen Tritin unbedingt die Weißblechdose abschaffen und durch Plastikflaschen ersetzen wollte. Grüne Korruption.

    Was können wir tun?

    Boykottieren wir die Plastikflaschen. Kaufen wir nur noch Glasflaschen!

    • Hanf wäre mMn die Antwort, siehe Henry Fords „hemp – car“. Aus Hanf wurde alles gemacht, Papier, Kleidung, Treibstoff, Autokarosserien, und vieles mehr.
      Hanf braucht keine Dünger, keine Bewässerung, keine Pestizide, und gedeiht in fast jedem Boden.

      Machen sie sich den Spaß rauszufinden, was mit dem „Recycling – Glas“ wirklich passiert. Rufen sie da an, fragen sie, und sagen, sie wollen sehen.
      Wollte offenbar kein Journalist bisher wirklich wissen – guess, why.

      • Und noch was. In der guten alten Zeit wurde auf jedem Flug auf Porzellangeschirr serviert, jede 1/4 ltr Glas- oder Weinflasche – damals üblich – musste als Sondermüll entsorgt werden, das nach Gewicht zu zahlen war. Mit dem Plastikzeuchs hat sich auch das zu transporierende Gewicht reduziert, und damit der Treibstoffverbrauch. Hat immer alles zwei Seiten.

      • Ja, Hanffasern sollen recht haltbar sein und könnten eine Alternative zu Plastik darstellen. Die sollen sogar dauerhafter als Baumwolle sein, was aber den Obsolezenszielen der Konzerne, die schon Roosevelt eingeführt haben soll widerspricht.

        Das Problem ist, dass die Konzerne der Bankster die Wegwerfgesellschaft aus Profitgründen wollen und fördern.

        Nur mit einem politischem Machtwechsel kann ein echter Strategiewechsel im Verbrauchsgütermarkt geschehen. Die Bankstermarionetten im Bundestag müssen weg – je schneller, desto besser!

    • Ach ja, noch ein Wort zu diesen Mikro-Plastikteilchen:

      Man müßte die technischen Eigenschaften von Plastik nutzen, um diese aus dem Meer zu fischen. Hier mal eine Idee:

      Plastik ist vermutlich durch elektrostatische Aufladung an Elektroden einzufangen. Man müßte also Schiffe mit Elektroden bauen, die permanent auf den Meeren fahren und so Plastikteilchen elektrisch ansaugen.

      Die Energie für den Strom erhielte solch ein Schiff durch Windkraftanlagen, die an Bord installiert sind. Auch der Antrieb der Schiffsschraube ließe sich über Wind- und Wellenkraftwerke an Board betreiben.

      Eine solche Flotte müßte ein Gemeinschaftsprojekt der UN sein.

    • Sie haben nur teilweise recht. Ein großer Anteil des Mülls im Meer kommt von Schiffen, die, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, alles Unbrauchbare einfach ins Wasser kippen. Darunter sind ganz bestimmt auch einige Schiffe, die unter deutscher Flagge fahren. Ich lebe am Meer und nach jedem Sturm machen wir den Strand in unserer Nähe sauber. Was da alles angespült kommt, stammt vorwiegend von Schiffen, die vor der Küste auf Reede liegen.

  2. …die mikroteilchen gelangen „unvermutet“ in den Mägen, der Handgefischten Steinbutte, welche in Sternerestaurants, auf hohem Niveau aufgetischt werden. „Wir sind nicht das Volk, wir sind was besseres, schließlich ist er handgefischt.“ Die Müllentsorger, welche gutes Geld verdienen, können nicht glauben im selben Boot zu sitzen. Das ist die Realität!