Blackout Checkliste: Das brauchen Sie!

Der Begriff „Blackout“ ist derzeit in aller Munde: Ein großflächiger Stromausfall birgt Gefahren, die wir so bisher nicht kennen. Im Zuge einer Eskalation des Krieges in der Ukraine oder einem groß angelegten Hacker-Angriff kann es schnell passieren, dass auch in Deutschland keine Stromversorgung mehr zu Verfügung steht. Dieser totale Blackout ist zumindest nicht ausgeschlossen.

Sie sollten auf diesen Fall gut vorbereiten sein. Unsere Blackout Checkliste hilft Ihnen dabei, wenn es zum Ernstfall kommen sollte.

Die Gefahr eines Blackouts

Zunächst sollten wir abermals den Begriff des Blackouts näher definieren: Es handelt sich um einen großflächigen Stromausfall, der aus einem Versorgungszusammenbruch resultiert. Dabei ist eine ganze Stadt, Region bis hin zu einem gesamten Land betroffen. Gerät das Stromnetz also aus dem Gleichgewicht oder wird sogar mutwillig attackiert, könnte es schnell zu verheerenden Konsequenzen kommen.

Unser gesamtes alltägliches Leben baut auf das Stromnetz auf. Vom Internet über Ampelsysteme im Straßenverkehr, dem Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel, die generelle Beleuchtung bis hin zur Kühlung von Lebensmitteln und Medikamenten – alles ist vom Strom abhängig. Selbst das mittlerweile allerorts übliche Bezahlen mit Kredit- oder EC-Karten wäre bei einem solchen Szenario nicht mehr möglich. Eine Vorstellung, die Angst und Schrecken verbreitet.

Auch, wenn wir laut der Regierung gut abgesichert sind, empfiehlt selbst das BKK eine Vorbereitung auf den Ernstfall – beispielsweise durch das Einlagern von Lebensmitteln, Trinkwasser sowie einer medizinischen Grundversorgung.

Im folgenden Beitrag beleuchten wir die Problematik eines möglichen Blackouts und zeigen auf, an welchen Stellen es sich vorzubereiten gilt.

Kühlen, leuchten und sichern

Ein solcher Blackout würde also auch dazu führen, dass die Kühlsysteme nicht mehr funktionieren. Medikamente oder Lebensmittel, die gekühlt aufbewahrt werden müssen, werden verderben oder verlieren an Wirkung. Wie Sie sich hierauf vorbereiten können:

  • Kühlen können Sie wie früher üblich auch in kalten Räumen, etwa im Keller oder im Winter auch auf dem Balkon. Nur müssen Sie für diesen Fall auch entsprechende Behältnisse schaffen.
  • Sie können laut unserer Blackout Checkliste auch durch einen Erdaushub eine Kühlvorrichtung schaffen. Dafür benötigt es aber gutes Verpackungsmaterial für Ihr Kühlgut. Dies könnten etwa feste Müllsäcke sein, die oft genug eine starke Haut haben. Diese sorgen für einen entsprechenden Schutz des Kühlgutes.
  • Auch eine eigne Kühlung mittels Tontöpfen, Handtuch, kaltem Wasser und Klebeband ist möglich. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie hier.

Die nächste Hürde ist die ausfallende Beleuchtung. Die meisten von uns verlassen sich heutzutage vollkommen auf den kleinen Lichtschalter, der Räume und Gebäude in Windeseile zum Strahlen bringt. Was aber, wenn dies keine Option mehr ist? Wer kein Licht hat, kann abends nicht mehr agieren und wird im schlimmeren Fall sogar zum Opfer von Banden.

  • Dies können und sollten auf jeden Fall zumindest große Kerzen sein, die möglicherweise im Ernstfall sehr schnell ausverkauft wären. Deshalb bietet es sich vorab an, entsprechende Vorräte zu bilden.
  • Auch Taschenlampen können übergangsweise Licht spenden. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Batterien zur Hand haben. Alternativ gibt es auch Taschenlampen, die durch eine Kurbel angetrieben werden.
  • Wenn Sie einen Blackout vorbereiten möchten, sollten Sie also für externes Licht sorgen. Welche anderen Optionen Sie dafür haben, erläutern wir in diesem Beitrag ausführlicher.

Zur ultimativen Absicherung können Sie sich zudem ein Notstromaggregat kaufen. Dieses versorgt Sie im Falle eines Blackouts mit Strom, um zumindest die wichtigsten strombetriebenen Geräte am laufen zu halten.

Powerbanks erfüllen denselben Zweck in kleinerem Umfang. Welche Rolle ein Smartphone spielt, wird erst dann klar, wenn dieses Gerät dann nicht zur Verfügung steht. Wir schlagen vor, dass Sie also mehrere geladene Powerbanks bereit haben.

Kommunikation und Internet

Unsere Kommunikationskanäle haben sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Wo einst noch Briefe vorherrschten, werden jetzt Kurznachrichten über Internetmesseger versendet. Selbst wenn Sie sich also abgesichert haben und Ihr Smartphone noch über eine Powerbank laden können, ist nicht garantiert, dass das Netz nicht längst zusammengebrochen ist.

Das Technische Hilfswerk (THW) hat zahlreiche Notstromaggregate bereitgestellt, die im Ernstfall helfen sollen, das Netz am Leben zu halten. Dennoch ist fraglich, wie lange diese Vorsorge anhalten wird, wenn es tatsächlich zu einem bundesweiten Blackout käme.

Als alternative Kommunikationsmöglichkeit empfehlen wir daher die Anschaffung eines Kurbelradios. Solche können, selbst ohne Strom, zum Empfangen von Radiofunknachrichten genutzt werden und so Ihre Kommunikation zumindest einseitig absichern.

Verpflegung und Trinkwasser

Zu guter Letzt gehören natürlich auch lebensnotwendige Vorräte an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln zur optimalen Vorbereitung auf einen Blackout. Abgesehen davon, dass Lieferketten schnell zusammenbrechen und Läden ohne Strom kaum öffnen werden können, wird ohne funktionierende Verkehrssysteme der Weg dorthin zu einer Gefahr für sich.

Wir empfehlen daher – ebenso wie das BBK – die Lagerung von Trinkwasser und Vorräten, um mindestens 14 Tage überbrücken zu können. Dazu gehören beispielsweise Konserven, Nudeln, Reis, Kartoffeln und gegebenenfalls haltbare Fleisch- und Fischwaren.

Wenn Sie die Ratschläge auf der Blackout Checkliste befolgen, sind Sie gut gewaffnet, falls wir einen Blackout haben sollten.