in Naher Osten

Eine „Weltpolizei“ braucht Verbrecher, die sie gnadenlos jagen kann. Gibt es zu wenige davon, muss man sie eben heranzüchten. So schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Neben einer totalen Militarisierung der eigenen Gesellschaft in Folge der ständigen potentiellen Terrorgefahr, läuft so die Konjunktur weiter, und mit Hilfe der vielen US-Militärbasen rund um den Erdball können die Vereinigten Staaten ihre Einkreisungspolitik gegenüber den „Feindstaaten“ weiter fortsetzen.

Wenn die CIA nicht gerade selbst gegen unliebsame Staatschefs putscht, finanzieren die US-Geheimdienste schon mal lokale Oppositionelle, um damit Staaten und Regionen politisch zu destabilisieren. Die Al-Kaida beispielsweise diente während des Kalten Krieges als Kampftruppe gegen die einmarschierenden Sowjettruppen in Afghanistan. In Lateinamerika wurden so manche rechtsgerichtete Milizen mit Geld und Waffen versorgt, damit diese gegen die linken Regierungen vorgehen. Die unzähligen zivilen Opfer dieser Todesschwadronen wurden dabei billigend in Kauf genommen.

Doch man muss nicht einmal so weit in die Vergangenheit blicken. Der aktuelle Syrien-Konflikt bietet ein weiteres Lehrstück der finanziellen Unterstützung von Terroristen durch die USA: Unter Verletzung der Resolutionen 1267 und 1373 des Sicherheitsrats hat der Kongress der Vereinigten Staaten für die Finanzierung und Bewaffnung der al-Nusra Front und des islamischen Emirats in Irak und in der Levante gestimmt. Diese beiden Organisationen stehen unter Kontrolle der Al-Qaida und werden von den UN als „Terroristen“ eingestuft. Diese folgenschwere Entscheidung gilt bis zum 30. September 2014. Doch trotz der Pressemitteilung von „Reuters“ über diese Unterstützung, haben sämtliche Medien im NATO-Einflussgebiet diese Meldung konsequent ignoriert. Denn:

Dank der wenig differenzierenden Massenmedien glauben weite Teile der Öffentlichkeit, dass sich der Syrienkonflikt zwischen der syrischen Regierung und deren Verbündeten – Iran und Russland – und der „demokratischen Opposition“ mit Washington und Riad als Bündnispartner  abspielt. Auch ist es der Medienpropaganda zu verdanken, dass Assads Regierung als Terrorregime bezeichnet wird, obwohl der US-Bündnispartner Saudi-Arabien eine absolute Monarchie ist, die von einer radikalislamischen Sekte – den Wahabiten – geführt wird. Demokratie und Menschenrechte spielen dort keine Rolle. Doch das Bild von der „demokratischen Opposition“ muss unbedingt aufrecht erhalten werden – koste es was es wolle.

Dass dabei gezielt Terroristen unterstützt werden, scheint in Washington niemand zu bekümmern. Interessant ist dies vor allem deshalb, weil die USA nach wie vor die Al-Kaida für die Anschläge auf die Twin Towers am 11. September 2001 verantwortlich machen. Jenes Trauma, welches selbst heute noch in diversen US-Filmen und Serien aufgearbeitet wird. Und während US-Truppen in Jemen, Afghanistan und anderen Ländern mit Drohnen gegen die „bösen Al-Kaida Terroristen“ vorgehen, unterstützen sie die selbe Organisation im Kampf gegen Assad in Syrien.

Die Lügenpropaganda aus dem Weißen Haus wird immer wieder entlarvt, bleibt jedoch ohne Konsequenzen. Noch bei der alljährlichen Neujahrsansprache sagte Obama zu den Kongressabgeordneten: „eine Sache wird sich nicht ändern: unsere Entschlossenheit, um sicherzustellen, dass die Terroristen keine weiteren Angriffe gegen unser Land unternehmen.“ Dazu ergänzte er: „In Syrien werden wir die Opposition unterstützen, welche die terroristischen Netzwerke ablehnt“. Und nun, wenige Wochen später offenbart sich bei der „Genf II Konferenz“ ein völlig anderes Bild: Als die Delegation den Vertretern der syrischen Opposition einen Vorschlag auf Basis der UN-Resolutionen 1267 und 1373 des Weltsicherheitsrats machte, welcher den Terrorismus verurteilt, wurde dieser von den Vertretern Washingtons begründungslos abgelehnt!

Robert Stephen Ford, Botschafter der USA in Syrien und früherer Stellvertreter von John Negroponte im Irak, dient nämlich als direkter Verbindungsmann zu den Regierungsgegnern in Syrien. Er dürfte von seinem früheren Vorgesetzten, der schon die antisandinistischen „Contras“ in Nicaragua erschuf, einiges gelernt haben, denn im Irak spielten sie wieder das selbe Spiel, indem sie die Al-Kaida im Kampf gegen nationalistische irakische Truppen unterstützten. Nun soll sich das Ganze in Syrien wiederholen: Terrorismus im Auftrag der Vereinigten Staaten.

Wir alle werden nach Strich und Faden belogen, wenn es um den „globalen Terrorismus“ geht. Die US-Truppen glauben, sie würden im Nahen Osten gegen jene Terroristen kämpfen, die für die Anschläge vom 11. September verantwortlich seien. Selbst der Großteil der Bevölkerung in der westlichen Welt glaubt an diesen Mythos. Doch in Wirklichkeit sind die wahren Terroristen, die wirklichen Urheber von so viel Leid und Schmerz auf dieser Welt in Washington zu suchen. Sie und deren „Militärisch Industrieller Komplex“ sind es, die für so viel unnötige Gewalt sorgen, indem sie sich überall in die internen Angelegenheiten der Länder einmischen und gewaltbereite Gruppen mit Geld und Waffen beliefern.

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  1. Am 29.1.13 wird durch ein gehacktes Mail vom 25.12.12. von David Goulding, Direktor der Waffenfirma British Defence, an den Firmengründer Phil Doughty, der die Verantwortung für die Geschäfte in England und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat, bekannt, dass Obama einem Plan zugestimmt hat, wonach von Katar finanzierte chemische Waffen in Syrien eingesetzt werden sollen, die dann Assads Armee angelastet werden, um damit einen militärischen Angriff zu rechtfertigen. Daher erklärt Obama öffentlich, der Einsatz von chemischen Waffen (was für eine absurde Idee!) würde von den USA nicht toleriert. Dazu wird das Gerücht gestreut, die Syrische Armee habe in Homs am 23. Dezember bereits Chemiewaffen eingesetzt. Das hatte nicht geklappt.