in D/A/CH

Gerüchte darüber, dass besonders in den Hochburgen der Parteien schon einmal die Wahlergebnisse nicht den Tatsachen entsprechen würden, gab es in der Vergangenheit immer wieder. Doch die Bundestagswahl 2013 scheint alles bisher Dagewesene diesbezüglich in den Schatten zu stellen. Besonders betroffen soll dabei die „Alternative für Deutschland“ sein, welche bis zuletzt immer wieder im medialen Kreuzfeuer stand.

So hat die AfD in manchen Wahlbezirken zwar Erststimmen (Direktkandidaten), jedoch keine Zweitstimmen erhalten. Gerade bei kleineren Parteien ist jedoch im Normalfall das Gegenteil der Fall (siehe hier). Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet darüber, wie eine AfD-Kandidatin bei einer Überprüfung in einem Wahllokal in Meppen Stimmen für die eurokritische Partei unterschlagen wurden. Gegenüber der NOZ sagte sie: „Wir hatten uns entschlossen, ein Wahllokal in einer Stichprobe durch einen Wahlbeobachter zu kontrollieren. Dort stellte unser AfD-Mitglied fest, dass 16 Zweitstimmen für die AfD und damit etwa die Hälfte nicht berücksichtigt wurden.“

Weiters wurden im Waltroper Wahllokal „Benthaus-Büchner“ (Bezirk 6, Klöckner-Siedlung) wurden „versehentlich“ AfD-Zweitstimmen den Republikanern zugeordnet. Im letzten Absatz des Artikels in der Waltroper Zeitung heißt es noch: „In der Lutherschule war man auf der Suche nach einer verlorenen Stimme, und beim Nachzählen wurden die Probleme dann mit jedem Mal größer statt kleiner. Doch schließlich stimmte alles, das vorläufige Endergebnis konnte kurz nach 21 Uhr bekannt gemacht werden.“ Anstatt nur 29 Stimmen hatte die Alternative für Deutschland schlussendlich 71.

Keine Ausweiskontrolle und Bleistifte

In vielen Wahllokalen genügte die Wahlkarte um seine Stimme abzugeben. Die Vorlage eines Ausweises war oftmals gar nicht nötig. Möglich macht dies der §56 der Bundeswahlordnung. Theoretisch hätten hier einige Menschen mehrfach wählen können ohne dabei aufzufallen. Vielleicht sind deshalb auch in einigen Wahlbezirken Wahlbeteiligungen von über 100% möglich geworden. In Biberach an der Riss waren es beispielsweise 102,7%, in Netzschkau (Sachsen) 103,8%. Bei 3550 Wahlberechtigten wurden 3620 „gültige Stimmen“ abgegeben. In Schöneck (Sachsen) lag die Wahlbeteiligung sogar bei 108,2%. Wenn man bedenkt, dass die Wahlbeteiligung in den meisten anderen Wahlbezirken bei 60-70% lag, wirken die Ergebnisse doch etwas befremdlich.

Weiters lagen in vielen Wahllokalen lediglich Bleistifte aus. Mit einem Radiergummi ausgestattet könnten hier einige übereifrige Wahlhelfer ihre Bezeichnung zu ernst genommen, und den gewünschten Wahlergebnissen etwas nachgeholfen haben. Damit soll den vielen ehrlichen ehrenamtlichen Wahlhelfern jedoch kein kriminelles Handeln unterstellt werden – seltsam ist es dennoch.

Verschwundene Briefwahlunterlagen

Rund 20% soll der Anteil der Wahlberechtigten betragen haben, welche ihre Stimme per Briefwahl abgeben wollten. Für hunderttausende Wähler blieb es auch beim wollen, denn entweder bekamen sie die Unterlagen nicht zugeschickt, oder sie verschwanden ganz einfach. Alleine in Hamburg fehlten rund 100.000 Briefwahlstimmen. In der Pressemitteilung der Hamburger CDU heißt es: Das heute vorgelegte vorläufige Ergebnis des Landeswahlleiters weist erhebliche Ungereimtheiten auf. Angeblich sei die Wahlbeteiligung in Hamburg um 1,7 Prozent geringer als 2009 und damit diametral gegen den Bundestrend. Zudem wird behauptet, dass der Anteil der Briefwähler lediglich bei 15,5 Prozent liegt. Das wäre der niedrigste Wert seit 1994, obwohl noch am Wahltag von einem neuen Briefwahlrekord die Rede war. Auf Seite 34 der Analysebroschüre des Statistischen Landesamtes Nord ist verzeichnet, dass 301.884 Wahlscheine für die Briefwahl ausgegeben wurden, aber lediglich 198.739 im Wahlergebnis berücksichtigt sind. Das bedeutet, es fehlen bis zu 103.000 Briefwähler, die angeblich nicht in das Ergebnis eingeflossen sind. In den früheren Bundestagswahlen lag die Abweichung bei lediglich 9.000 bis maximal 17.000 nicht zurück gekommenen Briefwahlstimmen.

Nachdem sich die Beschwerden über die vermissten Briefwahlstimmen häuften, tauchten „plötzlich“ 70.000 davon wieder auf. Erklärt wurde dies vom Hamburger Wahlleiter mit einem „Rechenfehler“. Angesichts der Tatsache, dass in rund 100 Hamburger Wahllokalen „Unregelmäßigkeiten“ festgestellt wurden welche zur Nachzählung führten, und noch am Montag nach der Wahl die Meldungen von 9 Wahlbezirken fehlten, muss man sich die Frage stellen, ob da schon alles mit rechten Dingen zuging. Inzwischen gibt es deshalb schon eine Petition welche eine Wiederholung der Bundestagswahl verlangt.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Manipulation der Menschen hat funktioniert, sonst wäre niemand zur Wahl einer fremdgelenkten Gruppe gegangen. Egal, ob die Gesetze ungültig oder ob die Zahlen gefälscht wurden.

  2. Wer glaubt, dass in einem System der universellen Täuschung und Machtmissbrauch so etwas „einfaches“ aber wichtiges wie Wahlen nicht von den Machtinhabern kontrolliert und manipuliert werden, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

  3. Sorry, aber wer hat das denn recherchiert? Die Wahlbeteiligung lag bei 102,7%, weil die Summe der Prozentverteilung auf die Parteien über 100% ergeben? Wer ist denn bitte so dumm? Demnach müssten wir ja, wenn wir uns das endgültige Wahlergebnis angucken, eine Wahlbeteiligung von 100% haben, yay!

  4. Und auserdem z.B in Biberach an der Riss waren es beispielsweise 102,7% die von den 72% gewaählt haben. Das kann klar nicht stimmen? also haben eigentlich 2,7% mehr von den 72% Wählern gewählt!! Aber die 6,7% Partei unter sonstigste fiehlen eh weg. Da diese unter 5% also wie ist das den Rescherchiert Bitte…

  5. Die Wahlen sind schon deshalb getürkt, weil die „fünf-Prozent-Hürde“ einen riesigen Teil der Interessen der deutschen Bevölkerung von vornherein von der demokratischen Teilhabe aussperrt und dadurch, daß nicht wenige Menschen per politischer Diffamation durch die Machthaber und ihre willfährigen Medien ohne jegliche rechtliche Grundlage von vornherein von Wahlen ausgeschlossen werden, obwohl sie KEINE „Radikalen“, oder „Extremisten“ sind, während Kriegstreiber und Volksverächter (man erkennt sie am Gebrauch des verächtlich machenden Wortes „Populismus“ – populos ist nämlich das Volk!) sich in unverschämtester Weise als „Mitte der Gesellschaft“ und lupenreine Demokraten und Rechtsstaatler präsentieren dürfen, obwohl sie das…