Die Spionageglotze von Samsung

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Mit AGB’s (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) ist es nicht immer leicht. Die endlos erscheinenden Informationen über das Produkt können den Verbraucher leicht verwirren.

Dabei formulieren sie die Vertragsbedingungen zwischen Verkäufer und Verbraucher beim Erwerb eines Produktes bzw. einer Dienstleistung. Eine Studie aus dem Jahre 2014 hat ergeben, dass rund die Hälfte der Verbraucher die AGB’s “immer oder meistens völlig ungelesen” akzeptieren. Wie sich im Falle der Samsung Gruppe mit ihrer Hauptsparte Samsung Electronics nun herausgestellt hat, wäre das Lesen der AGB’s durchaus von Vorteil. In den Informationen zu Privatssphäreeinstellungen steht nämlich eine Warnung, die es in sich hat:

“Bitte seien Sie sich bewusst, dass wenn Ihr gesprochenes Wort [vor dem TV-Gerät] persönliche oder andere kritische Informationen enthalten, diese Informationen durch die Spracherkennungs-Funktion als Teil der gespeicherten Daten gespeichert und an Dritte weitergegeben werden.”

Diese Entdeckung von Shane Harris von der Zeitung ‘The Daily Beast’ ist ein Novum, denn bisher wurden ähnliche Anschuldigungen an z.B. die Playstation-Konsole von Sony vehement abgelehnt. Nachdem von verschiedenen Stellen Druck auf Samsung ausgeübt wurde, hat das Unternehmen Stellung bezogen und den vermeintlichen Zuhörer, Nuance Communications, beim Namen genannt:

“Samsung ist Kunde von Nuance Communications. Die Daten, die Nuance sammelt sind Daten aus der Spracherkennung. […] Wie in unseren Privatssphäreeinstellungen zu lesen ist, arbeiten dritte Anbieter unter Nuance und sind den entsprechenden vertraglichen Regeln verpflichtet.”

In einem weiteren Zusatz geht das Unternehmen detaillierter auf den Prozess der Verarbeitung der Sprachdaten ein. Laut Samsung werden die Daten auf einem Server gespeichert, nach relevanten Informationen durchsucht und danach wieder zum TV-Gerät zurückgesendet.

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Das Beispiel Samsung zeigt, wie mögliche ‘Hintertüren’ und ‘Daten-Schlupflöcher’ rechtlich verankert sind. Auch wenn die technische Möglichkeit der Datenspeicherung nicht gleich bedeutet, das Datenspionage betrieben wird – in Zeiten von NSA und Prism sollte dies nachdenklich stimmen.

Quellen:

http://theweek.com/speedreads/538379/samsung-warns-customers-not-discuss-personal-information-front-smart-tvs

http://theantimedia.org/samsung-warns-customers-to-think-twice-about-what-they-say-near-smart-tvs/

http://offgridquest.com/news/samsung-warns-customers-not-to-discuss-p

http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/agbs-im-internet-studie-allgemeine-geschaeftsbedingungen-werden-im-netz-kaum-gelesen/10973008.html

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