in Politik

https://www.youtube.com/watch?v=YIegIHTfr3g

Der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärrates Harald Kujat hat in der Talkshow von Maybrit Illner einige bedeutsamen Aussagen getätigt. Er habe erhebliche Zweifel an der Beweisführung der Ukraine und des Westens, einen Beweis für reguläre russische Streitkräfte in der Ukraine habe er noch nicht gesehen. Die Diskussionsrunde an sich kam generell mit wenigen Beweisen aus. Der ukrainische Botschafter forderte, man solle doch einfach in „Google“ nach entsprechenden Bildern suchen.

Harald Kujat

Der 1942 im heutigen Polen geborene Kujat ist General a.D der deutschen Luftwaffe.  Er war von 2000 bis 2002 der 13. Generalinspekteur der Bundeswehr und damit höchster Offizier der Bundeswehr. Danach hatte er von 2002 bis 2005 den Vorsitz des Militärausschusses der NATO inne. Seine Orden und Ehrenzeichen umfassen u. a.: das Große Bundesverdienstkreuz, das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, die Verdienstmedaille des Hamburger Senats, das Kommandeur-Kreuz der französischen Ehrenlegion, die NATO Meritorious Service Medal, das Legion of Merit (USA), sowie hohe Auszeichnungen aus Belgien, Malta, Polen, Russland und Ungarn. Er ist für Kritik an imperialistischen Kriegen des Westens bekannt und hatte bereits viele Auftritte in Shows deutscher Leitmedien.

„Einen Beweis für russische Soldaten habe ich noch nicht gesehen“

In der Talkshow von Maybrit Illner mit dem Titel „Putins neues Russland – Europa am Rande des Krieges?“ waren neben dem General a.D Harald Kujat auch der ukrainische Botschafter Vasyl Khymynets, der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz, der russische Botschafter Wladimir M. Grinin, die „Stern“-Autorin Katja Gloger und der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht anwesend.

Im Verlauf der sehr einseitigen Diskussion prangerte Kujat auch die Beweisführung der Nato, des Westens im allgemeinen und der Ukraine an.

„Wir hören sehr viele Spekulationen, auch was die Frage der ‚russischen Aggression‘ betrifft. Natürlich unterstützt Russland die Separatisten das ist ja überhaupt nicht zu leugnen, einen Beweis dafür dass Russland mit regulären Streitkräften interveniert habe ich noch nicht gesehen (…). Wir haben fünf Bilder von Satelliten gesehen, die beweisen sollen, dass russische Streitkräfte in der Ukraine sind. Drei Fotos sind gekennzeichnet mit eindeutig ‚in Russland aufgenommen‘ (…) bei zwei Fotos heißt es nur ‚in der Ukraine aufgenommen‘, bei den russischen Fotos steht der Ort dabei, bei den ukrainischen kein Ort, keine Koordinate, nichts.“

so der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärrates wörtlich. Die Aussagen decken sich mit unseren Analysen der vorgelegten Nato-Bilder.

Er habe außerdem „erhebliche Zweifel“, denn:

„Wir müssen nicht nur vorsichtig mit dem sein was Russland sagt, sondern auch sehr vorsichtig sein mit dem was die Ukraine sagt, und leider Gottes – muss ich auch sagen – sehr vorsichtig sein mit dem was der Westen sagt.“

Die Debatte in der Talkshow verlief sehr chaotisch und wenig geordnet. Beweise, Aussagen, Fotos und Mutmaßungen wurden durcheinander benutzt und in falsche Zusammenhänge gespielt. Der Ukrainische Botschafter forderte beispielsweise die Zuschauer und die Diskussionsteilnehmer auf, einfach mal „in Google“ nach russischen Soldaten bei toten Ukrainern zu suchen, dort finde man genug Beweise.

Die Diskussion in voller Länge finden Sie hier: http://www.zdf.de/maybrit-illner/ukraine-krise-putins-neues-russland-europa-am-rande-des-krieges-34819124.html

QUELLEN:

ZDF Mediathek, 4.9.2014: http://www.zdf.de/maybrit-illner/ukraine-krise-putins-neues-russland-europa-am-rande-des-krieges-34819124.html
Wikipedia, Harald Kujat: http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Kujat

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Er selbst hat ja in der selben Sendung noch gesagt, dass es russische Soldaten auf ukrainischem Boden befinden. Hätte man das Video weiter laufen lasse, hätte man es gehört. Allerdings gibt es, und das ist der wichtigste Punkt, keinerlei Beweise dafür, dass diese Soldaten im Auftrag Russlands handeln. Und unsere Medien verkaufen uns das als großen Feldzug des bösen Wladimirs und das obwohl es keinen Beweis für einen Befehl der russischen Regierung gibt. Kujat hat mir ausserordentlich gut gefallen. Sehr objektiv. Neopresse geht mMn diese Objektivität leider hin und wieder verloren.

    • Die Überschrift kann das zwar nicht ganz vermitteln, dennoch geh es in dem Artikel sarum dass eben keine REGULÄREN russische Soldaten in der Ukraine sind…
      Die Objektivität ist bei vielen Artikeln nicht 100% da, dennoch bemühen wir uns um eine Verbesserung. Wenn Sie direkte Kritik zu einzelnen Passagen haben teilen Sie es uns doch direkt mit!

  2. Was soll uns das jetzt sagen? Etwa dass kein Russe in der Ukraine gegen die ukrainische Armee kämpft? Das sagt ja nicht mal Nato-Kujat.

    Der Umstand, dass dort niemand in russischer Uniform kämpft besagt doch nicht, dass keine Russen mit Waffen die Grenze passiert und in die Kämpfe eingegriffen haben.

    Tatsächlich sind offenbar beide Seiten zu verlogen, um einen laufenden Stellvertreterkrieg zuzugeben.

    Die usa drücken ihre Academi- alias Blackwater-Söldner dort rein und Putin russische „Armee-Urlauber“ ohne Hoheitszeichen.

    Auf der Krim sahen letztere so aus:
    https://www.youtube.com/watch?v=qqlIW0AQ8aY

    • Es soll Ihnen das sagen was drinnen steht, und nicht mehr. Ich kann es ja auch nochmal kurz zusammenfassen: Harald Kujat hat noch keinen Beweis für reguläre russische Soldaten in der Ukraine gesehen, nicht mehr und nicht weniger.

      „Der Umstand, dass dort niemand in russischer Uniform kämpft besagt doch nicht, dass keine Russen mit Waffen die Grenze passiert und in die Kämpfe eingegriffen haben. “ Das hat ja auch niemand behauptet…

      LG

      • Informationen werden in der Politik ja meißtens mit einer Intention platziert, insofern stellt sich da m.A.n. schon die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung für unsere Sicht auf die dortige Situation.

        Academi ist auch keine offizielle Truppe der usa, soll aber in der Ukraine in großer Stärke agieren. Was nützt uns die Aussage des Schwarzen Hauses, es hätte dort keine offiziellen Truppen im Kampf?

        Information an sich ist nicht schlecht, doch wie man sie platziert ist entscheidend.

  3. Ganz allgemein: Daniele Ganser, der schweizer Historiker, erzählt in einem Interview von einer ganzen
    Reihe von Anfangs- u. angriffslügen. Lügen die jeweils
    nötig waren um den Krieg plausibel zu machen, die
    Bevölkerung dafür zu gewinnen.
    Dazu gehören der Golf von Tonkin. Vietnamkrieg,
    die Massakerlüge in Serbien um die Bombardierung
    Serbiens durchziehen zu können, usw.. Entscheidend
    dabei sind immer natürlich die Medien, die Heimatfront.
    Dank des Internets freilich ist das Monopol der
    Medien, die jahrelange Unkenntnis über solche
    Lügen, natürlich futsch. (Man ist bei dieser
    Gelegneheit echt froh über das Internet.)
    Sehr angenehm, informativ, irgendwie erleichternd.
    Ein Video zum Weiterempfehlen.
    https://www.youtube

  4. Man könnte weinen wenn man diesen vernünftigen besonnenen, intelligenten Mann Herrn Harald Kujat reden hört. Angesichts der Tatsache das die Vertreter der heutigen Politik Deutschlands und Europas entweder ihren Verstand verloren haben oder allesamt durch transatlantische Karriereförderung dahingehend gekauft wurden, das sie blindlings in ein Eskalationsszenario hineintapsen wo für jeden denkenden Menschen klar ist, das Europa nur der Verlierer sein kann und die USA, Kanada und alle anderen offshore Steueroasen die Gewinner bis hin zur City of London die nicht zu England gehört sondern seit ca. 1067 ein extraterritoriales Gebilde innerhalb Englands darstellt welches England beherrscht.

  5. was die usa und eu in der ukraine veranstalltet haben , einen demokratisch legitimierten presidenten aus dem amt geputscht , das sagt mir jedenfalls alles . nwo lässt grüssen , alle unsere politiker sind korrupt , und von diesen asozialen lassen wir uns jeden tag vollspinnen , das wir das denen erlauben , weiter zu machen als währe das alles völlig ok , ist für mich auch nicht mehr nachvollziehbar , man muss sich schähmen für soviel gleichgültigkeit .

  6. Wer heute davon spricht einen Krieg mit Russland zu führen hat aus der Geschichte zweier Weltkriege nichts gelernt. Was hier und in vielen Verlagen gelogen und geheuchelt wird grenzt schon an Verrückt sein, einige sollten sich mal untersuchen lassen ob sie noch normal sind. Die Anstalten wären voll. Nein Krieg kann kein Mittel von Problemlösungen sein und sollte endlich von den Völkern verboten werden. Krieg nutzt nur jenen die den Hals nicht voll genug bekommen. Die kleinen Leute werden die Zeche bezahlen.